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5 Einträge zu duisberg, carl [1861-1935] ADRESSAT
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-19 12:20)


Signatur: EvB/B 1/26

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
o.O. [vermtl. Marburg], [1904]. – eh. Entw., 7 S., Transkr. (3 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000162

Bericht über B.s Zukunftspläne und den gegenwärtigen Stand seiner wirtschaftlichen Unternehmungen. - Der geschäftliche Vertrieb des Tuberkulose-Impfstoffs für Rinder, des Diphtherieserums und des Tetanusserums könne problemlos von Marburg aus laufen, doch die Herstellung von Säuglinsmilch und von Tuberkuloseheilkörpern sei komplizierter. Dennoch habe er seit dem Berliner Vortrag (18.01.1904) solche Fortschritte gemacht, dass er 200 Milchkühe unterbringen könne, die Milch für über 100.000 Mark pro Jahr produzieren könnten. Mit der Milch könnten zudem Tuberkuloseheilkörper verabreicht werden, was den Umsatz um das Doppelte steigere. B. Verfahren mache die Milch transportfähig und versorge die Großstädte ohne Vermittlung von Milchhändlern. - Er erwähnt ein Patent für die Herstellung von Dauermilch. - Idee zur Behandlung wohlhabender "tuberkulöser und schwindsuchtbedrohter Patienten" in Sanatorien nahe Marburg und auf Capri, wo er gleichermaßen Terrain besitze. Bezüglich des Milchgeschäfts stehe er mit mecklenburgischen, schlesischen und österreichischen Milchproduzenten sowie mit Milchhändler Bolle in Kontakt. Tuberkulose-immun gemachte Kühe könne er von Erzherzog Friedrich von Österreich, Prinz Ludwig von Bayern und mehreren Grafen von Schwerin beziehen. - Ob D. am Plan einer Gesellschaftsgründung festhalten wolle, und wenn ja, ob er "mit dem Zweimillionen-Projekt oder dem Einmillionen-Projekt den Anfang machen" wolle, weiterhin ob sich noch "Milch-Interessenten als Gesellschafter" beteiligen würden.

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Signatur: EvB/B 1/24

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
Marburg, 13.03.1904. – masch., 3 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000157

Über die "geplante Gesellschaftsgründung in Marburg". Bezüglich der "Milchfrage" sei B. in Gemeinschaft mit Dr. Much eine Lösung gelungen. Dies bedeute eine "unabsehbare Tragweite auf milchtherapeutischem Gebiet" und verschiebe die "Vorbedingungen für etwaige von mir abzuschließende Verträge [...] so vollständig, dass er D. momentan keinen Vertragsentwurf zuschicken könne. Das "Milchgeschäft" werde außer dem Tuberkulose-Impfstoff für Rinder demnächst die Hauptrolle spielen, sodass in der neu zu bildenden Gesellschaft auch die Grundstückstücke und Baulichkeiten mit einbezogen werden müssen. Er müsse die Pläne für Neubauten für 200 Milchkühe und Milchverarbeitung ausarbeiten lassen. Die konkurrierenden Berliner "Milchmagnaten" Bolle und Grub ("Victoriapark-Milchkuranstalt") wollten beide mit ihm operieren. B. wolle das Monopol über "die Tuberkulosemittel und die Milch als Hauptartikel für den Betrieb" behalten. Reklame für das Mittel sei nicht nötig, da ein Vortrag oder ähnliches von ihm "alle Welt" mit dem bekannt mache, was er bekannt machen wolle, die vorgeschlagene Provision von 15 % sei [...] deshalb für den Inlandsvertrieb nicht akzeptabel. Er wolle sich im übrigen nicht "für alle Zeit die Hände binden." Im baldigen Bonner Vortrag wolle B. "die neue [Wort unterstrichen] Milchsache" noch nicht erwähnen, Althoff werde er über die veränderte Sachlage erst später informieren.

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Signatur: EvB/B 1/25

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
Marburg, 17.03.1904. – eh. Entw., 4 S., Transkr. (1 S.)

Entwurf auf Briefpapier mit geprägtem Wappen

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000160

Gerade zurück aus Bonn wolle B. noch schreiben, bevor sich D. mit Althoff bespreche. Sein Standpunkt sei unverändert, dass er "die Marburger Unternehmung einheitlich organisieren" müsse. So könne er die "Tuberkulose-Heilkörper, welche ich mit der Milch für den Menschen nutzbar machen will", nicht zum Gegenstand einer geschäftlichen Organisation machen, "die mit der Organisation des Tuberkulose-Impfstoffvertriebs und des Heilserumvertriebs" nichts zu tun habe. B. schlägt vor, mit den definitiven Verträgen bis zum nächsten Jahr zu warten, man könne sich "leicht" verständigen. Den Marburger Vertrieb, für den er das alleinige Risiko trage, besorge er jetzt mit Siebert und Ziegenbein, und Zeit seines Lebens müsse er "die Fäden in der Hand behalten". Über den Auslandsvertrieb ließe sich reden.

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Signatur: EvB/B 196/118

Brief an Carl Duisberg, [Farbenfabriken Vorm. Friedr. Bayer & Co.] / Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
Höchst a. M., 24.05.1904. – masch., 1 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000784

In Abwesenheit von Dr. v. Brüning teilt der Absender mit, dass man in Höchst zwar noch im Unklaren bezüglich einer Verständigung auf dem Gebiet des Diphtherie-Heilserums sei, man sei jedoch bereit, mit D. in Verhandlung zu treten.

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Signatur: EvB/B 196/122

Brief an Carl Duisberg, [Farbenfabriken Vorm. Friedr. Bayer & Co.] / Farbwerke Vormals Meister, Lucius und Brüning
Höchst a. M., 03.06.1904. – masch., 1 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1045b/Dok. 0000788

Bezugnahme auf die Besprechung zwischen Carl Duisberg und Herbert von Meister in Heidelberg (vgl.: Protokoll des Treffes von Herbert von Meister und Carl Duisberg in Heidelberg am 28.05.1904). Auf den Vorschlag Duisbergs, die Quantitäten "halb und halb" zu teilen und "wie bei der Alizarinkonvention" auszugleichen, könne man bedauerlicherweise nicht eingehen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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