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9 Einträge zu kossel, albrecht [1853-1927] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-06-27 03:48)


Signatur: EvB/B 1/52

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Berlin, 12.04.1893. – eh., 4 S. (Negativkopie)

Briefkopf: "Stabsarzt Professor Dr. Behring, Berlin S.O., Treptower Chaussee 8, I. Villa Emma"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000272

Zur Serumbehandlung. Seitdem B. wirksameres Serum anwende, seien im Institut für Infektionskrankheiten die Erfolge der Diphtheriebehandlung mit Serum "sehr günstig" geworden. Bezüglich der Frage nach dem spezifischen Heilwert wolle er auf Rat Kochs gemeinsam mit dem Oberarzt der Diphtheriestation, Albrecht Kossel, weitere Beobachtungen machen. In einer Broschüre wolle er für Ärzte Informationen zur Blutserumtherapie bei Diphtherie zusammenstellen. Herausgestrichen werde darin, dass das Serum für Menschen absolut unschädlich sei. H.s Heilwerttabelle bestätige B.s Beobachtungen.

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Signatur: EvB/B 3/2

Brief an Emil von Behring / Friedrich Althoff
Berlin, 31.01.1895. – eh., 4 S.

Antw. auf 2 Br. (? 06.12.und 14.12.1894, Br. in Auszügen zitiert bei Zeiss / Bieling (1941), S. 206 f.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000007

A. gratuliert B. zu den ausländischen Auszeichnungen, preußische würden nachfolgen. Besuch in Marburg anlässlich der Beerdigung von Professor Külz. Dessen Nachfolge werde Albrecht Kossel übernehmen, sodass die Hygieneprofessur in Marburg frei werde. Besuch der Farbwerke in Höchst. Besuch bei Binz in Bonn: Idee, B. als Honorarprofessor nach Bonn zu vermitteln. Binz würde ein Seruminstitut einrichten, die Farbwerke könnten Mittel zur Verfügung stellen, evtl. unter der Bedingung, dass B. die weiteren Ergebnisse seiner Forschung "den Farbwerken vorzugsweise zur Ausbeutung überlassen" wolle. Alternativ könne A. aber auch Staatsmittel flüssig machen. Die Entscheidung liege bei B.

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Signatur: EvB/B 1/3

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Cannes, 08.02.1895. – hs., 11 S. (Abschr.)

Anm.: enth. Notiz "Original des Briefes liegt bei." - Orig. nicht im Bestand MR.

Ländercode UNIMARC: XA-FR

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000008

Original: GStA PK, Sig. B2 861 E7, Bl. 21-31

B. schildert A. "rückhaltlos" seine Notlage. Aus "Dankbarkeit, aus persönlicher Anhänglichkeit und aus sachlichen Gründen" habe er bisher die Bindung an das Kochsche Institut nicht gelöst, auch wenn er habe "Concessionen" machen müssen: 1892 hätten Brieger, Kitasato und Wassermann während seines krankheitsbedingten Aufenthaltes in Wiesbaden die Früchte seiner Arbeit "zu escamotieren" versucht, Ehrlich habe während B.s Erkrankung im Winter 1893/94 mit der Diphtherie-Antitoxingewinnung begonnen. Auf Immunisierungsarbeiten bei Tuberkulose und Cholera habe B. ebenfalls verzichtet. Nun wünsche er die gleiche "Souveränität", wie sie Koch in seinem Institut habe, so dass ihm in der Serumabteilung der Höchster Farbwerke nicht hineingeredet werde. Andernfalls trete er zwecks Gewinnung von Tuberkulose-, Cholera- und Typhusantitoxin mit einer anderen chemischen Fabrik in Verbindung. Koch wolle Pfeiffer an B.s Statt in Höchst unterbringen. B.s Mitarbeiter Sanitätsrat Boer sei in Berlin nur noch geduldet, die Kräfte von Wernicke, Knorr, Ransom, von Lingelsheim und Casper lägen brach. Ihnen könne B. jedoch in "Paris, in Rom, in Genua, in Petersburg, in London, in Budapest, in Amerika" eine gute Position verschaffen. Er selbst wünsche kein von Höchst "dotirtes oder auch nur subventionirtes Institut", das ihn vom guten Willen der Farbwerke abhängig mache. Er wolle nicht "durch Pflichten der Dankbarkeit und andere[r] sentiments zu Concessionen gezwungen werden [...], die einen schädigenden Einfluß" auf seine wichtigsten Ziele ausübten. Finkler und Kossel seien sehr viel besser für eine Hygiene-Professur geeignet, und auch Buchners Ruf [nach München] habe ihn selbst bescheidener gemacht. Sein früheres Bestreben, in Berlin tätig zu werden, könne nun seinen Wunsch nach Marburg berufen zu werden "nicht mehr beeinträchtigen." Es sei noch nicht zu spät. Nach Besitz der Legitimation als preußischer Universitätsprofessor wünsche er ein ähnliches Projekt wie das Bonner [vgl. Br. Althoffs an B. vom 31.01.1895]. "Mein ceterum censeo ist nach alledem `Sobald wie möglich eine Hygienische ordentliche Professur ohne Concurrenz am gleichen Ort."

