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4 Einträge zu preussen / ministerium des innern [-1934-] BEHANDELTE KOERPERSCHAFT
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2021-12-02 01:03)


Signatur: EvB/B 194/114

Brief an William Söder / [Carl Siebert]
[Marburg], 10.07.1914. – masch. m. eh. Korr., 2 S. (Durchschlag)

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Kurze Mitteilungen über das Gutachten Auths, über die Flaschenlieferung durch Kaempfe, über Flaschenverschlüsse (Gummistopfen oder Kork), über ein Schreiben des Ministeriums des Inneren [Inhalt unbekannt], über die Vorräte an Diphtherieschutzserum, über ein Schreiben der Firma Diederichsen [Inhalt unbekannt], über den von Behring geäußerten Plan einer baldigen Aufsichtsratssitzung. - Privates (Einladung an Söder, beim Besuch in Marburg bei Familie Siebert zu wohnen und auch an einer Gesellschaft teilzunehmen).

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Signatur: EvB/B 192/317

Brief an August Strube, Deutsche Nationalbank / Bruno Friling
Marburg, 26.11.1915. – masch. m. eh. Unterschrift u. Korr., 2 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1527

Im Auftrag Behrings berichtet F., dass dessen Verhandlungen [nicht ausgeführt] mit dem Kultusministerium, dem Ministerium des Innern und dem Landschaftsministerium vor dem Abschluss stünden. Am 04.12.1915 sei Behring nicht in Berlin, er lade die Mitglieder des Aufsichtsrats zur Aufsichtsratsitzung und zur Feier nach Marburg ein. - Zu den Feierlichkeiten (Marmorbüste Behrings, Portraitmedaillons). - Zu den Themen der Aufsichtsratsitzung: Gewinnverteilung, Verwendung der Kriegsgewinnsteuer für die Begründung einer Futterhefefabrik. Bezugnahme auf einen Brief des Geheimen Oberregierungsrats Müller, Dezernent des Kriegsausschusses für Ersatzfutter, zu einer Konferenz unter Teilnahme Delbrücks, Behrings und des Kriegsausschusses,. - Über Maßnahmen zur Einführung des Immunserums und des "TA-Impfstoffes" [= Diphtherie-Schutzmittel]; über von Schjerning könne auch Seine Majestät "in Bewegung gesetzt werden".

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Signatur: EvB/B 192/373

Brief an Ernst Moro / Behringwerke, [Emil von Behring?]
Marburg, 01.02.1916. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Briefkopf: "Behringwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Bremen und Marburg/Lahn"

Absender nicht eindeutig identifizierbar, evtl. Emil von Behring.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1039/Dok. 0000421a

B. [?] dankt für das freundliche Schreiben vom 29.01.1916, aus dem er entnehme, "dass Erscheinungen einer Serumkrankheit nach der Behandlung mit meinem neuen Serum nicht eingetreten sind". - Nachfrage, ob sich unter den Kindern welche mit Pferdeserum vorbehandelte befänden bzw. ob es sich um erstmalige oder wiederholte Seruminjektion handele. Für die Präventivbehandlung empfehle er sein "'TA' Mittel" [= Diphtherie-Schutzmittel] und eine kombinierte Behandlung, wie sie auch Professor Kolle in Serbien anwende. Er lege seinem Brief zwei Abschriften von Berichten an den Kultusminister [= August von Trott zu Solz] und den Minister des Inneren [= Friedrich Wilhelm von Loebell], welche die kombinierte Behandlungsmethode fördern wollen, bei [nicht vorhanden] und hoffe, M. möge "an der so wichtigen Aufgabe der Diphtherietilgung nach dem Muster der Pockenbekämpfung sich aktiv beteiligen".

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Signatur: EvB/L 243

Brief an Otto von Schjerning / Emil von Behring
Marburg, 03.02.1916. – masch, 1 S. (Abschr.) + 2 Beil.

Beil. 1 (Dr., 2 S. (Abschr.)): Begleitschreiben zu einem beiliegenden Bericht über B.s neue vorbeugende Diphtheriebekämpfungsmethode, die nur durch Unterstützung durch die Medizinalabteilung des Ministeriums des Inneren zum Erfolg führen könne. Unterweisung in die Technik biete Bs. früherer Mitarbeiter Kleinschmidt, jetzt Assistent an der Kinderklinik der Charité unter [Adalbert] Czerny, an [vgl. Brief Kleinschmidts an B. vom 25.11.1915, EvB/B 73/2]. Bericht über eine mehrstündige Konferenz mit Stadt-Medizinalrat Weber und den Direktoren städtischer Krankenhäuser, Baginsky und Klemperer mit dem Ergebnis, dass nur ein Eingreifen des Ministeriums des Innern die Schwierigkeiten bei der Einführung der neuen Methode der Diphtheriebekämpfung beheben könnte. Zur unentgeltlichen Abgabe seines Impfstoffes "T.A." sei B. bereit.

Beil. 2 (Dr., 3 S. (Abschr.)): Vorbeugende Diphtheriebekämpfung: Darstellung der von B. entwickelten neuen Methode der Diphtherieverhütung. Diese ermögliche ähnliche Erfolge wie Jenners Pockenschutzimpfung und die antitoxische Tetanusprophylaxe "seit ihrer zielbewußten Handhabung durch die Medizinalabteilung des Kriegsministeriums im jetzigen Kriege". Nach B.s Empfehlung werde das von deutschen Serumproduzenten gelieferte Tetanusserum in erster Linie "für die prophylaktische Behandlung" verwandt. Die befürchtete Anaphylaxiegefahr sei gering, da die "Proteïndosis vom Diphtherieserum viel kleiner ist, wie [sic!] die in 10 bis 20 Antitoxineinheiten enthaltene Proteïnmenge vom Tetanusserum". Für die Überprüfung des prophylaktischen Wertes des Diphtherieschutzmittels biete die gegenwärtig in Berlin herrschende Diphtherie-Edpidemie eine gute Gelegenheit. - Ausführliche Beschreibung der Zusammensetzung des Impfstoffes "T.A." [= Diphtherie-Toxin und Diphtherie-Antitoxin], der Methode und der zum Einsatz kommenden Dosis. Die Statistik biete den Beweis für die Wirksamkeit. Leider seien die Versuche in Hamburg und Magdeburg sowie in Norwegen und Holland durch den Krieg unterbrochen worden. Aus verschiedenen Gründen setze die "T.A."-Schutzimpfung zwar die prozentuale Morbiditätsziffer herab, annulliere jedoch nicht die Morbidität. Wenn, wie B. vorschlage, "die Schulkinder bis zu 14 Jahren einigermaßen lückenlos nach meiner kombinierten Methode schutzgeimpft werden, [und die Morbidität] um das Fünffache herabgedrückt wird", dann werde das Ergebnis "zu ausgedehnterer Anwendung ermuntern und schließlich vielleicht zur obligatorischen Durchführung gebracht".

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1271

Zur Diphtherieschutzimpfung. B. dankt für die in Aussicht gestellte Unterstützung bei seinem Plan, "die Diphtherie als Volkskrankheit nach dem Vorbild der Pockenimpfung präventiv zu bekämpfen". Von Ministerialdirektor Kirchner habe er trotz der Befürwortung durch den Kultusminister [= August von Trott zu Solz] und Unterstützung vonseiten Baginskis und Klemperers keine Hilfe zu erwarten.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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