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5 Einträge zu meyer, arthur [1850-1922] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-08-14 09:34)


Signatur: EvB/B 214/1

Brief an Else Spinola / Emil von Behring
Marburg, 31.10.1896. – eh., 8 S.

Briefkopf: "Prof. E. Behring Geh. Med.-Rath."

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 02-10/U-II, g/Nr. 1912/Dok. 0000001

Braut- und Liebesbrief. B. schildert seine Sehnsucht nach Else, erwähnt seine Träume und berichtet von den Vorbereitungen für ihren Umzug nach Marburg: Er habe ein Stück "Terrain" hinzugekauft, um ihr eine Reitbahn einzurichten, Reit- und Wagenpferde würden aus Höchst kommen, eine Köchin sei eingestellt, ein Blumen-Warmhaus [= Gewächshaus] werde errichtet. Die Verlegung der Laboratoriumsräume habe begonnen, von Lingelsheim, Ransom und Scholz seien eingebunden. Über eine Konferenz mit den Kollegen Kossel und Meyer wegen der Installation der elektrischen Beleuchtung im physiologischen, pharmakologischen und hygienischen Institut. Else könne an Bruder Albert [B.] schreiben und an "Alb. di Wedekind" [= Carl Albrecht Wedekind] auf Capri eine Fotografie schicken. Erwähnung Ruppels, von Lingelsheims, Frau Geheimrat R. Küster und deren Tochter, Frau Prof. Müller, in privaten Zusammenhängen.

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Signatur: EvB/B 1/244

Brief an Erich Wernicke / Emil von Behring
Capri, 25.02.1897. – eh., 4 S. (Negativkopie), Transkr. (2 S.)

Briefkopf: "Prof. E. Behring Geh. Med.-Rath."

Ländercode UNIMARC: XA-IT

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1046/Dok. 0000890a

Stichwortartige Antwort in sachlichem Ton auf zwei Briefe W.s [nicht erhalten], vermutlich zu dessen beruflicher Zukunft. B. erwähnt Kontakt mit Althoff, Arndt rücke in eine "etatsmäßige Stelle" ein. Weiterhin zur "Angelegenheit betr. Woodhead"; B.s Pläne bezüglich der hygienischen Abteilung des Instituts und W.s Stellung in demselben; zum Vorwurf der Herrschsüchtigkeit W.s. B. habe auf verschiedene Briefe W.s nicht geantwortet, da sie ihm "aus einer passageren Stimmung heraus geschrieben zu sein" schienen. B.s "Besprechungen in Berlin" hätten dazu geführt, dass W.s Stellung in Marburg sich wie geplant entwickele. - Grüße an Knorr, Ransom, Lingelsheim und Ruppel sowie auch an die Kollegen Prof. [Hans Horst oder Arthur ?] Meyer und Kossel (betreffend "die elektrische Anlage in unserem Institut"). Scholz lasse ihn mit seinen regelmäßigen Berichten im Stich. Verbindliche Grußadresse ("bleibe gut Deinem alten Freund EB.")

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Signatur: EvB/B 1/91

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Capri, 03.03.1897. – Transkr., 1 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-IT

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000472

B. dankt für die Zusendung des Buches von Émile Bourquelot [= "Les Ferments solubles"] und sendet die "Schlussätze der Ransom'schen Arbeit". Über die Besichtigung der meeresbiologischen Station Anton Dohrns in Neapel.Interesse an Seetieren "mit kolossaler Verdauungskraft". M.s Frau stehe bei Dohrn, Prof. Erich und Meyer im Ruf einer geschulten Zoologin. - B. schlägt einen Aufenthalt in Capri und Neapel mit den Ehefrauen für den Herbst vor; er habe zwei Villen leer stehend.

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Signatur: EvB/L 249

Brief an Emil von Behring / Preussisches Ministerium der Geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten
Berlin, 08.03.1907. – masch. m. hs. Unterschrift u. hs. Unterstr. + 1 Beil.

Briefkopf: "Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten. Berlin W. 64"

