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6 Einträge zu behring, emil karl [1906-1970] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2021-12-01 18:54)


Signatur: EvB/B 1/114

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 10.10.1906. – Transkr., 2 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000508

B. bittet M. um Unterstützung gegen die im "Matin" lancierte Volksabstimmung zur Ablehnung der Perhydrasemilch. Die falschen Informationen speisten sich nicht aus Originalarbeiten B.s, sondern aus Broschüren zu Tulase, Bovovaccin und Perhydrasemilch. Entgegnung zu den Vorwürfen Variots: Perhydrasemilch sei nicht mit den französischen Wasserstoffsuperoxydmilch-Ernährungsversuchen zu vergleichen; B.s Formalinmilchernährungsversuche seien kein "Fiasko", sondern "sehr gut gelungen". Der Vorwurf, B. kenne die französischen Arbeiten nicht, sei unhaltbar (Verweis auf Vortrag vom 08.02.1906 vor dem Deutschen Landwirtschaftsrat, Publikation in Heft 11 der "Beiträge zur experimentellen Therapie"). - Im Übrigen wolle B. Variot nicht auf die gleiche Stufe wie Maragliano, Bernheim und Gautier stellen. - Privates: M. solle zum Patenonkel von Sohn Emil ernannt werden.

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Signatur: EvB/B 1/116

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 30.12.1906. – Fotoabzug [unvollständig], eh., 2 S., Transkr. (2 S.) + 1 Beil.

Briefkopf: "EvB / Villa Behring / Marburg/ Lahn"

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000511

Privates (Neujahrsgrüße, zur Taufe des Patenkindes Elie Karl Emil, das mit Immunmilch ernährt werde und prächtig gedeihe. Er werde, "wenn Gott ihn groß werden läßt, das erste der Immunmilchkinder sein"). - Mitteilungen zu den Tulaselactinarbeiten. Bald schon könne er auch eine serumtherapeutische Tuberkulosebekämpfung für gesichert halten. Nun gehe er auch noch unter die "Geschwulstforscher": "Es ist mir gelungen, mit Hilfe von Tuberkulosederivaten (in Gestalt von homöopathischen Verreibungen) multiple Sarkome bis zur Hühnerei-Größe bei Kaninchen zu erzeugen und ihre Abstammung von lymphozytären Keimzentren wahrscheinlich zu machen." [Satz unterstrichen]. Auch im Marburger Institut für pathologische Anatomie (früher Aschoff, jetzt unter der Leitung von Prof. Beneke) wolle er "diese Kunst der experimentellen Geschwulsterzeugung heimisch machen". - Einen Antrag auf Überprüfung seines Tulaselactins durch Ehrlich habe dieser abgelehnt. Ob M. ein Votum zu B.s Tuberkulosemittel und insbesondere dessen Konservierung abgeben könne? Möglicherweise käme B. zur Klärung nach Paris. In Tübingen diskutiere er darüber mit Baumgarten. - Hinweis auf die ersten Hefte der B.werk-Mitteilungen.

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Signatur: EvB/B 1/62

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Marburg, 30.12.1906. – eh., 4 S. (Foto)

Briefkopf: "EvB Villa Behring Marburg / Lahn"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000282

Privates, so über Heubners Patenkind, den 1906 geborenen Emil. - Seine "Tulase-lactin-Arbeiten" hielten B. in unausgesetzter Erregung. Es sei ihm gelungen "mit Hilfe von Tuberkulose-Derivaten in Gestalt von homöopathischen Vereibungen multiple Sarcome bis zu H...Größe bei Kaninchen zu erzeugen und ihre Abstammung von lymphocytären Keimcentren wahrscheinlich zu machen. [Satz unterstrichen] Ich will jetzt diese Kunst der experimentellen Geschwulsterzeugung in unserem Marburger Institut für pathologische Anatomie heimisch machen, wo anstelle von Aschoff Prof. Beneke, ein mir bis jetzt recht sympathischer Kollege, die Direktion übernommen hat. Beim Kultusministerium habe B. die Tulaselactinprüfung durch Ehrlich in Frankfurt beantragt, Ehrlich habe jedoch abgelehnt.