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Signatur: EvB/B 214/1

Brief an Else Spinola / Emil von Behring
Marburg, 31.10.1896. – eh., 8 S.

Briefkopf: "Prof. E. Behring Geh. Med.-Rath."

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 02-10/U-II, g/Nr. 1912/Dok. 0000001

Braut- und Liebesbrief. B. schildert seine Sehnsucht nach Else, erwähnt seine Träume und berichtet von den Vorbereitungen für ihren Umzug nach Marburg: Er habe ein Stück "Terrain" hinzugekauft, um ihr eine Reitbahn einzurichten, Reit- und Wagenpferde würden aus Höchst kommen, eine Köchin sei eingestellt, ein Blumen-Warmhaus [= Gewächshaus] werde errichtet. Die Verlegung der Laboratoriumsräume habe begonnen, von Lingelsheim, Ransom und Scholz seien eingebunden. Über eine Konferenz mit den Kollegen Kossel und Meyer wegen der Installation der elektrischen Beleuchtung im physiologischen, pharmakologischen und hygienischen Institut. Else könne an Bruder Albert [B.] schreiben und an "Alb. di Wedekind" [= Carl Albrecht Wedekind] auf Capri eine Fotografie schicken. Erwähnung Ruppels, von Lingelsheims, Frau Geheimrat R. Küster und deren Tochter, Frau Prof. Müller, in privaten Zusammenhängen.

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Signatur: EvB/B 1/244

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Capri, 25.02.1897. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (2 S.)

Briefkopf: "Prof. E. Behring Geh. Med.-Rath."

Ländercode UNIMARC: XA-IT

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000890a

Stichwortartige Antwort in sachlichem Ton auf zwei Briefe W.s [nicht erhalten], vermutlich zu dessen beruflicher Zukunft. B. erwähnt Kontakt mit Althoff, Arndt rücke in eine "etatsmäßige Stelle" ein. Weiterhin zur "Angelegenheit betr. Woodhead"; B.s Pläne bezüglich der hygienischen Abteilung des Instituts und W.s Stellung in demselben; zum Vorwurf der Herrschsüchtigkeit W.s. B. habe auf verschiedene Briefe W.s nicht geantwortet, da sie ihm "aus einer passageren Stimmung heraus geschrieben zu sein" schienen. B.s "Besprechungen in Berlin" hätten dazu geführt, dass W.s Stellung in Marburg sich wie geplant entwickele. - Grüße an Knorr, Ransom, Lingelsheim und Ruppel sowie auch an die Kollegen Prof. [Hans Horst oder Arthur ?] Meyer und Kossel (betreffend "die elektrische Anlage in unserem Institut"). Scholz lasse ihn mit seinen regelmäßigen Berichten im Stich. Verbindliche Grußadresse ("bleibe gut Deinem alten Freund EB.")

