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6 Einträge zu hahn, benno [arzt, dr.] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-06-25 00:20)


Signatur: EvB/S 10

Bericht über einen 7 wöchigen Kursus am Hygienischen Institut der Universität Marburg vom 6. November bis 22. Dezember 1911 / Kittmann
Marburg, 10.01.1912. – masch., 25 S. m. hs. Erg.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Bericht über einen siebenwöchigen Blutuntersuchungskurs am Hygiene-Institut Marburg, geleitet von Behring, Zeissler und Römer, 06.11.1911-22.12.1911. Teilnehmer: Stabsarzt Dr. Eckert (Assistent Otto Heubners), Stabsarzt [Anton] Waldmann (früherer Assistent Max von Grubers), [Alexander] von Domarus (früherer Assistent Friedrich von Müllers, nun Assistent von Wilhelm His in Berlin), Dr. Hahn, Marburg (Assistent Dr. Eduard Müllers in Marburg). - Inhalt des Kursus: Experimentelle Blutuntersuchungen, Blutmengenbestimmung, Proteinbestimmung, Bestimmung der Gerinnungsenergie des Blutes und Oxalatplasmas, Reaktion des Serums und des Plasmas auf Paranitrophenol, Heilserumreinigung mit Säuren, Kalialaun, Ammonsulfat etc., Erläuterung der Behringschen Immunitätstheorie(Behring und Zeissler), Bewertung des Diphtheriegiftes und -antitoxins mit Hilfe der Intrakutan-Methode im Meerschweinversuch, zum Stand der Tuberkulosefrage, zur Tuberkulindiagnostik tuberkulöser Prozesse, zur Phthiseogenese, zum Impfstoff Bovovaccin, zu dem neu entwickelten Verfahren der Milchkonservierung und zur experimentell erzeugten Poliomyelitis (Römer), Nachweis von "Tuberkelbazillen im kreisenden Blute" (Zeissler).

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Signatur: EvB/B 194/1

Brief an William Söder / [Carl Siebert]
[Marburg], 08.01.1914. – masch. m. eh. Erg., 3 S. (Durchschlag)

Adressat nachträgl. ergänzt. Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Mitteilung über den Inhalt des Gesprächs mit Behring: Wegen des Vertrags mit den Farbwerken vorm. Meister Lucius & Brüning in Höchst könne über den Vertrieb des Diphtherieheilserums erst im Herbst [1914] gesprochen werden. Eine Beteiligung Söders am Vertrieb des Mittels ins Ausland sei nicht ausgeschlossen. Auch das neue Tuberkulosemittel käme dafür in Betracht. - Mitteilung über den Bericht Sieberts an Behring, betreffend das vorausgegangene Gespräch mit Söder, nach dessen Ansicht "Bremenser Kapitalisten mit Leichtigkeit zur Hergabe von Kapitalien für ein Unternehmen wie das unserige zu bestimmen [seien], wenn der Sitz des Geschäfts nach Bremen verlegt oder eine Filiale dort errichtet würde". Nach Söders Eindruck sei mit den Präparaten des Behringwerks oHG durchaus "ein Geschäft zu machen". Behring wolle sich "persönlich mit Kapital an unserem Unternehmen [...] beteiligen", so u. a. durch Baulichkeiten in Marburg und Betriebskapital. Die Fabrikation solle - so Siebert - in Marburg verbleiben, der kaufmännische Vertrieb (inklusive der "Reklame") nach Bremen verlagert werden. - Über den Vertrag mit den Farbwerken vorm. Meister Lucius & Brüning, betreffend das neue Diphtherieschutzmittel, Hinweis auf ein beigelegtes Schreiben an Ministerialdirektor Kirchner, worin über die Impfversuche Dr. Schreibers in Magdeburg berichtet werde. Da die preußische Regierung wegen finanzieller Schwierigkeiten keine Impfversuche fördere, könnte stattdessen das Behringwerk Impfärzte anstellen. Bitte um Vorschläge betreffend die weiteren Verhandlungen mit Behring - Beigelegt sei ein Separatdruck der Veröffentlichung von Hahn und Sommer [= "Praktische Erfahrungen mit dem v. Behringschen Schutzmittel gegen Diphtherie", in: Deutsche medizinische Wochenschrift 40 (1914), S. 13-17].

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Signatur: EvB/B 196/190

Ueber das neue Behringsche Schutzmittel gegen Diphtherie / Wilhelm Ruppel
Höchst a. M., 20.01.1914. – masch. m. eh. Unterschrift u. Datumsangabe sowie eh. Korr., 6 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045c/Dok. 0000855

