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8 Einträge zu hoesslin, rudolf [1858-1936] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2020-11-01 02:07)


Signatur: EvB/L 270

Krankengeschichte Emil von Behrings / Unbekannt
[Marburg], [o.D.]

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Schilderung des Aufenthalts Behrings im Sanatorium Rudolf von Hoesslins und Krankengeschichte 1907 bis 1910 [Zusammenfassung, nach den hs. Aufzeichnungen, vgl. EvB/L 268]. Der Text scheint die modifizierte Vorlage für eine stark verkürzte Passage bei Zeiss / Bieling, 2. Auflage 1941, S. 497 zu sein. Dort erscheint die Schilderung des Sanatoriumsaufenthaltes im Kapitel "Philosophie".

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Signatur: EvB/W 68

Kladde, "7/IX 06" / Emil von Behring
[Marburg?]. – Ms., 134 S. (gbd. m. lose einliegenden Bl.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-05/T-II, f/Nr. 1247

Labornotizen. Philosophische Betrachtungen zu Begriffen wie Urteil und Erkenntnis, zu Bewusstsein und Gewissen. Die Inhalte können nur in Auszügen wiedergegeben werden. - Biographisches über Louis Pasteur. Briefentwürfe an Althoff und Mecnikov. - 07.09.1906: Briefe an [Konrad] Sick [vgl. EvB/B 210/3/4, Brief vom 01.09.1906] und Antworten. "Fragen wegen Sufon". Stichworte wie "Jod - Hepin", "Anderweitige Hepinstudien", "Diagnostische Tulase-Verwertung", "Chirurgische Sufon-Verwertung", "Phthisiotherapeutische Beiträge", "Käse-Immunität", "Immunität durch pasteurisirte Milch", "Kälber-Immunisirung beim Bang-Verfahren". - Philosophische Notizen zu "Urtheil", "Ratio", "Krisis", "Polarisatio", "Diastase"; über ethische Urteile. 18.10.1906: Notizen zum 12. Heft von Behrings "Beiträgen zur experimentellen Therapie" [das Heft erschien erst 1912, hatte die Blutuntersuchung zum Thema und war den "Münchener Freunden" Adolf Dieudonné, Rudolf von Hösslin und Friedrich von Müller gewidmet]. Geplant waren 1906 "Tuberkulosetherapeutische Studien im Thierexperiment" mit Bezugnahme auf Koch und Schütz ("nebst Kritik") sowie auf das Laboratoriumsexperiment von Vallée. - 16.09.1906: Henry Poincaré: "Der Werth der Wissenschaft" (1906) [in B.s Bibliothek, Nr. 1166, ohne Marginalien], Bezugnahme auf Spinoza. Zu Kraft und Stoff; zur Wissenschaft an sich. Zitat aus Helmholtz. Zur "Wissenswelt"; über Gefühlsschwankungen, diese seien "mikrokosmische Vorgänge und Rückgänge unter dem Einfluß makrokosmischer Vorgänge und Rückgänge"; Glaubenswelt, Luthers Glaube. - 22.09.1906: "Gegenwärtiger Stand der Tulasetherapie" - Formulierung von "Aufgaben". Bezugnahme auf Wernickes Artikel im "Archiv für Hygiene". 