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6 Einträge zu henoch, eduard [1820-1910] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-23 03:23)


Signatur: EvB/F 5/1

Landsberg an der Warthe, 29.08.1924. – masch. m. hs. Erg., 7 S. (Abschr.) + 1 Beil. (s. Unteraufnahme)
[^]. 1.
Brief an Thorwald Madsen / Erich Wernicke
[o.O.], [o.D.]. – masch. m. hs. Anm. [von Heinz Zeiss?], Korr. u. Unterstr., 5 S. (Entw.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Nur W. sei in der Lage, "eine genaue Darstellung über die Art und Weise der Entdeckung des Diphtherieheilserums" zu geben. So besitze er die "Originalprotokolle der ersten grossen Tiere, deren Serum zur Behandlung der ersten Kinder auf der v. Bergmannschen Klinik in Berlin Ende Dez. 1891 diente". Diese Tiere habe W. selbst immunisiert. Es existierten auch Protokolle über immunisierte Meerschweinchen und besonders Hunde, deren Immunisierung als die "sicherste [Methode] zur Gewinnung von Heilserum" gelte (Hinweis auf Publikation durch W. 1893 im "Archiv für Hygiene"). - Gründe für die Zusammenarbeit mit Behring ("Behring's gewaltige eigenartige Persönlichkeit nahm mich ganz gefangen.") und das Interesse an der Diphtherie, die W. aufgrund einer eigenen Erkrankung und durch seine Tätigkeit als Unterarzt in der Henochschen Kinderklinik (Charité) im Jahr 1894 kenne. Als Mitautor beim Aufsatz in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift" habe er deshalb nicht fungieren wollen, um Behring "die "Alleinentdeckerfreude zu lassen". Zudem habe Behring in seinen Publikationen stets W.s Verdienste hervorgehoben. - Durch die Behandlung des von Koch übernommenen algerischen Hammels (W. impfte ihm seine virulenteste Diphtheriekultur ein, das Tier starb) wurde eine Methode zur Herstellung des Serums entwickelt. Dieses wurde am 20.12.1891 in Zusammenarbeit mit Stabsarzt Geissler den diphtheriekranken Kindern in von Bergmanns Klinik eingeimpft - ohne Behring, der sich wegen gesundheitlicher Probleme ("Sehstörungen") auf Rat Goldscheiders zur Kur in Wiesbaden aufhielt. - Unterstützung bei den Tierversuchen (Schafe) habe W. durch seine Braut in Friedeberg erhalten. Zur Belieferung der Heubnerschen Kinderklinik mit Serum für Versuche an kranken Kindern. "Behrings Kaufmanngenie - er war ein ausgezeichneter Kaufmann - gelang es die Höchster Farbwerke für die Sache zu interessieren", mit der Folge, dass 1893 ein großer Tierstall für Pferde (Blutserumlieferanten für Tetanusheilserum) neben Kochs Institut "im sogenannten Dreieck bei der Charité unter den Stadtbahnbögen" entstand. Roux habe 1894 beim Kongress in Budapest für das Heilserum "Propaganda" gemacht. Hinweis auf W.s Publikation "Über die Vererbung der Di[phtherie]-immunität" (1895). - Privates: Behrings Schwester [Emma Schumburg] habe Behring von 1892 bis 1894 sorgsam gepflegt. "Bei der Taufe seines ersten Sohnes [Fritz] waren Roux-Paris, Löffler-Greifswald und ich selbst als Paten bei dem Kinde in Marburg; es war dieses Fest ein wahres Fête d'esprit, eine Siegesfeier über die Diphtherie." - "Die Zusammenarbeit mit Behring war bei seinem Naturell vielfach nicht leicht, und gelegentlich gab es Differenzen, die aber im Hinblick auf die Grösse des uns beschäftigenden Problems schnell immer beigelegt wurden." Hinweis, Zitate und Kommentierung des Behring-Briefes an W. vom 18.03.1892 aus Wiesbaden (Differenzen wegen der Versuche an kranken Kindern in der Klinik von Bergmanns). Über die weitere Zusammenarbeit mit Behring in Marburg (Tuberkulose, Pest, Milzbrand). Bekräftigung seines Anspruchs, "nach Behring die grössten Verdienste um die Entdeckung des Di-Heilserums zu haben". Zum Verlust des Posener Hygiene-Instituts und zur neuen Arbeitsstätte in Landsberg an der Warthe (Preußisches Hygiene-Institut).

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Signatur: EvB/B 1/197

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Johannisthal, 02.04.1892. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (1 S.)