"Ueber das neue Behringsche Schutzmittel gegen Diphtherie." Nach Auswertung der den Farbwerken zugesandten Publikationen von Behring sowie Kleinschmidt und Viereck erläutert und begutachtet R. im vorliegenden Bericht das Prinzip des von Behring entwickelten neuen Schutzimpfverfahrens, weist auf die Imponderabilien ("individuelle Schwankungen") und aufgetretenen Nebenwirkungen (lokale Reaktionen an der Injektionsstelle) sowie die daraus resultierenden Schlussfolgerungen und die Weiterentwicklung des Verfahrens hin und diskutiert im Rückgriff auf frühere Beobachtungen und Erfahrungen (Magdeburger Schutzimpfung, Kissling, Kleinschmidt und Viereck, ([Benno] Hahn und [Fritz] Sommer) auch das Problem der "scheinbar natürlich immunen Personen" mit nachweisbarem Antitoxingehalt im Blutserum. - Zur Brauchbarkeit und den Nachteilen des neuen Verfahrens [aktive Immunisierung] im Flächeneinsatz (dreimalige Impfung, Belästigung der Impflinge) und den Vorteilen der passiven Immunisierung: Durch Pferdeserum hervorgerufene anaphylaktische Reaktionen seien nun bei Verwendung von Rinderserum (einem "vollgültigen Ersatz") ausgeschlossen. Zudem sei fraglich, ob der durch aktive Immunisierung erzielte lang anhaltende Schutz, "der nicht generell eine[m] ganzen Volk verliehen werden kann, ein solch erstrebenswertes Ziel ist". - Zur Frage der Anaphylaxe beim neuen Verfahren und der nicht bekannt gemachten Zusammensetzung des neuen Mittels (geringe Mengen Pferdeserum, also artfremdes Eiweiß), zum späten Auftreten der Immunität ("im günstigsten Falle 10 Tage nach der Injektion", also kein unmittelbarer Schutz wie bei der passiv erzeugten Immunität), zur geringen Beständigkeit des neuen Schutzmittels, das "beständiger Veränderung" unterworfen sei. Man müsse daher vor dem Betrieb des neuen Mittels solange abraten, "wie nicht für seine konstante Zusammensetzung genügende Garantien geboten werden können". R. empfiehlt die staatliche Prüfung des Impfstoffes und wirft abschließend die Frage auf, "ob eine Prüfung des Impfstoffes überhaupt durchführbar ist, was bei dem äusserst labilen Verhalten von Toxin- und Antitoxingemischen als äusserst fraglich zu bezeichnen ist".

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Signatur: EvB/B 194/49

Brief an William Söder / [Carl Siebert]
[Marburg], 27.04.1914. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Zusendung der "Zusammenstellung unserer Verkaufspreise". - Zur divergierenden Beurteilung Zipkins, von dem sich nun auch Cremer, "der ja schon vielfach mit Russen zu thun gehabt hat", ein Bild machen solle. Siebert berichtet von Zipkins Schilderung eines "wunderbaren" Erfolgs seines Tubolytins in der Moskauer Augenklinik, wodurch die Entfernung eines tuberkulösen Auges verhindert werden konnte. Eine Veröffentlichung des Falles könne nicht schaden. Zipkin bestelle Tuberkulin und Tetanusheilserum. - Auf Veranlassung Behrings verschicke Siebert den Separatabdruck des Wiesbadener Vortrags [= Indikationen und Kontra-Indikationen für das neue Diphtherieschutzmittel "TA". Sonderabdruck aus den Verhandlungen des Deutschen Kongresses für innere Medizin, hg. von Prof. Dr. Weintraud, Wiesbaden. 31. Kongress. Wiesbaden 1914, 10 S.], die Söder den Bremer Ärzten Dr. Opitz, Kinder-Heilanstalten Bremen, und Dr. Moecker, Pathologisches Institut der Krankenanstalt Bremen, vorlegen solle. Hahn habe Bedenken wegen der Dosierung geäußert. - Über die Zahlungen an Behring (Anruf von Frau von Behring), das Drängen der Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning, die anstehende Auflassung und Kriegers Arbeiten. - Da Behring noch zwei Wochen in Wiesbaden bleibe, solle die Aufsichtsratssitzung in Wiesbaden stattfinden. Empfehlenswert sei eine "vorbereitende Sitzung" in Marburg. Kontakt zu Bischoff, der Mitte Mai nach Bremen komme.

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Signatur: EvB/B 194/52

Brief an Carl Siebert / William Söder
Bremen, 30.04.1914. – masch. m. eh. Unterschrift u. nachträgl. Anstr. auf S. 2, 3 S.

Briefkopf: "Behringwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Bremen, Richard-Wagnerstr. 9"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Antwort auf Sieberts Briefe vom 25.04.1914 und 27.04.1914. Finanzielles. Hinweis auf Schreiben der Vereinigten Eisenhütten- und Maschinenbaugesellschaft, Barmen, sowie der Fritz-Pezoldt-Aktiengesellschaft in Wien. Die Angelegenheit Otto Fritze sei erledigt. Zur weiteren Vertretung der Behringwerke G.m.b.H. in Russland (Zipkin oder Pharmakon). Informationen zur Aktiengesellschaft Pharmakon, die "volles Vertrauen" verdiene. - Söder habe den publizierten Vortrag Behrings an die Bremer Ärzte [Opitz und Moecker] weitergegeben. Opitz wolle seine Erfahrungen mit dem Diphtherieschutzimpfstoff im Bremer Kinderkrankenhaus veröffentlichen, die Dosis müsse etwas abgeschwächt werden, was den Erfahrungen Hahns entspreche. - Behring werde zunächst 50.000 Mark überwiesen, damit die Rückzahlung an die Höchster Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning erfolgen könne. - Schilderung der von der Steuerbehörde ausgehenden Hindernisse. Zum Treffen in Marburg am 09.05.1914 mit Cremer und "den andern Bremer Herren". - Zur Erkrankung der Pferde an Druse, Stellungnahme Grotkass'.

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Signatur: EvB/B 194/53

Brief an William Söder / [Carl Siebert]
[Marburg], 01.05.1914. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Antwort auf Söders Brief vom 30.04.1914. Informationen zur Firma Fritz Pezoldt & Süss A.G. in Wien und zur veränderten Impfdosis von TA VII [= Diphtherieschutzmittel] nach den Erfahrungen von Hahn. - Finanzielles, Treffen in Marburg am 09.05.1914. Zur Bezahlung der Marburger Verpflichtungen (Gasleitung, Kanal Stadtkasse). Zum Gesundheitszustand der von Grotkass gelieferten Pferde (an Druse erkrankt).

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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