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4 Einträge zu cohnheim, julius [1839-1884] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-23 04:18)


Signatur: EvB/W 20

Sepsis und Antisepsis in Theorie und Praxis / [Emil von Behring]
[Posen], 1881. – Ms. m. Streichungen und Korr., 37 S., 1 Titelbl. (1 Kollegh.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-04/T-II, c/Nr. 1072

Unveröffentlichtes Manuskript zu Sepsis und Antisepsis mit Bezugnahme auf Emil Theodor Kocher, Robert Koch, Joseph Lister. Zur Wirkungsweise des Karbolsäureverbandes [nach Lister]. Sepsis, die bedingt sei "durch das Vorhandensein eines geeigneten Fäulnißsubstrats, also einer fäulnißfähigen Substanz einerseits und andererseits durch die Anwesenheit der bakteriellen Fäulnißerreger", könne durch Eliminierung der "Wirkung der Fäulnißerreger" oder durch Verwandlung der "fäulnißfähige[n] Substanz in eine fäulnißunfähige" verhindert werden. Über die Entdeckung der Spaltpilze [also Mikroorganismen, die sich durch "Spaltung" vermehren, in der Regel Bakterien] durch Ranke und Fischer. Verhinderung der Fäulnis durch Veränderung des Fäulnissubstrats mit Beispiel (Räucherung von Fleisch) oder durch Abtötung der Bakterien ("Spaltpilze"). Zu den Eigenschaften der Bakterien (keine Organe, kein Stoffwechsel, keine Volumenzunahme in Nährlösung). Über Bakterien im Darmkanal und der Bauchhöhle, über Desinfektion durch Oxyhämoglobin (durch Erzeugung von "aktive[m] Sauerstoff"). Vom Vorkommen toter fäulnisfähiger Substanzen in lebenden Organismen (Absterben durch mechanische Unterbrechung des Ernährungsstromes, entzündliche Prozesse und Entzündung, nach Cohnheim, Exsudat und Eiter). Von den Bakterien als Träger eines Giftes (Auseinandersetzung mit Carl Hueter und von Naegeli). Abgrenzung der Entzündung von der Fäulnis. Über den septischen Prozess und septische Herde im lebenden Körper. Über das Erysipel, mit Hinweis auf Lister und Thierschs Veröffentlichung über den Salicylsäureverband. - Notiz auf Rückseite [Hinweis auf geplante Veröffentlichung]: "Der Verfasser Herr Assistenzarzt Dr. Behring in Posen ist um genaue Angabe der Überschrift zu ersuchen."

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Signatur: EvB/L 249

Brief an Emil von Behring / Preussisches Ministerium der Geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten
Berlin, 08.03.1907. – masch. m. hs. Unterschrift u. hs. Unterstr. + 1 Beil.

Briefkopf: "Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten. Berlin W. 64"

Beil. (masch. m. eh. Erg. u. Unterstr., 23 S.): "Ueber die Infektionswege der Tuberkulose" / [Emil von Behring]. [Marburg], [o.D.]: Die verschiedenen Arten der tuberkulösen Wundinfektion nach Verletzung der Epidermis führten zur Tuberkulose des Gesamtorganismus, der Transport erfolge über die Lymphbahnen und gelange über die Lymphdrüsen in die Blutbahn, von wo aus die Lungentuberkulose (Beschreibung durch Laennec) ausgelöst werde. Denkbar seien auch andere Infektionswege, etwa durch "Einatmung des Virus durch den Kehlkopf hindurch in die tieferen Luftwege und in die Lungenalveolen", von den intestinalen Schleimhäuten und den in die Schleimhäute eingelagerten follikulären Apparaten aus beginnend oder durch "primäre Infektion durch die Placenta hindurch". Argumente gegen die von Julius Cohnheim und Buchner in München vorgetragene Auffassung einer Infektion durch Einatmung (inhalatorische und respiratorische Infektion). Nach B. könne sowohl die intestinale Infektion "(Deglutition") als auch die pulmonale Infektion "(Aspiration)" eine Lungentuberkulose erzeugen, dies sei jedoch nicht zwingend, wie die Kaninchen- bzw. Rinderversuche von Villimin [= Jean Antoine Villemin] und Vallée gezeigt hätten. B. habe beobachtet, dass das "Belecken der Nabelwunde durch das tuberkulöse Muttertier" bei neugeborenen Kälbern mit Nabelinfektionen Lungentuberkulose erzeuge. Bei Schweinen (Milchferkeln) würde eine tuberkulöse Infektion durch Fütterung mit tuberkulinbazillenhaltiger Kuhmilch erzeugt. Zur Trennung und Unterscheidung von Tuberkel und käsiger Pneumonie (Laennec, Virchow). Einer käsigen Pneumonie gehe eine exsudative Entzündung voraus, die nach Orth "durch den Mangel an polynucleären Leukocyten" ausgezeichnet sei. - Beschreibung der Untersuchungen von Hans Much an einem mit Tuberkuloseerregern infizierten Kalb (mit Tabelle). Darstellung der frischen Lungentuberkuloseausstrichpräparate unmittelbar nach der Sektion des Kalbes mit Färbung nach Ziehl und nach Gram. - Ergebnisse der von Dr. Kremser (Sülzhayn) zugeschickten Probe eines aseptischen alten Abszessen vom Menschen. - Nach dem Vergleich von tuberkulösen Herderkrankungen mit "ebensolchen Granulis in subkutanen lebrösen [Wort unterstrichen] Herden", die B. "unter dem Einfluss des Deycke'schen Nastin's" [ein zur Leprabehandlung entwickelter Stoff] bei seinem Besuch im Gylhanné-Krankenhaus in Konstantinopel gesehen hatte, habe B. in Gemeinschaft mit Siebert ein nastinähnliches Präparat aus dem Tulaselactin entwickelt. Zur noch unbeantworteten Frage nach der "Lebensfähigkeit und Vermehrungsfähigkeit der bakteriolytischen Zerfallsprodukte des Tuberkulosevirus", Planung eines "Schweineexperiment[s]". Über die "morphologische Bedeutung und die chemische Natur der Granula", die zu den Babes-Ernst'schen Körperchen" zu zählen seien. Hinweise auf Publikationen von Kohl (Botanik, Marburg), sowie Arthur Meyer und Grimme ("Volutanskugeln") sowie B.s Pariser Vortrag von 1905. Fazit: Die Untersuchungen "über die Verbreitung des zur Lungenschwindsucht führenden Tuberkulosevirus" dürfte man zukünftig nicht mehr beschränken "auf den nachweis des ziehlfärbbaren bazillären Virus", sondern auch "auf die granulären Zerfallprodukte des Tuberkelbazillus". Untersuchung eines infizierten Schweins. - Auflistung der Unterfragen betreffend die Tuberkulose.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Zur Anfrage der Internationalen Vereinigung gegen die Tuberkulose vom 27.10.1906, "betreffend die Infektionswege der Tuberkulose". Als Direktor des Instituts für Hygiene und experimentelle Therapie in Marburg solle B. die gestellten Fragen "einer eingehenden Prüfung" unterziehen. Im Herbst 1907 solle die deutsche Wissenschaft auf der Wiener Konferenz ihre Forschungsergebnisse vorstellen.

