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6 Einträge zu laennec, rene t. h. [1781-1826] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-01-26 01:09)


Signatur: EvB/W 56

Berliner Vortrag (Phthisiogenese) oder: Die Entstehungsweise der tuberkulösen Lungenschwindsucht des Menschen / [Emil von Behring]
[Marburg, Berlin], 02.01.1904. – Ms., 34 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-04/T-II, e/Nr. 1132

Vortragsmanuskript zum Vortrag "Phthisiogenese und Tuberkulosebekämpfung" am 18.01.1904 vor dem Verein für innere Medizin in Berlin [veröffentlicht in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift", Nr. 6, 1904]. Notizen und Sammlung vom 02.01.1904 und 08.01.1904. "Klinisch wahrnehmbare Phthisiogenese". Zur Disposition der Tuberkulose (familiäre Disposition, Vererbung etc.); "Primäre Kennzeichen der zur Phthisis führenden tuberkulösen Infektion"; Bezugnahme auf Virchow, Bichat, Lombard ("Scrofulöse Tuberkel"), Hippokrates, Bayle ("Emancipation der Tuberkulose durch Bayle"), Laënnec, Rilliet und Barthez. Notizen vom 31.12.1903: "Aufstellung von Thesen" ("Koch's Lehre von der bronchogenen und alveolaren Lungenschwindsucht-Entstehung". Notizen vom 08.02.1904: "Virchow Die krankhaften Geschwulste". Ziegler (Ziegler (in Eulenburgs Real-Encyclopädie)) "Tuberkulose", von Bardeleben (in Eulenburg) "Gefäße". Notizen vom 26.11.1902: Liste von Beiträgen aus "Virchow's Archiv", 1902, Bd. 169, Heft 3: Artur Pappenheim, Arthur Schlesinger, Eduard Aronsohn, Sergej Saltikow. [Diese Sammlung entspricht nicht dem veröffentlichten Vortragstext.]

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Signatur: EvB/B 1/109

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
[Marburg], [21.11.1905]. – eh. Entw., 14 S. + 8 Beil.

Beil. 1 (masch. m. eh. Korr. und Überklebungen sowie eh. Erg. auf Vorderseite und Rückseite von S. 6, 7 S.(diese datiert auf den 13.11.1905)): Br., Emil von Behring [an Elias Mecnikov] vom 21.11.1905, Marburg

Beil. 2 (masch. u. hs., 5 S. (Durchschlag)): Br., Emil von Behring [an Elias Mecnikov] vom 14.11.1905 m. hs. Erg. [Durchschlag des Br. vom 21.11.1905] m. eh. teils identischen, teils abweichenden Korr.

Beil. 3 (masch., 8 S.): Br., Emil von Behring [an Elias Mecnikov] vom 11.1905, (Abschrift [durch Heinz Zeiss, Moskau]); hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Beil. 4 (pag. masch. m. hs. Korr. u. Erg., 10 S. (Durchschlag)) Typoskr. "Experimentelle Studien über die Durchgängigkeit des Magendarmkanals etc." von Dr. Albert Uffenheimer, hs. Tabelle "Obduktionsbefund des Versuchstieres"

Beil. 5 (eh., 1 S.) : Reaktionen von V und Gl in vitro

Beil. 6 (hs., Hekt., Serien-Br., 2 S.) : Verarbeitung der Tuberkelbazillen (:RI:) zu Z und RII.

