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3 Einträge zu koenigliches hygienisches institut <posen> BEHANDELTE KOERPERSCHAFT
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-22 09:19)


Signatur: EvB/F 5/1

Landsberg an der Warthe, 29.08.1924. – masch. m. hs. Erg., 7 S. (Abschr.) + 1 Beil. (s. Unteraufnahme)
[^]. 1.
Brief an Thorwald Madsen / Erich Wernicke
[o.O.], [o.D.]. – masch. m. hs. Anm. [von Heinz Zeiss?], Korr. u. Unterstr., 5 S. (Entw.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Nur W. sei in der Lage, "eine genaue Darstellung über die Art und Weise der Entdeckung des Diphtherieheilserums" zu geben. So besitze er die "Originalprotokolle der ersten grossen Tiere, deren Serum zur Behandlung der ersten Kinder auf der v. Bergmannschen Klinik in Berlin Ende Dez. 1891 diente". Diese Tiere habe W. selbst immunisiert. Es existierten auch Protokolle über immunisierte Meerschweinchen und besonders Hunde, deren Immunisierung als die "sicherste [Methode] zur Gewinnung von Heilserum" gelte (Hinweis auf Publikation durch W. 1893 im "Archiv für Hygiene"). - Gründe für die Zusammenarbeit mit Behring ("Behring's gewaltige eigenartige Persönlichkeit nahm mich ganz gefangen.") und das Interesse an der Diphtherie, die W. aufgrund einer eigenen Erkrankung und durch seine Tätigkeit als Unterarzt in der Henochschen Kinderklinik (Charité) im Jahr 1894 kenne. Als Mitautor beim Aufsatz in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift" habe er deshalb nicht fungieren wollen, um Behring "die "Alleinentdeckerfreude zu lassen". Zudem habe Behring in seinen Publikationen stets W.s Verdienste hervorgehoben. - Durch die Behandlung des von Koch übernommenen algerischen Hammels (W. impfte ihm seine virulenteste Diphtheriekultur ein, das Tier starb) wurde eine Methode zur Herstellung des Serums entwickelt. Dieses wurde am 20.12.1891 in Zusammenarbeit mit Stabsarzt Geissler den diphtheriekranken Kindern in von Bergmanns Klinik eingeimpft - ohne Behring, der sich wegen gesundheitlicher Probleme ("Sehstörungen") auf Rat Goldscheiders zur Kur in Wiesbaden aufhielt. - Unterstützung bei den Tierversuchen (Schafe) habe W. durch seine Braut in Friedeberg erhalten. Zur Belieferung der Heubnerschen Kinderklinik mit Serum für Versuche an kranken Kindern. "Behrings Kaufmanngenie - er war ein ausgezeichneter Kaufmann - gelang es die Höchster Farbwerke für die Sache zu interessieren", mit der Folge, dass 1893 ein großer Tierstall für Pferde (Blutserumlieferanten für Tetanusheilserum) neben Kochs Institut "im sogenannten Dreieck bei der Charité unter den Stadtbahnbögen" entstand. Roux habe 1894 beim Kongress in Budapest für das Heilserum "Propaganda" gemacht. Hinweis auf W.s Publikation "Über die Vererbung der Di[phtherie]-immunität" (1895). - Privates: Behrings Schwester [Emma Schumburg] habe Behring von 1892 bis 1894 sorgsam gepflegt. "Bei der Taufe seines ersten Sohnes [Fritz] waren Roux-Paris, Löffler-Greifswald und ich selbst als Paten bei dem Kinde in Marburg; es war dieses Fest ein wahres Fête d'esprit, eine Siegesfeier über die Diphtherie." - "Die Zusammenarbeit mit Behring war bei seinem Naturell vielfach nicht leicht, und gelegentlich gab es Differenzen, die aber im Hinblick auf die Grösse des uns beschäftigenden Problems schnell immer beigelegt wurden." Hinweis, Zitate und Kommentierung des Behring-Briefes an W. vom 18.03.1892 aus Wiesbaden (Differenzen wegen der Versuche an kranken Kindern in der Klinik von Bergmanns). Über die weitere Zusammenarbeit mit Behring in Marburg (Tuberkulose, Pest, Milzbrand). Bekräftigung seines Anspruchs, "nach Behring die grössten Verdienste um die Entdeckung des Di-Heilserums zu haben". Zum Verlust des Posener Hygiene-Instituts und zur neuen Arbeitsstätte in Landsberg an der Warthe (Preußisches Hygiene-Institut).

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Signatur: EvB/B 1/97

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 31.07.1899. – Transkr., 1 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000477

Wernicke, nun in Posen und mit der Einrichtung seines Instituts beschäftigt, habe seine Milzbrandexperimente noch immer nicht publiziert. Über eigene Versuche "mit avirulenten und asparogenen Mbr-Kulturen" an Meerschweinchen. Die Giftigkeit des Milzbrandgiftes ließe sich am besten bei Rindern und immunisierten Ziegen konstatieren. Versuchsergebnisse bei gesunden und tuberkulösen Meerschweinchen, Mäusen und Kaninchen. - Beschäftigung mit Rotzgiftimmunisierung, Versuche mit Pferden. Über eine geplante "Mitteilung" im Rahmen des Tierärztekongresses in Baden-Baden. Wunsch, mit Nocard zusammenzutreffen und diesem die Rotzexperimente in Marburg zu zeigen. - Privates zur Familie, über Roux' Krankheit. Ob M. B.s Arbeiten über Tetanusgiftmodifikationen und "Tetanusgift und Tetanusantitoxin im lebenden Meerschweinchenkörper" (in: Fortschritte der Medizin, Heft 21 und 22, 1899) erhalten habe?

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Signatur: EvB/B 204

Brief an die Landwirtschaftskammer für die Provinz Posen / Emil von Behring
Marburg, 06.01.1905. – masch m eh. Korr. u. Erg., 2 S. (Durchschlag) + 1 Beil.

Beil. (2 S.): "Bedingungen für die Impfstoffabgabe zu schematischen Schutzimpfungen von Rindern gegen Tuberkulose"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1041/Dok. 0000553

Über den Impfstoff "Bovovaccin" für Kälberimpfungen (Perlsuchtbekämpfung). Die wissenschaftlichen Vorversuche seien beendet, der praktische Wert sei durch die Obermedizinalrat Loren[t]z (Gießen / Darmstadt), Eber (Leipzig), Hutyra (Budapest) und die französischen und belgischen Staatsinstitute bestätigt worden. Die Bovovakzination sei - wie Berichte aus Österreich, Ungarn, Russland, Schweden, Amerika und Japan bestätigten - "ein vollkommen sicheres Verfahren", wenn man die Vorschriften beachte. Mit den [nicht erhaltenen Anlagen] schicke er eine Abschrift von Urteilen, einen Vortrag vor der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz; "Die Bekämpfung der Rindertuberkulose und das v. B.'sche Immunisierungsverfahren" von Lorenz ("Berliner tierärztliche Wochenschrift"); Ebeling: "Die Tuberkulosebekämpfung nach v. B." ("Berliner tierärztliche Wochenschrift"); Strelinger: "3 jährige Erfahrungen über die Schutzimpfung". - B. empfiehlt Kontaktaufnahme mit Wernicke, dem Direktor des Hygiene-Instituts in Posen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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