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4 Einträge zu preussen / ministerium der geistlichen und unterrichtsangelegenheiten [-49, 1911-18-] BEHANDELTE KOERPERSCHAFT
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-07-04 23:17)


Signatur: EvB/B 192/109

Brief an das Preußische Kriegsministerium / Carl Siebert
Marburg, 11.08.1914. – masch. m. eh. Unterschrift, 6 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1526

Bezugnahme auf ein Schreibens des Kriegsministeriums von 08.08.1914 mit Wiedergabe eines daraufhin abgeschickten Telegramms an die Medizinal-Abteilung des Kriegsministeriums: Der Cholera-Impfstoff könne nicht geliefert werden, "weil die erbetene Erlaubnis zur Benutzung des zur Gewinnung von Cholera-Kulturen in grossen Mengen hier einzig und allein geeigneten Pestlaboratoriums vom Kultusministerium noch aussteht". - Im Folgenden Erläuterung der Sachverhalte: Da eine Cholerainfektion unter den Angestellten der Behringwerke zur Schließung der Produktionsstätte geführt hätte, habe man das Pestlaboratorium des Hygienischen Instituts, "in welchem ausschliesslich mit gefährlichen Ansteckungsstoffen gearbeitet wird und welches in allen seinen Einrichtungen für die Aufnahme der Herstellung von Cholera-Impfstoff wie geschaffen erscheint", als Produktionsort vorgeschlagen. Behring habe die Nutzung dieses Labors direkt beim Kultusminister [= August von Trott zu Solz] beantragt und dabei auch mitgeteilt, dass das ganze Personal des Instituts "militärisch einberufen" sei. - Informationen über die Marburger Forschungen zu Infektionskrankheiten ("gerade in der gegenwärtigen Kriegslage vielleicht nicht unwichtige Sachen"), Typhus (Arbeiten [Hugo?] Niepraschks) und Druse. Behring bitte um die Übersendung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters; für geeignet halte er Stabsarzt Dr. Eckert, mit dem er bereits zusammengearbeitet habe. Eckert wäre in der Lage, "die jetzt zum Abschluss gekommenen wissenschaftlichen Untersuchungen über Behring's neues Diphtherie Schutzmittel T A in die grosse Praxis und speziell in die militärärztliche Praxis überzuführen." Zudem solle Eckert die militärärztliche Verwendbarkeit eines Blutstillungsmittels Styptin untersuchen. Auch andere Produkte wie das Wasserstoffsuperoxyd und Hepin zur Wassersterilisation und Milchkonservierung könnten auf ihre "Brauchbarkeit für Kriegszwecke geprüft werden".

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Signatur: EvB/B 192/111

Brief an Carl H. Cremer / [Carl Siebert]
[Marburg], 13.08.1914. – masch., 3 S. (Durchschlag)

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293/Dok. 0000962/37

Über Kontakte zum Kriegsministerium betreffend Herstellung und Lieferung verschiedener Impfstoffe (Cholera, Diphtherie). Vom Kultusminister [= August von Trott zu Solz] sei die Erlaubnis für Benutzung des so genannten Pestlaboratoriums eingelaufen. Behring werde die Güte des Choleraimpfstoffs durch entsprechende Publikation in der "Medizinische Wochenschrift" "in's richtige Licht setzen" [nicht erfolgt]. Abnehmer ließen sich durch Vermittlung von Behrings Schwager in Hannover [= Wilhelm Schumburg, Generalarzt und Leiter der Medizinalverwaltung des hannoverschen Armeekorps] sowie durch die Einführung der Schutzimpfung in Kadettenhäusern, beispielsweise dem Karlsruher, in welchem sich Behrings Sohn [= Hans] aufhalte, auftun. Hinweis auf einen Prospekt über Schutzmittel, dessen bunte Tafeln die Impfreaktionen darstellten.

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Signatur: EvB/B 192/317

Brief an August Strube, Deutsche Nationalbank / Bruno Friling
Marburg, 26.11.1915. – masch. m. eh. Unterschrift u. Korr., 2 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1527

Im Auftrag Behrings berichtet F., dass dessen Verhandlungen [nicht ausgeführt] mit dem Kultusministerium, dem Ministerium des Innern und dem Landschaftsministerium vor dem Abschluss stünden. Am 04.12.1915 sei Behring nicht in Berlin, er lade die Mitglieder des Aufsichtsrats zur Aufsichtsratsitzung und zur Feier nach Marburg ein. - Zu den Feierlichkeiten (Marmorbüste Behrings, Portraitmedaillons). - Zu den Themen der Aufsichtsratsitzung: Gewinnverteilung, Verwendung der Kriegsgewinnsteuer für die Begründung einer Futterhefefabrik. Bezugnahme auf einen Brief des Geheimen Oberregierungsrats Müller, Dezernent des Kriegsausschusses für Ersatzfutter, zu einer Konferenz unter Teilnahme Delbrücks, Behrings und des Kriegsausschusses,. - Über Maßnahmen zur Einführung des Immunserums und des "TA-Impfstoffes" [= Diphtherie-Schutzmittel]; über von Schjerning könne auch Seine Majestät "in Bewegung gesetzt werden".

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Signatur: EvB/B 192/373

Brief an Ernst Moro / Behringwerke, [Emil von Behring?]
Marburg, 01.02.1916. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Briefkopf: "Behringwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Bremen und Marburg/Lahn"

Absender nicht eindeutig identifizierbar, evtl. Emil von Behring.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1039/Dok. 0000421a

B. [?] dankt für das freundliche Schreiben vom 29.01.1916, aus dem er entnehme, "dass Erscheinungen einer Serumkrankheit nach der Behandlung mit meinem neuen Serum nicht eingetreten sind". - Nachfrage, ob sich unter den Kindern welche mit Pferdeserum vorbehandelte befänden bzw. ob es sich um erstmalige oder wiederholte Seruminjektion handele. Für die Präventivbehandlung empfehle er sein "'TA' Mittel" [= Diphtherie-Schutzmittel] und eine kombinierte Behandlung, wie sie auch Professor Kolle in Serbien anwende. Er lege seinem Brief zwei Abschriften von Berichten an den Kultusminister [= August von Trott zu Solz] und den Minister des Inneren [= Friedrich Wilhelm von Loebell], welche die kombinierte Behandlungsmethode fördern wollen, bei [nicht vorhanden] und hoffe, M. möge "an der so wichtigen Aufgabe der Diphtherietilgung nach dem Muster der Pockenbekämpfung sich aktiv beteiligen".

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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