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3 Einträge zu aschoff, ludwig [1866-1942] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-26 00:12)


Signatur: EvB/B 1/11

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 19.11.1905. – eh., 4 S. (Kopie)

Hs. Notiz von Althoff, vermutl. Bleistift ("Exz. von Behring [...] Ganz ergebenst Althoff 3/12".)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000032

Original: GStA PK

Herzlichsten Dank für Brief aus Kissingen, der B. Beweis sei "für Ihr mir überaus werthvolles Vertrauen zu meinen tuberkulosetherapeutischen Arbeiten". - B. wünscht A. Gesundheit, auch im Interesse von "Preußens Hochschulen" und "aller aufwärts strebenden Persönlichkeiten innerhalb unserer Naturwiss.- und Medicinalwesens". - Er entfaltet ein "Bouquet" von Wünschen: 1) Da er von seinen experimentellen Arbeiten in Marburg, dem Pariser Pasteur-Institut sowie den veterinärärztlichen Instituten in Alfort (Vallée) und Lyon (Arloing) absorbiert sei und die Zusammenarbeit mit Krehl (Straßburg) intensiviert habe, bittet er um die Besoldung von Dr. Morawitz mit dem Gehalt eines gehobenen Assistenten. Morawitz sei "hervorragend gut auf physiologischen Gebiet"; er bewähre sich so gut, dass B. ihm die Aufgaben eines Instruktors der bei B. angemeldeten "Kursisten" zugedacht habe. - 2) Außer Küttner, Aschoff und Disse finde B. für seine Arbeiten nicht "die so sehr wünschenswerthen ergänzenden Persönlichkeiten". Beim eventuellen Weggang Brauers käme für die medizinische Klinik vielleicht Krehl in Frage, der mit B. zusammenarbeiten würde und in der Fakultät beste Aufnahme fände. - 3) Zum Ausbau seines Programms zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit und der "tuberkulösen Erst-Infektionen" sei die Mitarbeit eines guten Kinderarztes unentbehrlich. Sollte sich Heubners Assistent Salge bewähren, käme er vielleicht als Mitarbeiter in B.s Programm in Betracht. Dadurch würde an die Traditionslinie Rumpf, Fr. Müller, Krehl und Romberg angeknüpft. - 4) Er möchte Ehrlich sehr gerne "für die tuberkulose therapeutischen Arbeiten gewinnen", habe jedoch wegen des alten Streits mit Ehrlichs Mitarbeiter Aronson um das Diphtherieserums davor zurückgeschreckt. A. wünscht ein persönliches Zusammentreffen mit Ehrlich, A. solle nun eine "Brücke schlagen" zwischen beiden wie 1904 in Nordhausen (vgl. Brief B.s an Althoff vom 30.08.1903). - Die Erfüllung der Wünsche dieses "Weihnachts-Wunschzettels" helfe vielleicht bei der "Lösung der wichtigsten medicinischen Probleme". PS (auf S. 1): Das A. gewidmete Heft der "Phthisiologischen Probleme" [= vermutl.: "Moderne phthisiogenetische und phthisiotherapeutische Probleme in historischer Beleuchtung", Marburg: Selbstverlag, 1905] werde von B.s französischen Freunden übersetzt, die französische Ausgabe erscheine womöglich zeitgleich mit der deutschen, die möglicherweise ergänzende Angaben über B.s neue "tuberkulosetherapeutische Methode" enthielte.

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Signatur: EvB/B 1/116

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 30.12.1906. – Fotoabzug [unvollständig], eh., 2 S., Transkr. (2 S.) + 1 Beil.

Briefkopf: "EvB / Villa Behring / Marburg/ Lahn"

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000511

Privates (Neujahrsgrüße, zur Taufe des Patenkindes Elie Karl Emil, das mit Immunmilch ernährt werde und prächtig gedeihe. Er werde, "wenn Gott ihn groß werden läßt, das erste der Immunmilchkinder sein"). - Mitteilungen zu den Tulaselactinarbeiten. Bald schon könne er auch eine serumtherapeutische Tuberkulosebekämpfung für gesichert halten. Nun gehe er auch noch unter die "Geschwulstforscher": "Es ist mir gelungen, mit Hilfe von Tuberkulosederivaten (in Gestalt von homöopathischen Verreibungen) multiple Sarkome bis zur Hühnerei-Größe bei Kaninchen zu erzeugen und ihre Abstammung von lymphozytären Keimzentren wahrscheinlich zu machen." [Satz unterstrichen]. Auch im Marburger Institut für pathologische Anatomie (früher Aschoff, jetzt unter der Leitung von Prof. Beneke) wolle er "diese Kunst der experimentellen Geschwulsterzeugung heimisch machen". - Einen Antrag auf Überprüfung seines Tulaselactins durch Ehrlich habe dieser abgelehnt. Ob M. ein Votum zu B.s Tuberkulosemittel und insbesondere dessen Konservierung abgeben könne? Möglicherweise käme B. zur Klärung nach Paris. In Tübingen diskutiere er darüber mit Baumgarten. - Hinweis auf die ersten Hefte der B.werk-Mitteilungen.

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Signatur: EvB/B 1/62

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Marburg, 30.12.1906. – eh., 4 S. (Foto)

Briefkopf: "EvB Villa Behring Marburg / Lahn"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000282

Privates, so über Heubners Patenkind, den 1906 geborenen Emil. - Seine "Tulase-lactin-Arbeiten" hielten B. in unausgesetzter Erregung. Es sei ihm gelungen "mit Hilfe von Tuberkulose-Derivaten in Gestalt von homöopathischen Vereibungen multiple Sarcome bis zu H...Größe bei Kaninchen zu erzeugen und ihre Abstammung von lymphocytären Keimcentren wahrscheinlich zu machen. [Satz unterstrichen] Ich will jetzt diese Kunst der experimentellen Geschwulsterzeugung in unserem Marburger Institut für pathologische Anatomie heimisch machen, wo anstelle von Aschoff Prof. Beneke, ein mir bis jetzt recht sympathischer Kollege, die Direktion übernommen hat. Beim Kultusministerium habe B. die Tulaselactinprüfung durch Ehrlich in Frankfurt beantragt, Ehrlich habe jedoch abgelehnt.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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