26.09.1906: Stichworte für einen Brief an Mecnikov [vgl. Brief an M. vom 10.10.1906, EvB/B 1/114], ("Vertraulich: Heubner, Pfaundler [...], Romberg - Sick"). Gedanken über die von B. entwickelten therapeutischen Mittel und ihre Kritiker. Über die Behandlung der Tuberkulose ("Als ich meinen Pariser Vortrag hielt, war die Richtigkeit und Wichtigkeit meiner 4 Jahre früher von mir in Stockholm mitgetheilten Entdeckung einer wirksamen Rindertuberkulosebekämpfung schon von vielen Seiten bestätigt worden. Diese meine Entdeckung hat zur Ausarbeitung derjenigen Schutzimpfungsmethode geführt, welche gegenwärthig unter dem Namen 'Bovovaccination' in aller Welt von Viehzüchtern praktisch verwerthet wird. Nach diesem glücklichen Erfolg habe ich auch erwogen, ob ich einer vaccinirenden Schutzimpfung tuberkulosebedrohter Menschen das Wort reden soll. Ich habe jedoch dazu den Muth nicht gefunden.") - 01.10.1906: Entwurf eines historischen Rückblicks über die Tuberkuloseforschung. Über das Traubensäuremolekül. - 05.10.1906: Aufgaben für die Anstaltsärzte in Heilstätten" [Tuberkuloseheilstätten]. "Interpretation des Pariser Vortrags". - 13.10.1906: "Vortrag gehalten vor Seuchenärzten über Arbeitsziele u. Arbeitsmethoden, Arbeitsgelegenheit u. Arbeitsmittel". - Briefentwurf an Mecnikov (12.10.1906) philosophischen Inhalts. - 15.10.1906: "Tuberkulosetherapeutisches Programm". Notizen zum Mikrokosmos, Goethe, Bismarck. - 26.10.1906: Notizen zum Dezemberheft der Deutschen Revue betreffend Milchhygiene. - 28.10.1906: "Eigene und fremde Gedankengänge" (Theorie und Praxis, Induktion und Deduktion). - 05.11.1906: Über therapeutische Dosierungsgesetze". - 05.11.1906: Berliner Hygiene-Ausstellung. - 22.11.1906 Disposition zu Tiermilch und Säuglingsfürsorge. - 30.11.1906: "Über die physische und physiologische Leistungsfähigkeit des Menschengeschlechts" - 18.05.1907: Milchkonservierung. - 18.05.1907: "Combinirte Tuberkulosetherapie". - 18.08.1907: "Latenzbegriff". 18.06.1907: "Lungentuberkulose-Entstehung". - 21.06.1907: "Über antagonistische Functionen der proteinoiden und lipoiden Anteilen des Tubercelbacillenplasma". - 30.06.1907: Entwurf über Pasteur (12 S.) ["Pasteur" von Emil von Behring, erschienen in der Internationalen Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik, 27.07.1907, S. 519-533]. - 09.07.1907: Entwurf eines Briefes an Althoff betreffend eine Berufung Goldscheiders, den B. empfiehlt, da er ihn kenne ("seit 30 Jahren in freundschaftlichem Verkehr"), seine Verdienste um die Sinnesphysiologie und seine "ungewöhnliche[] logische[] Schärfe" sowie seine Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit als Arzt schätze. Über die anderen Anwärter, Wilhelm His [Junior] und Friedrich Moritz, könne B. nur wenig sagen. - 09.08.1907 [recte: 09.07.1907?]: "Diphtherie" - Zahlreiche Einträge am 20.07.1907 zu Opsonin, zu Albumin oder Globulin, zum Tetanusgift, zur Nährlösung. - Der hintere Teil der Kladde ist von hinten nach vorne beschrieben, beginnend am 21.07.1907 (Manuskript zum Thema "Neue Pharmaka"), letzte Datierung 28.07.1907. Beigelegt sind fünf Seiten Typoskript mit eh. Erg. zu Tuberkulose, Tuberkelbazillen, Sichtbarmachung durch modifizierte Gram-Methoden und Färbung nach Ziehl (Hinweis auf Much), Ergebnisse einer Kälbersektion.