Beil. 7 (eh., 1 S.) : Neue Vorschrift für die Verarbeitung von RII

Beil. 8 (eh. Entw., 1 S.): Br., Emil von Behring an Elias Mecnikov vom 17.11.[1905]

Beil. 9 (hs., Hekt., 5 S.): Begleitbr. zur Übersendung von "TRII"

Beil. 10 ( Dr. mit eh. Durchstreichungen und Korr. sowie Klebungen, Typoskr., Vordr. e. Tab. m. eh. Beschr., 4 S.): Typoskriptfragm. "Phthisiotherapeutische Leitsätze"

Beil. 11 (eh. u. masch., 4 S.) : Gebrauchsanweisung für Gewinnung von M-Vaccin I, 4.11.1905 und 7.12.1905

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000499

Der Brief beinhaltet Versuchsbeschreibungen und -anweisungen und erläutert verschiedene Beilagen. - B. sendet mit Hinweis auf Alexander Schmidts Buch "Zur Blutlehre" [Leipzig: Vogel, 1892] sein "Instituts-Schema, betreffend Verarbeitung von Tuberkelbazillen (Tb), welches Schema [Wort hs.] ich mutatis mutandis auch auf asporogene Milzbrandbazillen (Axb) und Diphtheriebazillen (Db) angewendet habe". [Anlage fehlt.] - Die beigelegte Arbeit Uffenheimers "aus Gruber's Münchener Institut" [= "Experimentelle Studien über die Durchgängigkeit der Wandungen des Magendarmkanales neugeborener Tiere für Bakterien und genuine Eiweißstoffe". München, Berlin: Oldenbourgh 1906] sei interessant, weil sie "die Sonderstellung der Bayle'schen Granulationstuberkel" demonstriere. Uffenheimer nehme Bezug auf B.s "Bemerkungen über die Bayle-Laénnec'sche [sic!] Granulationstuberkulose". Über U.s Beobachtungen in der Lunge; dessen "Lungenknötchen" enthielten wohl die "Lebert'schen Zellen". - Beigelegt habe B. einen Brief Otto Heubners zum selben Thema mit Hinweis auf die Erfahrungen des Berliner Ophthalmologen von Michel. - Erg.en zu Versuchsreihen mit dem "R II-Präparat" und Tuberkelbazillen (Tb) an Meerschweinchen, Kaninchen, Ziegen, Schweinen, Rindern und Pferden. - Über B.s "R IV-Präparat". Beschreibung der Gewinnung von "C-Substanz" aus Meerschweinen: "Solcher Geschwulstinhalt, der sehr starke lytische Kraft besitzt, hat sich im Tierversuch zur Unschädlichmachung virulenter Tb. befähigt gezeigt [Satz hervorgehoben]". Man habe nun ein Mittel in der Hand, "um das, was Koch [Wort hervorgehoben] durch mechanische [Wort unterstrichen] Arbeit zu leisten versuchte, nämlich die Befreiung des Virus vom Gift und die Gewinnung einer therapeutischen wirksamen Restsubstanz (TR), von lebenden Zellen uns vormachen zu lassen." M.s Phagozytosenlehre habe B. erst dann würdigen können, als er die Leistung der Phagozyten "willkürlich regulieren und für medikamentös-therapeutische Zwecke dienstbar machen konnte." B.s Ziel sei es, "eine praktisch brauchbare Cytotherapie [Wort unterstrichen] der Serumtherapie [Wort unterstrichen] an die Seite zu stellen". - Rückblick auf die Versuche zur "TC bezw. TX-Cystenerzeugung bei tuberkulose-immunen und tuberkulösen Rindern" sowie Kontrollrindern, wo er beobachtet habe, dass "TR IV" präventiv und kurativ wirke. Zu den neuen Versuchen mit neugeborenen Kälbern, für deren Erfolg die Unterstützung durch Vallée und Arloing wichtig sei. Versuchsanweisungen für Vallée. Zur Dosierung von R IV. - Für die Rindertuberkulosebekämpfung sei es ein großer Fortschritt, wenn man mittels eines Milchpulvers die noch nicht infizierten Kälber gegen Tuberkulose schützen könne. - Zusendung der mit Much gemeinsam verfassten Milzbrandarbeit [= "Ueber die Beziehungen der Milzbrandbazillen zu endothelialen Zellen im Mäusekörper und Meerschweinkörper", in: Deutsche medicinische Wochenschrift 1,1 (1904), Nr. 1, 2-6; nicht beiliegend.]. - Inaussichtstellung der neuen "T.X.-Substanz". - Das beiliegende Typoskriptfragment "Phthisiotherapeutische Leitsätze" [veröffentlicht 1906 als B.werk-Mitteilung unter dem Titel "Phthisiotherapeutische Leitsätze und Tulaselaktin-Gebrauchsanweisung (für Heilstättenärzte)"] enthält eine ms. Gebrauchsanweisung (Fragment) zum "Tulaselactingebrauch bei fieberfreien Patienten in Heilstätten".

