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2 Einträge zu boehr, maximilian ludwig august [1830-1879] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2021-12-01 19:19)


Signatur: EvB/B 1/3

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Cannes, 08.02.1895. – hs., 11 S. (Abschr.)

Anm.: enth. Notiz "Original des Briefes liegt bei." - Orig. nicht im Bestand MR.

Ländercode UNIMARC: XA-FR

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000008

Original: GStA PK, Sig. B2 861 E7, Bl. 21-31

B. schildert A. "rückhaltlos" seine Notlage. Aus "Dankbarkeit, aus persönlicher Anhänglichkeit und aus sachlichen Gründen" habe er bisher die Bindung an das Kochsche Institut nicht gelöst, auch wenn er habe "Concessionen" machen müssen: 1892 hätten Brieger, Kitasato und Wassermann während seines krankheitsbedingten Aufenthaltes in Wiesbaden die Früchte seiner Arbeit "zu escamotieren" versucht, Ehrlich habe während B.s Erkrankung im Winter 1893/94 mit der Diphtherie-Antitoxingewinnung begonnen. Auf Immunisierungsarbeiten bei Tuberkulose und Cholera habe B. ebenfalls verzichtet. Nun wünsche er die gleiche "Souveränität", wie sie Koch in seinem Institut habe, so dass ihm in der Serumabteilung der Höchster Farbwerke nicht hineingeredet werde. Andernfalls trete er zwecks Gewinnung von Tuberkulose-, Cholera- und Typhusantitoxin mit einer anderen chemischen Fabrik in Verbindung. Koch wolle Pfeiffer an B.s Statt in Höchst unterbringen. B.s Mitarbeiter Sanitätsrat Boer sei in Berlin nur noch geduldet, die Kräfte von Wernicke, Knorr, Ransom, von Lingelsheim und Casper lägen brach. Ihnen könne B. jedoch in "Paris, in Rom, in Genua, in Petersburg, in London, in Budapest, in Amerika" eine gute Position verschaffen. Er selbst wünsche kein von Höchst "dotirtes oder auch nur subventionirtes Institut", das ihn vom guten Willen der Farbwerke abhängig mache. Er wolle nicht "durch Pflichten der Dankbarkeit und andere[r] sentiments zu Concessionen gezwungen werden [...], die einen schädigenden Einfluß" auf seine wichtigsten Ziele ausübten. Finkler und Kossel seien sehr viel besser für eine Hygiene-Professur geeignet, und auch Buchners Ruf [nach München] habe ihn selbst bescheidener gemacht. Sein früheres Bestreben, in Berlin tätig zu werden, könne nun seinen Wunsch nach Marburg berufen zu werden "nicht mehr beeinträchtigen." Es sei noch nicht zu spät. Nach Besitz der Legitimation als preußischer Universitätsprofessor wünsche er ein ähnliches Projekt wie das Bonner [vgl. Br. Althoffs an B. vom 31.01.1895]. "Mein ceterum censeo ist nach alledem `Sobald wie möglich eine Hygienische ordentliche Professur ohne Concurrenz am gleichen Ort."

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Signatur: EvB/B 36/3

Brief an Emil von Behring / Paul Ehrlich
Berlin, 06.01.[1896]. – eh., 8 S., Trankskr. (2 S.)

Briefkopf: "Prof. Dr. Ehrlich, Berlin W., Lützow-Str. 88"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1034/Dok. 0000175

Zur Beratung über den vorläufigen Etat, der Einnahmen von 30.000 Mark voraussetzt. Die von E. aufgelisteten Ausgaben betreffen Personal (E., Wernicke, einen Diener etc.), Miete, Tiere und Sachkosten. Althoff sei sehr engagiert in der Sache (Vorschlag, mit den Mitteln der B.-Schenkung eine Villa in Steglitz anzumieten) und B. betreffend: "So etwas von begeisterung für Dich u. Deine Zwecke hätte ich überhaupt bei einem so mächtigen, von allen verwöhnten Herrn wie Althoff gar nicht für möglich gehalten. Althoff versteht von Serum therapie wirklich mehr als alle Mediciner des Ministeriums". - Ankündigung eines Briefes von Wernicke, der wohl die Stelle an der Pepinière aufgeben werde. Kossel und Wassermann blieben wohl bei Koch, Böhrs Entscheidung sei ungewiss.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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