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Signatur: EvB/L 268

Krankengeschichte Emil von Behrings ab 1907 / Unbekannt
[o.O.], 22.11.1907-23.02.1915. – hs. m. e. Zeichn., 15 S. (Abschr.)

Das Original der Krankengeschichte befand sich nach Zeiss und Bieling "im R. v. Hoeßlinschen Santorium in München, jetzt Klinik Neuwittelsbach". [Zeiss / Bieling 1941, S. 597, Fußnote 13.]

Alte Signatur: 08-11/T-II, j/Nr. 1249

Krankengeschichte Behrings seit dem Eintritt in das Neuwittelsbacher Sanatorium Rudolf von Hoesslins am 22.11.1907. Diagnose "Tabes, Depression". 1907 werden Zustände von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, Schlaflosigkeit und die Sorge darüber, wie Behring sich stabilisieren könne ("durch Arbeit", 07.12.1907), genannt. Beschäftigung mit Billardspiel (14.01.1908), aber auch wissenschaftlichem Arbeiten (dabei "leicht ermüdbar", 04.07.1908). Am 26.10.1908 drängt die Familie nach Hause. "Behring will jetzt aber nicht, weil er dort nicht zur Ruhe käme." - Im Dezember 1908 plant Else von Behring, mit zwei Söhnen zu Weihnachten zu kommen. Notiz am 28.12.1908: "Zustand der gleiche. Wenig Freude über den Besuch. Kauft morgen ein - alles furchtbar teuer!" 05.11.1908: "Behring macht auf die anderen Patienten ganz guten Eindruck". Aus einem Brief Hoesslins an Brauer in Marburg: "Die Beschwerden unveränderlich, sie bestehen seit 15 Jahre - 99 % psychogener Natur. Psychische Depression. Behring hält sich für unheilbar krank. In schlechten Tagen keine Einsichtsfähigkeit. [...] Klagen: unangenehme Empfindungen im Kopf, Gefühl nicht stehen zu können, Schmerz in den Beinen, Schlaf schlecht. [...] Geistige Funktion absolut normal. Unzweifelhaft reiner Depressionszustand. Prognose absolut günstig. - v. Hoesslin hat nicht d. geringsten Zweifel an der Richtigkeit seiner Auffassung, die auch von Kraepelin in allen Punkten bestätigt worden ist." - Notiz am 01.03.1909: "objectiv keine Intelligenzstörungen". Im März Klagen, dass Behring "bei lebendigem Leibe 'verfaule'. - Objektiv alles unverändert." - 30.09.1909 - 29.10.1909: "Objectiv besser - subjectiv Klagen". 05.11.1909: "Glaubt, dass es nie besser werde, alles sei zwecklos - und er sei schon völlig 'blödsinnig'". 07.11.1909 - 30.11.1909: "Vorübergehend subjective Klagen über schlechtes Sehen". - Hinweis auf einen Brief Hoesslins an Generaloberarzt Schumburg [Schwager Behrings] in Straßburg vom 03.07.1909 ("Keine nennenswerte Aenderung - Schlaf schlecht"). Am 05.05.1910: "Suicid-Gedanken. Frau soll kommen". - 25.07.1910: "Zweifellose langsame Besserung." Am 06.08.1910 "Abreise". - Nachtrag zu 1915, 23.02.1915: "Diagnose Periproktitischer Abszess", gemäß Anamnese litt Behring bereits 1914 unter ähnlichen Beschwerden.

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Signatur: EvB/B 36/28

Brief an Emil von Behring / Paul Ehrlich
Frankfurt a. M., [1910]. – eh., 4 S., Transkr. (1 S.)

Briefkopf: "Geh. Ob.-Med.Rath Prof. Dr. P. Ehrlich Westendstrasse 62"; in zwei Etappen geschrieben

Nachtrag mit Bleistift "1910"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1034/Dok. 0000209

Rückmeldung nach für Ehrlich harten Wochen. Freude über B.s Entschluss, seine wissenschaftliche Tätigkeit wieder aufzunehmen. Nach langer, erzwungener Pause mache die Arbeit doppelte Freude. Dank für Interesse an E.s chemotherapeutischen Arbeiten. - Zusatz acht Tage später: Herrn Dr. Hösslin habe er "606 umgehend trotz großem materialmangel gesandt".

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Signatur: EvB/W 77/3

Labornotizen zum Diphtherieheilserum und Exzerpte (Philosophie, Literatur) / Emil von Behring
Marburg; München; Capri, 02.09.1911-01.08.1912. – Ms., 97 (gbd.)