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Beilage 1:
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Beilage 10:
Beilage 11:

Signatur: EvB/B 72/2

Brief an Emil von Behring / Arnold Klebs
Chicago, 27.03.1906. – eh., 4 S.

Briefkopf: "100, State Street Chicago"

Ländercode UNIMARC: XD-US

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1037/Dok. 0000336

K. dankt für das in Bs. Antwortbrief zum Ausdruck gebrachte Verständnis; nochmalige Erwähnung des Vaters Edwin Klebs. - Zur Übersetzung des Vorworts von B.s "Aphorismen". K. freue sich, im Anschluss an seine Reise nach Oxford zu William Osler und [nach Paris] zu Mecnikov dann Mitte Juni nach Marburg zu kommen. B.s Aufsätze hätten K. dazu gebracht, Laënnec und Claude Bernard wieder zu studieren. Bezugnahme auf Tuberkuloseheilmittel, Blutuntersuchung, Tuberkel.

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Signatur: EvB/B 8/7

Brief an Emil von Behring / Ludwig Aschoff
Marburg, 24.05.1906. – eh., 4 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000053

A. dankt für Übersendung der neuesten Publikation. Über die Gegensätze zwischen Bendas und Disses Arbeiten. Nicht zustimmen könne er B.s Satz in der Publikation, S. 18: "In keiner Zeit ihrer Existenz aber sind Laennec's Miliartuberkel ganz durchsichtig und grau; nie gehen sie aus den Granulationstuberkeln hervor". Doch sei dies nach A.s Meinung nur eine "histologische Kleinigkeit".

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Signatur: EvB/B 1/69

Brief an Arnold Klebs / Emil von Behring
[Marburg], 25.09.1906. – masch. m. eh. Unterschrift, 1 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1037/Dok. 0000335

B. bedauert, dass der sich momentan in Paris aufhaltende K. nicht nach Marburg hatte kommen können. Die Andral-Ausgabe von Laënnec habe er ausfindig gemacht [= "Traité de l'auscultation médiate et des maladies des poumons et du coeur." 4. Aufl., erw. von Gabriel Andral. Paris 1837]. - Über seine Tulase-Beobachtungen und die zukünftige Tulase-Behandlung. K. werde einer der ersten sein, der in Amerika "tulase-therapeutische Versuche" anstellen könne.

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Signatur: EvB/L 249

Brief an Emil von Behring / Preussisches Ministerium der Geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten
Berlin, 08.03.1907. – masch. m. hs. Unterschrift u. hs. Unterstr. + 1 Beil.

Briefkopf: "Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten. Berlin W. 64"

