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Ein Eintrag zu Ihrer Anfrage

(erzeugt 2021-12-01 01:50)


Signatur: EvB/B 195/32

Gesprächsnotiz / Emil von Behring ; Carl Siebert
[Marburg], 06.11.1914. – masch. m. hs. Korr., 1 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Gesprächsnotiz (Erklärung Behring): Der Mitteilung Frilings, dass Söder mit dem Kriegsministerium über Tetanusheilserumlieferungen seitens der Behringwerke G.m.b.H. und Subventionen von 10.000 Mark für Pferde, Personal und Gebäude verhandelt habe, setzt B. entgegen, dass mit der Expansion auch die Produktionskosten stiegen und die Rentabilität geprüft werden müsse. Da bei der eventuellen Subvention nicht der Eindruck finanzieller Schwäche erweckt werden dürfe, sollte diese als "Grundstock für eine Stiftung zugunsten des durch das Arbeiten mit gefährlichen Ansteckungsstoffen in den Behringwerken bedrohten Personals" angenommen werden. Durch Erhöhung des Serumpreises um 25 % könnte der Gewinn gesteigert und das Risiko verringert werden, Siebert werde am effektivsten durch die Ausbildung geeigneter technischer Hilfskräfte entlastet. - Ergänzungen (Siebert): Söder solle im Kriegsministerium die Chancen zur Preiserhöhung des Tetanusserum ausloten, die Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning böten das für den Gebrauch im Feld bestimmten Tetanusserum dieses zu den alten Preisen an. Über die Rentabilität des Tetanusserums der Behringwerke G.m.b.H. könne erst nach Ablauf des ersten Geschäftsjahres geurteilt werden; vermutlich sei es aber gewinnbringend, da Ruppel in Höchst eine jährliche Tantieme von mindestens 15.000 Mark beziehe. Bezüglich der Mehreinstellung von Pferden gibt Siebert zu bedenken, das nur ein Teil der Pferde gutes Tetanusserum liefert. "Je mehr Pferde für die Tetanusbehandlung eingestellt werden, desto mehr Aussicht ist vorhanden [,] brauchbare Pferde zu finden." - Bezüglich der Subvention von 10.000 Mark schließt sich Siebert Behrings Gedanken einer Stiftung für von Ansteckungsstoffen bedrohtem Personal an. - Zu Zahlungsausständen für Tetanusserum vonseiten des Hauptsanitätsdepots. - Zum neu eingestellten Institutsdiener (Nachricht an Cremer und Söder) und einem weiteren Assistenten (erwünscht sei ei "in der Pferdebehandlung erfahrener Tierarzt").

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin,
Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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