Br. erwähnt bei Schulte (2001), S. 124, 128, 129

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000885p

Zum geplanten Buch, das bei Thieme erscheinen solle ("Grundriß der Lehre von der modernen Bekämpfung der Infektionskrankheiten durch Krankheit verhütende und durch heilende Mittel" [erschienen unter dem Titel "Die Bekämpfung der Infectionskrankheiten - Infection und Desinfection: Versuch einer systematischen Darstellung der Lehre von den Infectionsstoffen und Desinfectionsmitteln". Leipzig: Thieme, 1894]). Zu W.s Bedenken hinsichtlich Rubner. - Über B.s Verhältnis zu Schütz, dem er über Pariser, Münchener und römische Untersuchungen mit B.s Tetanusheilserum berichtet habe. - Bei Diphtherieheilserum solle die Beobachtung am Menschen B. und W. überlassen werden, ansonsten bekäme man (insbesondere Bergmann, Henoch) "nichts". B. wünscht, die experimentellen und kritischen Beiträge zur Lehre von den Infektionskrankheiten mit W. gemeinsam herauszugeben (Hinweis auf viel Geld und wenig Risiko).

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Signatur: EvB/B 1/57

Briefkarte an Otto Heubner / Emil von Behring
Johannisthal bei Berlin, 20.07.1892. – eh., 1 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000259

Das Material für die Diphtheriebehandlung erhalte momentan Geheimrat Henoch. "Ich nehme jedoch Ihr Anerbieten mit großem Dank auf , u. bin vielleicht schon in wenigen Wochen in der Lage Sie mit Serum für eine Reihe von Fällen zu versorgen."

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Signatur: EvB/B 1/217

Briefkarte an Erich Wernicke / Emil von Behring
Berlin, 21.01.1893. – eh., 2 S. (Negativkopie), Transkr. (1 S.)

Briefkopf: "Stabsarzt Professor Dr. Behring, Berlin S.O., Treptower Chaussee 8, I. Villa Emma"

Br. erwähnt bei Schulte (2001), S. 78

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000886a

Indirekter Hinweis auf die Ernennung zum Professor, den veränderten Briefkopf und die Verbesserung seiner Lebenssituation ("ein friedfertigeres Dasein"). Beteiligung von Althoff und v. Coler. Mit Koch bestehe zur Zeit "vollständige entente cordiale". Von Coler habe W. "in die militärärztliche Karriere eingeführt", B. sei bei Althoff "ein halber Leibarzt geworden". - Bittet um Besprechung "wegen der Blutabzapfungen und der Diphtherieangelegenheit". Ob denn nun "mit Deinem Hundeserum bei Henoch gearbeitet" werde? - Gesundheitliches.

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Signatur: EvB/B 1/53

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Berlin, 04.05.1893. – eh., 4 S. (Negativkopie)

Briefkopf: "Stabsarzt Professor Dr. Behring, Berlin S.O., Treptower Chaussee 8, I. Villa Emma."

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000273

Nachbemerkungen zur letzten Serumsendung. Die Leitung der Tierimmunisierung und Blutentnahme werde in Kürze wechseln. - Die Auswertung der Heilresultate solle nach einem festen Schema geschehen: Alle Fälle, nicht nur die schweren, sollten berücksichtigt werden. - Über die Auswertungsmethode Henochs und dessen Assistenzarzt Burdach [?]. B. interessiere im Besonderen, im welchem Stadium der Diphtherie "beim Menschen die Heilung noch möglich ist u. ev. bei welcher Dosirung; das muß klinischerseits [Wort unterstrichen] jetzt festgestellt werden". Durch die Beobachtung am Krankenbett wolle er erfahren, welche Menge und welcher Heilwert für "weit fortgeschrittene u. sehr schwere Diphtherie erforderlich ist". Fragt nach H.s Meinung hierzu.

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Signatur: EvB/B 1/59

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Marburg, 08.11.1905. – eh., 4 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000279

Äußerungen über Kollegen (Salge, von Bergmann, Henoch, Oertel, Schloßmann), die sich in der "Heilserumangelegenheit" als "Richter" aufgespielt und über den "Werth oder Unwerth des Heilserums" entschieden hätten, was im Falle Bergmanns eine offizielle Boykottierung zur Folge gehabt hätte. Von Althoff wisse B., dass in Heubners Klinik tuberkulosetherapeutische Bestrebungen, "namentlich was die Milchfrage angeht", wohlwollend behandelt würden. Mit keinen Kinderkliniker arbeite er lieber zusammen als mit H. Speziell für die Kinderbehandlung [der Tuberkulose] habe er noch keinen "Vertrauensmann". "Es würde sich zunächst handeln um Verabfolgung des TC-Präparats mit der Milch an Neugeborenen. Demnächst erst um TX-Behandlung."

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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