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8 Einträge zu bruening, gustav [1864-1913] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2020-10-29 03:32)


Signatur: EvB/B 196/42

Brief an August Laubenheimer, Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning / Emil von Behring
Marburg, 24.08.1902. – eh., 3 S., Transkr. (2 S.)

Briefkopf: "Villa Behring Marburg / Lahn"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045a/Dok. 0000711

B. nimmt Bezug auf seine Postkarte vom 23.08.1902 und die darin geäußerte Bitte nach einem Treffen. Er gehe davon aus, dass der Höchster Serumbetrieb von einem "unvermeidbaren Fiasko bedroht" sei, "wenn Libbertz und Casper noch weiter die Leitung behalten". Statt des weiteren "Abwartens und Fortwurstels" wolle B. entweder mit seinem Marburger Personal die Leitung des Diphtheriebetriebs in Höchst übernehmen oder aber in Marburg einen Diphtheriebetrieb für Handelsseren einrichten. Bitte um baldige Gespräche, eventuell zusammen mit Dr. Brüning und Libbertz. Hinweis auf geplante Verhandlungen mit Althoff in Berlin bezüglich B.s zukünftiger amtlicher Stellung und Tätigkeit.

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Signatur: EvB/B 196/52

Briefkarte an Wilhelm G. Ruppel / Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
[Höchst a. M.], 22.01.1903. – eh. m. nachträgl. Beistiftvermerk, 1 S., Transkr. (1 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000720

Man beabsichtige Ruppel "die frei gewordene Stelle in unserer Serum-Abtheilung zu übertragen" und bittet um seinen Besuch "behufs näherer Verabredung der Bedingungen". - Bleistiftvermerk: "Nach Rücksprache mit Herrn von Rath u. D. v. Brüning, 22.1.03."

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Signatur: EvB/B 196/73

Brief an die Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning / Emil von Behring
Marburg, 18.07.1903. – masch. m. eh. Unterschrift u. hs. Korr., Unterstreichungen auf S. 1, 2 S. (Durchschlag)

Aufdruck auf S. 1: "Dr. G. v. Br."

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000741

In Höchst werde nicht nach B.s Intentionen gearbeitet: Zur Vervollkommnung des Diphtherieheilserums seien weder Ruppel noch Libbertz fähig; B.s Vorschlag, 800faches Serum aus Marburg zu liefern, habe von Brüning nicht mit B. erörtern wollen; Unterbeamte hätten B. bezüglich des Tetanusserums "eine Kritik meines Prüfungsmodus zugeschickt, die verletzender kaum gedacht werden kann"; Ruppel sei kein Sachverständiger für den Diphtherieserumbetrieb; B.s neue Immunisierungsmethode ("Combination von Serum und Gift") sei in Höchst als "PROESCHER'sche Methode" eingeführt worden, und B. habe von Libbertz ein Superarbitrium über den Wert seiner Diphtheriekulturen, der Giftimmunisierungsmethoden und der Pferdebehandlung einholen sollen. Zum Wohle seiner Gesundheit warte er nun resignierend ab, "ob die Farbwerke durch üble Erfahrungen sich eines Besseren belehren lassen wollen".

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Signatur: EvB/B 196/74

Brief an Emil von Behring / Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
[Höchst a. M.], 21.07.1903. – eh., 4 S., eh. Entw., 1 S., Transkr. (2 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000742

Antwort auf B.s Vorwurf im Brief vom 18.07.1903, in Höchst werde nicht nach B.s Intentionen gearbeitet: Man sei mit den Leistungen Libbertz' und Ruppels zufrieden, Pröscher sei nur angestellt gewesen, "um ein von ihm gefundenes und zu Patent angemeldetes Verfahren auszuarbeiten". Brüning habe seinerzeit bedauert, dass er B. nicht habe sprechen können. Als ältester Diphtheriefabrikationsbetrieb habe man nicht als Verkäufer fremder Sera fungieren wollen. Man pocht auf Erfüllung des Vertrags.

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Signatur: EvB/B 196/79

Brief an August Laubenheimer, Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning / Emil von Behring
Braunfels, 31.07.1903. – eh., 3 S., Transkr. (1 S.)

Briefkopf: geprägtes Wappen

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000747

B. informiert L. über die Zuspitzung in der Korrespondenz zwischen ihm und den Farbwerken. Brüning und de Ridder hätten ihm ohne Begründung Kontraktbruch vorgeworfen; gegen den schweren Vorwurf wolle er juristisch vorgehen. B.s Rechtsanwalt solle den Farbwerken zunächst ein Schiedsgericht vorschlagen. - B. übersendet eine erst später zu veröffentlichende Tetanusarbeit, die "eine sehr große Bedeutung in der medicinischen Literatur erlangen" werde [vermutlich: "Zur antitoxischen Tetanustherapie", in: Deutsche medizinische Wochenschrift, 27.08.1903, Nr. 35, 617-621].

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Signatur: EvB/B 196/102

Brief an Friedrich Althoff / August Laubenheimer, Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
Höchst a. M., 27.02.1904. – fr. Hd., 4 S. (Fotoabzug), Transkr. (2 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000768

Bezugnahme auf L.s Besuch in Berlin (vgl. Brief Laubenheimers an Walther vom Rath vom 22.02.1904). L. schildert A. die sich über die Jahre entwickelten Differenzen zwischen Behring und den Farbwerken (Finanzielles, Entwicklung und Herstellung des Diphtherieserums, Korrespondenz mit von Brüning, Auseinandersetzung wegen der Personalentscheidungen Libbertz und Ruppel).