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Signatur: EvB/W 46

Versuchsnotizen zu Tetanus und Tuberkulose, Frauenmilch, Perhydrasemilch / [Emil von Behring]
[o.O.], 1898; 1899; 1900; 1906. – Ms. m. zahlr. eh. Streichungen u. eh. Korr., 116 S. (gbd.)

Titel fingiert

Alte Signatur: 08-04/T-II, f/Nr. 1141

Gebundene Kladde mit Notizen und Entwürfen zu Tetanus, Tuberkulose, Diphtherie und Milchkonservierung. Zahlreiche Briefentwürfe. - Versuchsanordnungen für Meerschweinchenversuche mit Tetanustestgift. Manuskript zur "antitoxischen Kraft"; Liste über getrocknete Organpräparate wie Gehirn, Leber, Rückenmark, Milz und Lunge aus Pferd, Ochse, Ziege, Gans, Kaninchen und Meerschweinchen. Manuskript vom 20.08.1899 über Pferdeblutserum ("Das Verhalten von Pferden inbezug auf den zur Unschädlichkeitmachung des subcutan inficirten Tetanusgiftes erforderlichen Antitoxingehalt des Blutes"). - Briefentwurf an Miniserialdirektor Otto Naumann vom 26.08.1899, betreffend Schilderung der "Marburger Angelegenheiten" wie Pferderotz (Bezugnahme auf B.s Vortrag vor dem tierärztlichen Kongress in Baden-Baden), Tuberkulose, den Bau eines "Sanatoriums für Tuberkulosekranke", die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Franz Adickes anlässlich der Eröffnungsfeier des Frankfurter Instituts für experimentelle Therapie. - Manuskript "Das Diphtherieantitoxin und seine quantitativen Beziehungen zum, Diphtheriegift (17.09.1899). "Decanatsangelegenheiten, u.a. zu F. König und A. Kossel (16.10.1900). Briefentwurf an Althoff vom 15.02.1906 zum Bovovaccin und der Konkurrenz mit Koch und Schütz [vgl. Antwortbrief Althoffs vom 21.02.1906, EvB/B 3/33]. - Milchuntersuchung. Analyse von Frauenmilchproben. Briefentwurf an Saturnin Arloing vom 02.03.1906 [evtl. Antwort auf Arloings Brief vom 25.01.1906, EvB/B 6/5]. Briefentwurf an Friedrich Löffler vom 16.03.1906 zum Tod von dessen Frau, Erinnerung an die Reise nach Lissabon und Paris (1898) [vgl. Antwortbrief Löfflers vom 25.03.1906, EvB/B 95/9]. Briefentwurf an Wernicke vom 19.03.1906 [vgl. Negativkopie und Regest des Briefes vom 19.03.1906, EvB/B 1/270]. Notiz vom 23.03.1906: "Patent auf Tuberkulase-Verfahren". Notizen zu einem Vortrag in Lissabon über Rindersterblichkeit und Tuberkulose. Notizen zum Thema "Das Wunder, die Bewunderung und der Glaube", 26.03.1906. Über die Kochschen Tuberkelbazillen, über Lebertkörperchen, Zeichnung des Faradayschen Kondensators (22.05.1906). Notizen zu Tulase und zur Tuberkulosetherapie ("Das Überempfindlichkeits-Problem", 15.06.1906), "Nosotherapie" (11.06.1906). "Jennerisation, Mithridatismus und Serumtherapie" (12.08.1906). - Letzte datierte Einträge am 18.08.1906, "Anerkennung der Calmette'schen Versuchsergebnisse" und "Fragen an Vallée", und am 20.08.1906 zur Wirkung der Pasteurisation.