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Signatur: EvB/L 259

Tagebuch 1912 - 1916 / Emil von Behring
[verschiedene Orte], 01.01.1912-24.04.1916. – eh., 299 S. (geb.), 2 S. lose

Das am 01.01.1912 beginnende Tagebuch verzeichnet Eintragungen B.s aus den Jahren 1912 bis 1916, wobei für jeden Tag, beginnend mit dem 1. Januar, eine Seite vorgesehen ist. B. notiert Witterungsverhältnisse (Luftdruck, Temperatur), Tätigkeiten und Begegnung, Korrespondenzen, kulturelle Aktivitäten wie Theaterbesuche oder Lektüren, Reisen, gesundheitliche Zustände, Vertragsabschlüsse, politische Ereignisse und Familiäres. Die mit "Notizen" überschriebenen Seiten im Anhang (insgesamt 20 S.) beinhalten Lektüreaufzeichnungen und Exzerpte sowie Stichpunkte zu einer "Auto-Biographie" (6 S.) mit einer Liste über "Aufgaben, Ziele und Lebensentscheidungen". Wegen des Umfangs und der zahlreichen Namensnennungen können die Einträge nur in Auswahl wiedergegeben werden. Sie sind von Monat für Monat, nicht von Jahr für Jahr verzeichnet.

Mit Eintragungen von Fritz von Behring am 04.05.1920 und 09.05.1920.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

01.01.1912: "Brief an Thieme wegen 'Einführung'". 01.01.1914: Arbeitsvorbereitungen betreffend Diphtherie-Schutzmittel und -Heilserum, Tulase, Saponin, Tuberkulosestämme, Hepin, Beteiligte: Schlossberger, Willemer und Siebert. 04.01.1916: "Rückkehr aus München (Neckel - Ruppel) mit Frau u. 5 Jungen". 15.01.1912: "Brief an Celli u.v. Lingelsheim". 20.01.1914: "Brief an Dr. Soeder - Bremen wegen G.m.B. 'Behringwerke' Bremen - Marburg". 23.01.1912: "Brief an Hirschwald wegen 'Einführung'". 27.01.1912: "Budde-Gespräch". 16.02.1913: Treffen mit Graf Schwerin und Frau im Berliner Hotel Adlon. 18.02.1914: Vorvertrag zwischen Behring, Siebert und Söder. 11.03.1912: Besuch des Theaterstücks 'Gudrun' von Ernst Hardt im Lessingtheater [Berlin]. 15.03.1915: In Bremen in Hillmann's Hotel, Diner mit Freudenberg. 20.03.1912: Versand von ungebundenen Büchern an Mecnikov und Dieudonné. 24.03.1912 bis 04.04.1912 in Paris; Besichtigung der Sehenswürdigkeiten, Theaterbesuche, mehrere Treffen mit Mecnikov, Roux und Besredka. Gewichtsangabe. Lektüre: 'Anna Karenina'. 05.04.1912 in Avignon. 06.04.1912 in Monte Carlo. 07.04.1912 in Mentone [Menton]. 08.04.1913: Lektüre von Thomas Manns 'Tod in Venedig' (Notiz: "Erkennen") und Gerhard Hauptmanns 'Atlantis'.11.04.1912 bis 19.04.1912 in Nervi, Norditalien; dort Treffen mit Klein-Chevalier; Ausflüge nach Portofino und Rapallo. Weiterreise nach Neapel (19.04.1912), Pompeji, Sorrent und Capri (20.04.1912); Aufenthalt auf Capri bis 23.04.1912. Treffen mit Carl Peters und Frau. Weiterreise nach Neapel und Rom (24.04.1912) sowie Florenz (26.04.1912). Treffen mit Brauer in Florenz (27.04.1912 bis 29.04.1912). 14.04.1915: "Konflikt mit Freudenberg. [...] Briefe an Cremer (Amsterdam) u. Söder." 15.04.1913: Kongress für innere Medizin [in Wiesbaden]. 20.04.1915: Konferenz mit Cremer in Köln. 21.04.1915: "Mit Oma [= Elise Spinola] in Königswinter, Mattern's Hotel AufsichtsratsS[itzung] in Bremen ohne mich." 22.04.1915: Bonn, Aartal, Neuenahr, Remagen. 23.04.1914: "Vortrag gehalten / Kongreß Wiesbaden". 23.04.1915: Bonn, Waldbroel. 27.04.1913: "Sonntag Homburg - Feldberg - Usingen - Homburg". In Marburg Brief nach Höchst [= Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning]. 28.04.1913: "Antwort nach Höchst [= Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning] betr. Vertragsverlängerung". 04.05.1915 "Aufsichtsrats-Sitzung in Bremen (Freudenberg?) ohne mich". 05.05.1913: "Als Magistratsmitglied neu eingeführt". 25.05.1913 bis 29.05.1913: Notizen für einen Aufenthalt in Wien [Vortrag?]. 30.05.1914: "nach Baden-Baden [...] Fritz. Bernhard". 02.06.1912: "Heilserumreinigung". 03.06.1914: "Zurück nach Marburg". 07.06.1913: Notiz: "Das 'Unbewußte' [Wort unterstrichen] und das 'Unsagbare' 'Unsägliche' [Wort unterstrichen] Etwas kann in das Bewusstsein eingetreten u. doch unsagbar sein." 09.06.1915: "Aus Homburg zurück. In Homburg: Herr u. Frau von Ihne, Sohn Viktor". 17.06.1912: "Diät: Metschnikoff". 30.07.1914: "Russische allg. Mobilmachung (an dtsch. Grenze)". 01.08.1914: "Deutsches Ultimatum an Russland Frist abgelaufen. Mobilmachung". 02.08.1914: "Hans mit Auto (Nr. 1473) nach Frankfurt gebracht Bahnhof kriegsmäßig Homburg Hot[el] Ritter". 03.08.1914: "Grenzüberschreitung durch franz. Militär". 09.08.1913: Ausführliche Notizen zum körperlichen Befinden und zur Körpertemperatur. 19.08.1913: "Schulanfang". 30.08.1912: "Lu-Geburtstag" [= Else von Behring]. 04.09.1912: "Neapel - Rom". 03.09.1912: Rom.08.09.1912: "Venedig - München". 08.09.1914: "Abreise nach Einbeck im Auto". 11.08.1914: Rückkehr aus Einbeck. 16.09.1912: Gesundheitliches "Über 7 Stunden lang mit einer Unterbrechung geschlafen". 25.09.1914: "Chauffeur Block für 4 Wochen engagiert". 01.10.1912: "Nach München". 10.10.1913: "Walter Bieber". 31.10.1913: "Napoleon - Goethe Lebenskunst. Häusliches Leben." - Durchgängig taucht der Name "Wagner" oder das Kürzel "W" verbunden mit ein- oder zweistelligen Zahlen und / oder Markbeträgen in dem Buch auf (Beispiel: 12.01.1915: "W. 44", 21.02.1916: "Wagner 100 Mark", 14.04.1915: "W. 11 (Druse)", 21.07.1915: "W. (51) 100 Mark", 27.09.1914: "Wagner 31" [Zahl unterstrichen]; 01.10.1915: "W. 12", 09.10.1914: "Wagner (-6) 37mal").

