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5 Einträge zu fresenius, heinrich [1847-1920] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2020-10-22 08:32)


Signatur: EvB/B 1/192

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Wiesbaden, 10.03.1892. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (1 S.)

Briefkopf: "Stabsarzt Dr. Behring / Institut für Infektionskrankheiten Königliche Charité / Berlin" [Wort unterstrichen, eh. überschrieben "W."]

Br. erwähnt bei Schulte (2001), S. 74, 102, 129

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000885k

B. dankt für den umfangreichen Brief W.s. Bei Geldproblemen könne er sich an Engelhardt wenden. Die Separatabdrucke [= "Ueber Immunisirung und Heilung von Versuchsthieren bei der Diphtherie", in: Zeitschrift für Hygiene 1892, 12, 10-44] sollten an Rubner, Schütz, Casper, Goldscheider, Gerstacker, Gravitz, Hünermann, Ilberg, Salzmann und Althoff verteilt werden, er selbst schicke Exemplare an von Coler, von Bergmann, Mehlhausen und Guttmann sowie die Kollegen in Paris, Bonn, München und den ihm bekannten Personal in den Hygieneinstituten. - Über die Fortschritte bezüglich der neuen Monographie zur Blutserumtherapie [= Die Blutserumtherapie I und II. Leipzig: Thieme, 1892] und die Zusammenarbeit mit Frank im Institut von Fresenius [gemeinsam publiziert: "Experimentelle Beiträge zur Lehre von der Bekämpfung der Infektionskrankheiten. Ueber einige Eigenschaften des Tetanusheilserums", in: Deutsche medizinische Wochenschrift 21.04.1892, Nr. 16, 348-349]. - Zu Versuchen und Weiterbehandlung der Kaninchen und der Friedeberger Hammel. Nachfrage zu Pfeiffer.

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Signatur: EvB/B 1/193

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Wiesbaden, 16.03.1892. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. 2 S.

Briefkopf: "Stabsarzt Dr. Behring / Institut für Infektionskrankheiten Königliche Charité / Berlin" [Wort unterstrichen, eh. überschrieben "Wiesbaden"]

Br. erwähnt bei Schulte (2001), S. 69, 127

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000885l

Persönliches (38. Geburtstag, Begräbnis Dr. Lehr). Plan einer Publikation mit gesammelten Abhandlungen aus den experimentellen Arbeitsgebieten, von B. selbst sowie Schütz und Boer, zur Demonstration seiner wissenschaftlichen Selbstständigkeit "nach außen hin" in Abgrenzung zu Koch. Das Buch solle bei Veit und Comp. erscheinen und den Titel "Beiträge zur Lehre von der Bekämpfung der Infektionskrankheiten" tragen. Lob der Zusammenarbeit mit Frank. Mit Fresenius habe B. ein Zincum sulfo-cresolicum hergestellt (eine "Muster-Desinfektionsarbeit"), das sich als hilfreich bei Diphtherie erweise. Bitte um die Zusendung weiteren Blutserums. "Meerschweine gibt's genügend hier."

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Signatur: EvB/B 1/77

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Wiesbaden, 31.03.1892. – Transkr., 3 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000452