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Signatur: EvB/B 193/38

Marburg; Bremen, 1914-1917. – 43 Dok., 164 S. (gbd.)
[^]. 38.
Behringwerke G.m.b.H. Sitzung des Aufsichtsrats vom 18. März 1917, vormittags 9 Uhr in der Deutschen Nationalbank, Bremen / [Unbekannt]
Bremen, [o.D.]. – masch., 2 S. (Durchschlag) + 1 Beil.

Beil. (masch., 1 S. (Durchschlag)): Gründung einer Aktiengesellschaft, Bremen. 18.03.1917, dt.: Gründung einer Aktiengesellschaft durch ein Konsortium unter Führung der Deutschen Nationalbank. Diese "pachtet die Anlagen der G.m.b.H. und übernimmt die Herstellung und den Vertrieb der Behringpräparate". Das Kapital der Aktiengesellschaft beträgt 1.000.000 Mark.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-10/T-II, m/Nr. 1233

Protokoll über eine am 18.03.1917 stattgefundene Aufsichtsratsitzung in Bremen. Teilnehmer: Carl Cremer, Ludolph Brauer, Max Klingenbiel, August Strube, Carl Siebert. Berichte über die Geschäftslage (Bericht Siebert zu den Lieferverträgen mit der Heeresverwaltung für Tetanusserum, Ankauf weiterer 50 Pferde), die Personalsituation (Beschäftigung von Hans Schlossberger und Fräulein Siebert), den Kontakt Brauers zu Professor Julius Cohnheim, den Verhandlungen über die Diphtherieserumkonvention und den Umsatz sowie den Gewinn (bis Februar 1917 450.000 Mark). Beschluss, die Behringwerke G.m.b.H. in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen "E. v. Behring A.G." umzuwandeln. Beschluss, dem Verein der Freunde Bulgariens und dem Ibro-amerikanischen Verein [Ibero-amerikanischen Verein] beizutreten, weiterhin, das Ziegeleigrundstück in Marburg zu kaufen, auf Vorschlag Brauers 20.000 Mark für Untersuchungen auf wissenschaftlichem Gebiet in Mazedonien und Bulgarien zur Verfügung zu stellen und den Kontakt zur Universität Marburg durch die "Verbindung mit Herrn Prof. Bonhoff möglichst eng zu gestalten". Engere Verbindungen sollten auch zu Prof. Hübner [vermutlich Hans Hübner] und Cohnheim geknüpft werden.

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Signatur: EvB/B 193/41

Marburg; Bremen, 1914-1917. – 43 Dok., 164 S. (gbd.)
[^]. 41.
Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 29. November 1917 vormittags 9 1/2 Uhr im Büro der Behringwerke, Marburg-Lahn / [Unbekannt]
[Marburg], [o.D.]. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-10/T-II, m/Nr. 1233

Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 29.11.1917. Teilnehmer: Carl Cremer, Max Klingenbiel, August Strube, Carl Siebert, Hermann Paulsen. - Siebert berichtet "über den Geschäftsgang", so über den Verlust von 106 Pferden und weitere kriegsbedingte Schwierigkeiten (Beschaffung von Futtermitteln). Über die Lieferung von Diphtherie-, Tetanus-, Dysenterie-, Schweinerotlauf- und Gasbrandserum. Erweiterung des Pferdebestands. Kriegsgewinnsteuer. Gehälter (Schünemann, Kaiser, Hofer, Friling). Zusammenarbeit mit Cohnheim und dessen Entschädigung. - "Der inzwischen ausgestellte Kaufvertrag mit Frau von Behring kommt zur Verlesung. Der Pachtung eines auf Elsenhöhe gelegenen 5 Morgen grossen Ackers auf 10 Jahre [...] wird zugestimmt." - Festlegung von Ort und Termin der nächsten Aufsichtsratsitzung.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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