Beil. (masch. m. eh. Erg. u. Unterstr., 23 S.): "Ueber die Infektionswege der Tuberkulose" / [Emil von Behring]. [Marburg], [o.D.]: Die verschiedenen Arten der tuberkulösen Wundinfektion nach Verletzung der Epidermis führten zur Tuberkulose des Gesamtorganismus, der Transport erfolge über die Lymphbahnen und gelange über die Lymphdrüsen in die Blutbahn, von wo aus die Lungentuberkulose (Beschreibung durch Laennec) ausgelöst werde. Denkbar seien auch andere Infektionswege, etwa durch "Einatmung des Virus durch den Kehlkopf hindurch in die tieferen Luftwege und in die Lungenalveolen", von den intestinalen Schleimhäuten und den in die Schleimhäute eingelagerten follikulären Apparaten aus beginnend oder durch "primäre Infektion durch die Placenta hindurch". Argumente gegen die von Julius Cohnheim und Buchner in München vorgetragene Auffassung einer Infektion durch Einatmung (inhalatorische und respiratorische Infektion). Nach B. könne sowohl die intestinale Infektion "(Deglutition") als auch die pulmonale Infektion "(Aspiration)" eine Lungentuberkulose erzeugen, dies sei jedoch nicht zwingend, wie die Kaninchen- bzw. Rinderversuche von Villimin [= Jean Antoine Villemin] und Vallée gezeigt hätten. B. habe beobachtet, dass das "Belecken der Nabelwunde durch das tuberkulöse Muttertier" bei neugeborenen Kälbern mit Nabelinfektionen Lungentuberkulose erzeuge. Bei Schweinen (Milchferkeln) würde eine tuberkulöse Infektion durch Fütterung mit tuberkulinbazillenhaltiger Kuhmilch erzeugt. Zur Trennung und Unterscheidung von Tuberkel und käsiger Pneumonie (Laennec, Virchow). Einer käsigen Pneumonie gehe eine exsudative Entzündung voraus, die nach Orth "durch den Mangel an polynucleären Leukocyten" ausgezeichnet sei. - Beschreibung der Untersuchungen von Hans Much an einem mit Tuberkuloseerregern infizierten Kalb (mit Tabelle). Darstellung der frischen Lungentuberkuloseausstrichpräparate unmittelbar nach der Sektion des Kalbes mit Färbung nach Ziehl und nach Gram. - Ergebnisse der von Dr. Kremser (Sülzhayn) zugeschickten Probe eines aseptischen alten Abszessen vom Menschen. - Nach dem Vergleich von tuberkulösen Herderkrankungen mit "ebensolchen Granulis in subkutanen lebrösen [Wort unterstrichen] Herden", die B. "unter dem Einfluss des Deycke'schen Nastin's" [ein zur Leprabehandlung entwickelter Stoff] bei seinem Besuch im Gylhanné-Krankenhaus in Konstantinopel gesehen hatte, habe B. in Gemeinschaft mit Siebert ein nastinähnliches Präparat aus dem Tulaselactin entwickelt. Zur noch unbeantworteten Frage nach der "Lebensfähigkeit und Vermehrungsfähigkeit der bakteriolytischen Zerfallsprodukte des Tuberkulosevirus", Planung eines "Schweineexperiment[s]". Über die "morphologische Bedeutung und die chemische Natur der Granula", die zu den Babes-Ernst'schen Körperchen" zu zählen seien. Hinweise auf Publikationen von Kohl (Botanik, Marburg), sowie Arthur Meyer und Grimme ("Volutanskugeln") sowie B.s Pariser Vortrag von 1905. Fazit: Die Untersuchungen "über die Verbreitung des zur Lungenschwindsucht führenden Tuberkulosevirus" dürfte man zukünftig nicht mehr beschränken "auf den nachweis des ziehlfärbbaren bazillären Virus", sondern auch "auf die granulären Zerfallprodukte des Tuberkelbazillus". Untersuchung eines infizierten Schweins. - Auflistung der Unterfragen betreffend die Tuberkulose.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Zur Anfrage der Internationalen Vereinigung gegen die Tuberkulose vom 27.10.1906, "betreffend die Infektionswege der Tuberkulose". Als Direktor des Instituts für Hygiene und experimentelle Therapie in Marburg solle B. die gestellten Fragen "einer eingehenden Prüfung" unterziehen. Im Herbst 1907 solle die deutsche Wissenschaft auf der Wiener Konferenz ihre Forschungsergebnisse vorstellen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin,
Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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