Titel fingiert

Ländercode UNIMARC: XA-DE, XA-IT

Notizen und Exzerpte zu Versuchen und philosophischen Schriften sowie Hinweise auf versandte Briefe. - 02.09.1911: Versuche mit Diphtherieheilserum ("DHS"), Bezugnahme auf Paul Morawitz über die Fällungsgrenzen für Humanglobulin. Reisenotizen (05.10.1911): "München, Regina Palast ("Hotel Eigenartig"), geplantes Treffen mit Fritz Bronsart von Schellendorff [vgl. dessen Brief vom 12.09.1911, EvB/B 25/1]. Persönliche Notizen: "Briefe von Metschnikoff u. Römer - Vorschlag: Stipendium von 15000 Mark für Marburg (Philipps)Gymnasium [...] Gespräch mit Ostwald [...] Brief an Lu [= Else von Behring] Böhler". 07.10.1911: "Mittags mit Kleintjes 4 Jahreszeit. Ab[end]s bei v Hößlin mit Müller's [...] Osk. v. Miller, [...] und Fr. Feilitzsch". 09.10.1911: Notizen zu Diphtherieheilserum ("DHS"), Gift, Tetanus. 21.10.1911: "Physisches - Metaphysisches - Psychisches". Über Grund ("causa") und Ursache, Bezugnahme auf Spinoza. 26.10.1911: "Schnitzler's Weites Land [Titel unterstrichen] Lessing-Theater". - Arbeitsnotizen zu Tulase, zu Schafversuchen in Argentinien u.a. - 06.11.1911: "Mausoleumspläne (Elsenberg)". 11.11.1911: Notizen zu Eduard von Hartmann "Der Tod" ("Verjüngungstod"; "Leben ist altern": "Zellteilungstod"; "Selbsterhaltung nicht letztes Ziel"; "H. Hertz S. 146 Gültigkeit des Energiegesetzes"), Bezug auf Ostwald, Driesch ("Dynamische Teleologie"). - 07.08.1912 auf Capri: "Metaphysische Energie", "Psychophysische Beziehungen", "Der Tod u. Krankheit", "Problem des Todes". Exzerpt aus Eduard von Hartmann "Das Problem des Lebens" von 1906 [in B.s Bibliothek mit zahlreichen Marginalien, Sign.: 512, digitalisiert], darunter "Die psychophysische Kausalität". - Zitat aus Fritz Mauthner: "Der Strom der Zeit im Bette des Raumes." Notizen zu Sigfried Tietze: "Das Rätsel der Evolution" [1911, in B.s Bibliothek, Sign.: 480]. Zu Schopenhauer. Weitere Notizen aus Hartmanns Schriften: "Kein Organismus kann fortfahren zu existieren, der nicht seiner Umgebung angepaßt ist." Zu "Charakter u. Wille", zu "Vererbung von Anlagen und Fähigkeiten", "Die Instinkte des untergeordneten centralorgans des Nervensystems". "Das Unbewußte." - 01.08.1912 in Capri: "Metaphysik ist Bedürfnißfrage." Bezugnahme auf Lichtenberg, Goethe (Faust II), Kant ("Vollkommene Kunst wird wieder zur Natur."), Ostwalds Monismus, Charles Darwin, Felix Auerbach ("Entropie"), John Locke, Karl Ernst von Baer, Ernst Mach, Heraklit und Trendelenburg ("Die Zeit ist überall der Raum ist immer.")

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Signatur: EvB/L 258

Reisetagebuch / Emil von Behring
[verschiedene Orte], 11.08.1911 - 30.11.1913. – eh., 74 S. (geb.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-05/T-II, f/Nr. 1149