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Signatur: EvB/B 196/118

Brief an Carl Duisberg, [Farbenfabriken Vorm. Friedr. Bayer & Co.] / Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
Höchst a. M., 24.05.1904. – masch., 1 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000784

In Abwesenheit von Dr. v. Brüning teilt der Absender mit, dass man in Höchst zwar noch im Unklaren bezüglich einer Verständigung auf dem Gebiet des Diphtherie-Heilserums sei, man sei jedoch bereit, mit D. in Verhandlung zu treten.

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Signatur: EvB/B 196/7

Brief an das Behring-Archiv, Marburg, Alexander von Engelhardt / IG-Farbenindustrie-Aktiengesellschaft, Carl Ludwig Lautenschläger
[Frankfurt a. M.], 14.02.1941. – masch., 1 S. + 1 Beil.

Briefkopf: "I.G. Höchst Chem.-Pharmazeutische u. Sero-Bakteriologische Abteilung"

Beil. (masch., 12 S.) : "Zur Geschichte der Serum-Darstellung in den Farbwerken": Koch habe mit dem Tuberkulin eine "neue Art von Medikamenten eingeführt", [Edwin] Klebs (damals Zürich) dann aus dem Tuberkulin das "Tuberculocidin" entwickelt, was ab 1891 von Höchst hergestellt wurde (Vertrag am 20.05.1892). Die Erkenntnis, "dass der Verlauf einer Infections-Krankheit durch spezifische bacter. Produkte sich beeinflussen" ließe, sollte, anknüpfend an das in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift" publizierte Referat von Behring und Wernicke zur Untersuchungbetreffend die "Immunisirung und Heilung von Versuchsthieren bei der Diphtherie"auf die Bekämpfung der Diphtherie übertragen werden. Im Antwortbrief Behrings vom 09.05.1892 auf die Anfrage Laubenheimers vom 06.04.1892 kündigt Behring einen Besuch in Höchst an, der am 14.05.1892 stattfand. Zu den Schwierigkeiten eines Vertragsabschlusses mit einem den vorgesetzten Behörden verpflichteten Stabsarzt. Einbindung von Colers, dem der Vertragsentwurf vom 16.07.1892 durch Behring zugesandt wurde. - Wiedergabe des Vertrags vom 25.09.1892 zur "Gewinnung von Diphtherie-Heilserum nach dem von Herrn Dr. Behring ausgearbeiteten Verfahren" in sieben Absätzen (Vertagslaufzeit 01.07.1892 bis 30.06.1897, unterzeichnet von Laubenheimer und Reverdy, 20.12.1892). Schilderung der weiteren Zusammenarbeit mit Behring: Geldzahlungen und weitere finanzielle Forderungen vonseiten Behrings zur Fortsetzung der Versuche; offene Fragen zur Wirksamkeit des Diphtherieserums bei Menschen (mögliche Überprüfung in Heubners Kinderklinik in Leipzig bzw. im Institut für Infektionskrankheiten in Berlin bie Koch); Zusammenschluss mit Ehrlich zwecks Klärung der Antitoxinfrage und Verwertung der Milch immunisierter Tiere; Auseinandersetzung mit Aronson; Bestätigung der Heilwirkung des Diphtherieserums durch Ehrlich, Kossel und Wassermann im April 1894 und Bau der Serumanstalt; Verkauf des Serums mit unterschiedlich hohen Antitoxineinheiten ab August 1894; Roux und Heubner berichten im September 1894 beim Kongress in Budapest über Heilerfolge; Diskussion in der Öffentlichkeut, auch in politischen Zeitschriften; darauf folgend Wunsch des Staates nach eigener Produktion; Gewinn der Farbwerke 1894: 444200,00 Mark; Hoffnung auf Übertragung des Prinzips der Heilserumherstellung auf Tuberkulose, Streptokokken, Tetanus, Cholera mit nachfolgender Einrichtung einer bakteriologischen Versuchsabteilung, Plan einer Einrichtung eines bakteriologischen Instituts in Marburg und Absicherung vonseiten Höchst "auf den Fall, dass wir mit Behring auseinanderkommen könnten"; keine praktisch verwertbaren Resultate mit Ausnahme des Tetanusserums. Zweiter Vertrag mit Behring im Juli 1895 mit der Verpflichtung Behrings, "anderen nicht bei der Herstellung des Diphtherie-Serums behilflich zu sein"; weitere Zahlung an Behring 1895 Errichtung der später in Frankfurt stationierten Kontrollstation in Steglitz unter Leitung Ehrlichs. Dritter Vertrag mit Behring 1899 und nachfolgende Auseinandersetzung um die Qualität der Diphtheriegifte (Vergleich mit Libbertz). Verweis auf Brief Behrings an von Brüning (14.04.1903, Angebot eines 800fachen Serums); Laubenheimer informiert Althoff über Vorgänge am 27.02.1904. "So ist denn nun der Bruch unvermeidlich geworden und die nächste Consequenz davon wird sein, dass nach dem 1. Juli d. Js. der Preis des Diphtherie-Serums einen starken Rückgang erfahren wird, der natürlich auch bei uns seine Folgen äussert." Laubenheimer habe öfter damit gerechnet, "dass ein Zusammengehen mit Behring nicht mehr möglich sei"; mit Rücksicht auf den Verdienst habe er aber den Zeitpunkt hinausschieben wollen.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045a/Dok. 0000678b

Höchst übersendet die Abschrift der von Laubenheimer 1904 verfertigten Übersicht "Zur Geschichte der Serum-Darstellung in den Farbwerken" sowie einen Schriftwechsel von Laubenheimer mit Behring vom 06.04.1892. Hinweis auf den "Beschluss der Farbwerke aus dem Jahre 1893" Rücksprache von Laubenheimer mit Libbertz, Heubner und anderen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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