Die Monographie [= Die Blutserumtherapie] sei noch nicht fertig zur Publikation: Im Wiesbadener Institut von Prof. [Heinrich] Fresenius hätten sich neue therapeutisch wichtige Gesichtspunkte ergeben, ein abschließendes Urteil über die Leistungsfähigkeit des Diphtherieheilserum sei noch nicht gefällt. - Über die Immunisierungs- und Heilungsmethode mittels Blutserum; Bezug auf Medea in Ovids "Metamorphosen"; über Héricourts und Richets Seruminjektionen sowie Ogatas und Jaschuras Versuche. Stellungnahme zu Emmerichs Erklärung, dass "das antibakterielle Gift im immunisierten Körper nicht [Wort unterstrichen] fertig gebildet ist, sondern erst im Moment der Reaktion entsteht". Emmerichs Versuche seien erst nach B.s und Kitasatos Veröffentlichung begonnen worden. Über die antitoxische Wirkung des Blutserums bei diphtherieimmunisierten Tieren; die Wirkung sei ein "Textobjekt", an welchem B. "die jedesmalige Leistungsfähigkeit des Heilserums" ohne Verlust vieler Tiere prüfen könne. B. sei nun in den Besitz einer "allgemein [Wort unterstrichen] verwendbaren Heilmethode für Infektionskrankheiten" gekommen. Er könne nun beweisen, "dass bei der Diphtherie die antitoxinische Wirkung des Heilserums gegenüber dem Diphtheriegift durchaus genügt, um die immunisierende und heilende Wirkung desselben zu erklären [Halbsatz unterstrichen]"; durch die "Ausscheidungen des Heilkörpers durch den Urin" [Halbsatz unterstrichen] habe B. "ein Mittel gefunden, um fast quantitativ den Nachweis zu führen, dass gradatim mit der Ausscheidung die Immunität abnimmt, und dass ein grosser Teil des Heilkörpers wiedergewonnen werden kann". Nicht mehr sicher sei sich B., welche Rolle "die lebenden cellulären Kräfte" spielten. Die durch Tetanusgift bei Kaninchen erzeugte Immunität sei "auf einen chemischen Vorgang zurückzuführen, der in der Einwirkung des Tetanusgiftes auf die zellenfrei Blutflüssigkeit besteht." - Trotz seiner oft gestörten Gesundheit und trotz widriger Arbeitsbedingungen wünsche B. "den Mechanismus bezw. den Chemismus bei der Wirkung von Gift auf circulierendes Blut soweit zu erkennen, dass man denselben mit einfacheren Mitteln nachahmen kann [Halbsatz unterstrichen]". - B. und Mecnikov schlügen zwar unterschiedliche Wege ein, doch strebten beide "die Anbahnung eines vermehrten ärztlichen Könnens und einer gründlicheren Erkenntnis des Wesens der Dinge" an, nach dem Motto "Getrennt marschieren, vereint schlagen".

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Signatur: EvB/B 1/198

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Wiesbaden, 05.04.1892. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (1 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000885q

B. schickt Schreiben und Arbeiten von v. Coler und Kitasato, ist erleichtert, dass er sich v. Colers Wohlwollen "trotz Althoff und Koch" erhalten habe. Auch mit Kitasato habe es keinen Bruch gegeben, trotz der Betonung von B.s Anteil an der Blutserumtherapie. In Briegers Arbeit, von der er über Mecnikov erfahren habe, sei nach Mecnikov eine "Opposition" gegen B. zu lesen. - Publikationspläne: Mit Veit habe B. einen "wohlüberlegten Bruch" herbeigeführt. Die neuen Ergebnisse (bei Fresenius) wolle er bei Thieme veröffentlichen. In einem "fulminante[n] Spitzartikel" in der Deutschen medizinischen Wochenschrift wolle er "mit Emmerich, Fraenkel, Brieger, vielleicht auch Buchner" abrechnen.

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Signatur: EvB/B 1/200

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Wiesbaden, 09.04.1892. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (1 S.)

Br. erwähnt bei Schulte (2001), S. 69, 119, 129

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000885s

Gegen Brieger. Der angekündigte Artikel, der Brieger wissenschaftlich unmöglich mache und gesellschaftlich ruiniere sowie das Institut für Infektionskrankheiten diskreditiere, befinde sich bei Guttmann. - Zur Zusammenarbeit mit W.: Dieser solle ihm die Führung überlassen, da B. nur noch ein paar Jahre ein "arbeitsfähiger Mensch" sei. B. habe Angebote von chemischen Fabriken zur Herstellung der Heilsera (Farbwerke in Höchst u. a.) Er tendiere auch wegen der Zusammenarbeit mit Frank (Tetanusarbeit) zu Fresenius. Bei der Publikation zum Diphtherieheilserum wolle er W. erwähnen. - Das Friedeberger Hammelserum war wohl wegen der Fehlens der Karbolsäure verdorben.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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