Privates Reisetagebuch aus dem Sommer und Herbst 1911, mit Nachträgen aus dem Jahr 1913 zu Anaphylaxie u. ä. - Beginn am 11.08.1911 ("Programm"). "Am 17 VIII 11 soll nach Hamburg gefahren werden mit der ganzen Familie (Pferd?) 18 / VIII 11 Besichtigung von Hamburg 19 /VIII 11 Kinder ab 12.36 [Uhr] Ankunft Marburg 8.42 [Uhr] Auto ab." - Notizen über den Verlauf der Reise (Borkum, Dresden, Autofahrt [ohne Angabe eines Ziels]), über Geldausgaben ("220 Mark täglich"), Erwähnung von Schumburg in Hannover, Brauer (Geldgeschäft). "Bild bestellt". 19.08.1911 Fahrt von Hamburg nach Goslar, Celle, Braunschweig (mit Erwähnung der Sehenswürdigkeiten). 20.08.1911: Goslar, Braunlage, Schierke im Harz ("Fürst Stolberg 180 Z.[immer] (250 Gäste)"), Oker-Tal, Germerode, Rosstrappe, Hexentanzplatz. Halle ("Karte an Schumburg"), Leipzig (Angabe des Körpergewichts: "168 [Pfund]"). 21.08.1911: Leipzig Völkerschlachtdenkmal. Meißen ("Schloß mit Kirche"). Dresden ("Brühler Terrasse"). 22.08.1911: Dresden ("Verrechnung mit Brauer"). Allgemeine Notizen: "Krupp-Gespräch (Brühler Terrassen)". "Tuberkulose u. andere Arbeitspläne mit Brauer", Alkoholverbrauch. 22.08.1911: "Purgiertag". Treffen mit Lingner, Brief an Siebert. Erwähnung weiterer Personen im Verlauf der Reise: "Herr von Noorden mit Sohn". Weitere Reisestationen: Karlsbad, Erzgebirge, Eger, Bayreuth, Nürnberg, Augsburg, Kaufbeuren, Kempten, Lindau (26.08.1911, von dort "an Brauer: Bluttabelle"), Bregenz, Bozen, Meran, Vinschgau, Stilfs, Ortler-Gruppe, Landeck (27.08.1911), St. Anton, Bludenz, Feldkirch, Bozen, Pordoi (29.08.1911), Cortina, Misurina, Drei Zinnen (30.08.1911), Valle di Cadore, Belluno (31.08.1911: "Sehr gute Stimmung [...] Viel Chianti-Landwein getrunken. Im Kinematographen-Theater."), Weiterreise nach Trient (02.09.1911) ("Gedanken über Autofahrten"), Gardasee (03.09.1911, "Abends Unterhaltung mit Brauer über Historische Darstellungsmethoden"), Bergamo, Monument von Gaetano Donizetti, Varenna, Bellagio und Menaggio am Comer See (am 05.09.1911 "Auf Anregung von Brauer" Notizen über Rindertuberkulose), Beschreibung der üppigen Vegetation in Bellagio. Plan der Rückreise am 06.11.1911 über Lugano, Luzern und München. In München vom 08.09.1911 bis 14.09.1911, Treffen mit Dieudonné, Hengst, Scherpenberg, Frau von Hösslin, Kleintjes, Besuch von Wagners "Meistersingern" im Prinzregenten-Theater und Beethovens Neunter Sinfonie mit Ferdinand Löwe als Dirigent, Notizen zu Nietzsches "Jenseits von Gut und Böse", zu Schopenhauer, Spinoza und Goethe: "Gottesbegriff", weitere Treffen mit Oskar von Miller, Besuch des Deutschen Museums. 16.09.1911 zurück in Marburg: "Sachen von der Reise geordnet". - Von der Reise Briefe und Karten an Scholz, Löffler, Klein-Chevalier, Behringwerk, Hösslin (zweimal), Frau Geheimrat Pfeiffer, Lingner, Frau Schenk, Nocht, Romberg, Fritz von Behring, Siebert, Römer. Poetischer Text eines Briefes an Elise Spinola ("Liebste Oma!") über die Alpenreise mit dem Ehepaar Brauer [10 S.]. Briefe an Brauer, Roux, Bronsart, Emma Schumburg. - Notizen zu Tätigkeit in Marburg (17.09.1911): "Besichtigung der neuen Bauten [der Behringwerke oHG] mit Elster's, Klingenbiel's, Brauer, Römer". - Notizen am 30.11.1913 und später zu "Dyskrasie Idiosynkrasie Anaphylaxie Immunität für Leo Metschnikoff". Arbeitsplan: "Neure Tatsachen u. alte Gedankengänge auf dem Gebiete der Immunität lesen." - Nachtrag vom 07.09.1911 auf der letzten Seite des Tagebuchs: "Schmutzige Wäsche" [mit Kleiderliste]. - Namensliste [in Auswahl]: Dieudonné, Hingst, Feilitsch, Kleintjes, Kraepelin. Leo Samberger, mit Adresse ("Ob Bild u. Photografien angekommen").

Notation: 3.12 - Tagebücher

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Signatur: EvB/B 32/1

Brief an Emil von Behring / Adolf Dieudonné
München, 16.01.1911. – eh., 2 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000152

D. dankt für Karte, er wolle sich gerne an den "Versuchen über Blutmengebestimmung im lebenden Organismus" beteiligen. Man solle die Methode zunächst im Tierversuch einüben und dann an Kindern vornehmen. - Aus B.s Briefen an Professor Müller lasse sich seine wiedergewonnene Schaffensfreudigkeit ablesen. Er spreche darüber oft mit Hoesslin.

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Signatur: EvB/B 214/30

Brief an Else von Behring / Emil von Behring
[Wiesbaden?], [o.D., vor 1914]. – eh., 1 S. (unvollst.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 02-10/U-II, g/Nr. 1912/Dok. 0000030

Brieffragment ohne Anrede, vermutlich von einem Kuraufenthalt in Wiesbaden, da Hinweis auf Kochbrunnen und Theodor Friedrich Eberhard von der Decken [vgl. dessen Brief an Emil von B. vom 16.07.1914]. Schilderung der Kuranwendungen und der Begegnungen mit Hoesslin, Hingst, Romberg, Neisser, Sardemann und His, welcher die Familie in Marburg besuchen wolle.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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