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Signatur: EvB/B 1/92

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 29.09.1898. – Transkr., 1 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Br. erwähnt bei Zeiss / Bieling (1941), S. 229

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000473

B. freut sich auf den Besuch von Roux. Wegen seiner geringen Französischkenntnisse nutzt B. sowohl seine Frau als auch Metschnikoff als Kontaktpersonen. Mit Roux wolle er unter anderem Höchst besichtigen (darin die "Koch'sche Tuberkulosegiftfabrikation, Löffler's Maul- und Klauenseuchevakzination, Schütz und Voges' Schweinerotlaufbehandlung, dann die landwirtschaftlichen Versuche zur Beförderung des Leguminosenwachstums durch die Knöllchenbakterien".) B. wolle Roux mit Kossel und dem Physiologischen Institut bekannt machen und ihn über Ruppels Arbeiten an Tuberkelbazillen ("über die Grundkörper im Eiweiss", Chemie der Tuberkelbazillen, Nachweis eines spezifisch giftigen Protamin - "Tuberkulosamin" - und nukleinsauren Protamin sowie Nukleinsäure) informieren. Übersendet einen "unkorrigierten [Wort unterstrichen] Abzug" seiner demnächst in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" erscheinenden Arbeit [= "Thatsächliches, Historisches und Theoretisches aus der Lehre von der Giftimmunität", in: Deutsche Medizinische Wochenschrift vom 20.10.1898, Nr. 42, 661-666.]. Dankt für Vorschlag und Anfrage, das Tuberkulosereferat 1900 in Paris zu übernehmen.

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Signatur: EvB/W 50

Rede zur Verabschiedung Albrecht Kossels / [Emil von Behring]
[Marburg], [1900/01]. – Typoskr. m. eh. Korr. u. eh. Erg., 2 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/K-I/Nr. 1037

Redetyposkript zur Verabschiedung Albrecht Kossels, der 1901 als Nachfolger Hermann von Helmholtz' an die Universität Heidelberg wechselte. "Auch wenn es dem preußischen Kultusminister und der Fakultät gelungen wäre, Sie diesesmal noch an Marburg zu fesseln, so wäre das doch nichts anders gewesen, als ein kleiner Aufschub des Trennungsschmerzes. [...] wir müssen uns begnügen mit der Gefühl der Genugthuung, dass Sie uns eine Reihe von Jahren angehört haben, innerhalb welcher auf Marburger Boden die Keime emporgesprossen sind, aus denen [...] ähnlich herrliche Früchte sich entwickeln werden, wie aus dem, was Bunsen gleichfalls hier in Marburg und was Liebig in der Nachbar-Universität Giessen gedacht und geschaffen haben. Marburg ist als Stadt und als Universität zu klein, um speciell für die Docenten der eine breite Operationsbasis fordernden medicinischen Disciplinen in der Regel etwas anderes zu sein, wie eine Durchgangsstation". Behring prophezeit K. eine ruhmvolle Zukunft und versichert ihm, ihn auch nach dem Weggang weiterhin als "unseren" Kossel zu betrachten.

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Signatur: EvB/B 196/7

Brief an das Behring-Archiv, Marburg, Alexander von Engelhardt / IG-Farbenindustrie-Aktiengesellschaft, Carl Ludwig Lautenschläger
[Frankfurt a. M.], 14.02.1941. – masch., 1 S. + 1 Beil.

Briefkopf: "I.G. Höchst Chem.-Pharmazeutische u. Sero-Bakteriologische Abteilung"