Notation: 3.12 - Tagebücher

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Signatur: EvB/B 101/25

Brief an Emil von Behring / Ilja I. Mecnikov
Paris, 12.08.1912. – eh., 2 S.

Briefkopf: "Institut Pasteur / 25, Rue Dutot (15e Arrondt) / Paris"

Ländercode UNIMARC: XA-FR

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000521

Über die Gesellschaft "le Ferment" habe M. die Milchsäurebakterienpräparate und die Anweisungen nach Capri und nach Marburg zu Siebert übersenden lassen. Private Mitteilungen über Roux, Grüße an die Familie, insbesondere an das Patenkind [= Elie Karl Emil].

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Signatur: EvB/F 1/14/5

07.09.1928-08.07.1932. – 18 Br., 1 masch. Abschrift
[^]. 5.
Brief an [Heinz Zeiss] / Else von Behring
[Marburg], [02.02.1929]. – eh., 2 S.

Briefkopf: "Behringwerke Marburg-Lahn - Direktion"

Datumsangabe nach Zeiss

Adressat nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Br. in Auszügen abgedruckt in Zeiss (1932), S. 182

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/X-I/Nr. 2342

Else von Behring dankt für Z.s Schreiben vom 25.01.1929. Mecnikov sei Pate beim fünften Sohn mit dem Namen Emil Élie gewesen, der am 08.10.1906 in Marburg geboren worden sei. Mecnikov sei zur Taufe [Datum fehlt, nach Zeiss 29.12.1906] in Marburg gewesen. Der erste Besuch sei im Juli 1897 gewesen. Bei der Taufe des ersten Sohnes Fritz, geboren am 03.09.1898, getauft am 15.10.1898, habe Mecnikov seinen Freund Roux, der damals zum ersten Mal in Deutschland war, begleitet. Leider besitze sie keine Bilder von diesen Zusammenkünften. In Paris seien sie und Emil von Behring "mit besonderer Herzlichkeit von M. aufgenommen" worden, zum letzten Mal im Jahr 1911. Behring sei mit Mecnikov "in aufrichtiger Freundschaft und Verehrung verbunden" gewesen. Sie hätten es als "schmerzlich empfunden, daß durch dem Krieg alle Fäden abgerissen wurden".

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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