Beil. (masch., 12 S.) : "Zur Geschichte der Serum-Darstellung in den Farbwerken": Koch habe mit dem Tuberkulin eine "neue Art von Medikamenten eingeführt", [Edwin] Klebs (damals Zürich) dann aus dem Tuberkulin das "Tuberculocidin" entwickelt, was ab 1891 von Höchst hergestellt wurde (Vertrag am 20.05.1892). Die Erkenntnis, "dass der Verlauf einer Infections-Krankheit durch spezifische bacter. Produkte sich beeinflussen" ließe, sollte, anknüpfend an das in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift" publizierte Referat von Behring und Wernicke zur Untersuchungbetreffend die "Immunisirung und Heilung von Versuchsthieren bei der Diphtherie"auf die Bekämpfung der Diphtherie übertragen werden. Im Antwortbrief Behrings vom 09.05.1892 auf die Anfrage Laubenheimers vom 06.04.1892 kündigt Behring einen Besuch in Höchst an, der am 14.05.1892 stattfand. Zu den Schwierigkeiten eines Vertragsabschlusses mit einem den vorgesetzten Behörden verpflichteten Stabsarzt. Einbindung von Colers, dem der Vertragsentwurf vom 16.07.1892 durch Behring zugesandt wurde. - Wiedergabe des Vertrags vom 25.09.1892 zur "Gewinnung von Diphtherie-Heilserum nach dem von Herrn Dr. Behring ausgearbeiteten Verfahren" in sieben Absätzen (Vertagslaufzeit 01.07.1892 bis 30.06.1897, unterzeichnet von Laubenheimer und Reverdy, 20.12.1892). Schilderung der weiteren Zusammenarbeit mit Behring: Geldzahlungen und weitere finanzielle Forderungen vonseiten Behrings zur Fortsetzung der Versuche; offene Fragen zur Wirksamkeit des Diphtherieserums bei Menschen (mögliche Überprüfung in Heubners Kinderklinik in Leipzig bzw. im Institut für Infektionskrankheiten in Berlin bie Koch); Zusammenschluss mit Ehrlich zwecks Klärung der Antitoxinfrage und Verwertung der Milch immunisierter Tiere; Auseinandersetzung mit Aronson; Bestätigung der Heilwirkung des Diphtherieserums durch Ehrlich, Kossel und Wassermann im April 1894 und Bau der Serumanstalt; Verkauf des Serums mit unterschiedlich hohen Antitoxineinheiten ab August 1894; Roux und Heubner berichten im September 1894 beim Kongress in Budapest über Heilerfolge; Diskussion in der Öffentlichkeut, auch in politischen Zeitschriften; darauf folgend Wunsch des Staates nach eigener Produktion; Gewinn der Farbwerke 1894: 444200,00 Mark; Hoffnung auf Übertragung des Prinzips der Heilserumherstellung auf Tuberkulose, Streptokokken, Tetanus, Cholera mit nachfolgender Einrichtung einer bakteriologischen Versuchsabteilung, Plan einer Einrichtung eines bakteriologischen Instituts in Marburg und Absicherung vonseiten Höchst "auf den Fall, dass wir mit Behring auseinanderkommen könnten"; keine praktisch verwertbaren Resultate mit Ausnahme des Tetanusserums. Zweiter Vertrag mit Behring im Juli 1895 mit der Verpflichtung Behrings, "anderen nicht bei der Herstellung des Diphtherie-Serums behilflich zu sein"; weitere Zahlung an Behring 1895 Errichtung der später in Frankfurt stationierten Kontrollstation in Steglitz unter Leitung Ehrlichs. Dritter Vertrag mit Behring 1899 und nachfolgende Auseinandersetzung um die Qualität der Diphtheriegifte (Vergleich mit Libbertz). Verweis auf Brief Behrings an von Brüning (14.04.1903, Angebot eines 800fachen Serums); Laubenheimer informiert Althoff über Vorgänge am 27.02.1904. "So ist denn nun der Bruch unvermeidlich geworden und die nächste Consequenz davon wird sein, dass nach dem 1. Juli d. Js. der Preis des Diphtherie-Serums einen starken Rückgang erfahren wird, der natürlich auch bei uns seine Folgen äussert." Laubenheimer habe öfter damit gerechnet, "dass ein Zusammengehen mit Behring nicht mehr möglich sei"; mit Rücksicht auf den Verdienst habe er aber den Zeitpunkt hinausschieben wollen.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045a/Dok. 0000678b

Höchst übersendet die Abschrift der von Laubenheimer 1904 verfertigten Übersicht "Zur Geschichte der Serum-Darstellung in den Farbwerken" sowie einen Schriftwechsel von Laubenheimer mit Behring vom 06.04.1892. Hinweis auf den "Beschluss der Farbwerke aus dem Jahre 1893" Rücksprache von Laubenheimer mit Libbertz, Heubner und anderen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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