Beil. (masch. m. eh. Erg. u. Unterstr., 23 S.): "Ueber die Infektionswege der Tuberkulose" / [Emil von Behring]. [Marburg], [o.D.]: Die verschiedenen Arten der tuberkulösen Wundinfektion nach Verletzung der Epidermis führten zur Tuberkulose des Gesamtorganismus, der Transport erfolge über die Lymphbahnen und gelange über die Lymphdrüsen in die Blutbahn, von wo aus die Lungentuberkulose (Beschreibung durch Laennec) ausgelöst werde. Denkbar seien auch andere Infektionswege, etwa durch "Einatmung des Virus durch den Kehlkopf hindurch in die tieferen Luftwege und in die Lungenalveolen", von den intestinalen Schleimhäuten und den in die Schleimhäute eingelagerten follikulären Apparaten aus beginnend oder durch "primäre Infektion durch die Placenta hindurch". Argumente gegen die von Julius Cohnheim und Buchner in München vorgetragene Auffassung einer Infektion durch Einatmung (inhalatorische und respiratorische Infektion). Nach B. könne sowohl die intestinale Infektion "(Deglutition") als auch die pulmonale Infektion "(Aspiration)" eine Lungentuberkulose erzeugen, dies sei jedoch nicht zwingend, wie die Kaninchen- bzw. Rinderversuche von Villimin [= Jean Antoine Villemin] und Vallée gezeigt hätten. B. habe beobachtet, dass das "Belecken der Nabelwunde durch das tuberkulöse Muttertier" bei neugeborenen Kälbern mit Nabelinfektionen Lungentuberkulose erzeuge. Bei Schweinen (Milchferkeln) würde eine tuberkulöse Infektion durch Fütterung mit tuberkulinbazillenhaltiger Kuhmilch erzeugt. Zur Trennung und Unterscheidung von Tuberkel und käsiger Pneumonie (Laennec, Virchow). Einer käsigen Pneumonie gehe eine exsudative Entzündung voraus, die nach Orth "durch den Mangel an polynucleären Leukocyten" ausgezeichnet sei. - Beschreibung der Untersuchungen von Hans Much an einem mit Tuberkuloseerregern infizierten Kalb (mit Tabelle). Darstellung der frischen Lungentuberkuloseausstrichpräparate unmittelbar nach der Sektion des Kalbes mit Färbung nach Ziehl und nach Gram. - Ergebnisse der von Dr. Kremser (Sülzhayn) zugeschickten Probe eines aseptischen alten Abszessen vom Menschen. - Nach dem Vergleich von tuberkulösen Herderkrankungen mit "ebensolchen Granulis in subkutanen lebrösen [Wort unterstrichen] Herden", die B. "unter dem Einfluss des Deycke'schen Nastin's" [ein zur Leprabehandlung entwickelter Stoff] bei seinem Besuch im Gylhanné-Krankenhaus in Konstantinopel gesehen hatte, habe B. in Gemeinschaft mit Siebert ein nastinähnliches Präparat aus dem Tulaselactin entwickelt. Zur noch unbeantworteten Frage nach der "Lebensfähigkeit und Vermehrungsfähigkeit der bakteriolytischen Zerfallsprodukte des Tuberkulosevirus", Planung eines "Schweineexperiment[s]". Über die "morphologische Bedeutung und die chemische Natur der Granula", die zu den Babes-Ernst'schen Körperchen" zu zählen seien. Hinweise auf Publikationen von Kohl (Botanik, Marburg), sowie Arthur Meyer und Grimme ("Volutanskugeln") sowie B.s Pariser Vortrag von 1905. Fazit: Die Untersuchungen "über die Verbreitung des zur Lungenschwindsucht führenden Tuberkulosevirus" dürfte man zukünftig nicht mehr beschränken "auf den nachweis des ziehlfärbbaren bazillären Virus", sondern auch "auf die granulären Zerfallprodukte des Tuberkelbazillus". Untersuchung eines infizierten Schweins. - Auflistung der Unterfragen betreffend die Tuberkulose.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Zur Anfrage der Internationalen Vereinigung gegen die Tuberkulose vom 27.10.1906, "betreffend die Infektionswege der Tuberkulose". Als Direktor des Instituts für Hygiene und experimentelle Therapie in Marburg solle B. die gestellten Fragen "einer eingehenden Prüfung" unterziehen. Im Herbst 1907 solle die deutsche Wissenschaft auf der Wiener Konferenz ihre Forschungsergebnisse vorstellen.

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Signatur: EvB/B 1/22

Brief an Ludolph Brauer / Emil von Behring
Berlin, 29.02.1912. – eh., 8 S., Transkr. + 2 Transkr.: Transkr. 1: 4 S., Transk. 2: 3 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1032/Dok. 0000083

Über Brauers in einem Vortrag geäußerte Idee, Forschungsinstitute oder Akademien an Universitätsstandorten und außerhalb dieser zu gründen. Ausführungen zu Köln, Düsseldorf und insbesondere Hamburg. Plädoyer für den geistigen Austausch der Mediziner mit den Geisteswissenschaftlern: "Die Lebensrätsel sind echt philosophische, ja sogar metaphysische Probleme, und es ist wo[h]l kein Zufall, wenn die wichtigsten biologischen Tatsachen von Angehörigen der philosophischen Fakultät, von Zoologen, Botanikern, Physikern und auch Chemikern entdeckt worden sind." - Über Pasteur und den Physiologen Claude Bernard. Über Helmholtz, dessen berufliche Laufbahn und die Stationen in Berlin, Bonn, Heidelberg, den Kontakt zu Siemens. Aus eigener Erfahrung könne Behring versichern, "daß mir in unserem Marburger biologischen Kränzchen im Gespräch mit Korscheldt, Arthur Meyer, Benno Schmidt u. s. w. in einer Stunde mehr neue Gedanken kommen, als in Jahr und Tag innerhalb des gewohnten Umgangs mit Spezialkollegen, und es ist ganz gewiss kein Zufall, wenn fast immer es outsiders sind, die eine Disziplin mit fruchtbringenden Entdeckungen bereichern." - Über Liebig und seine Schüler Pettenkofer und Voigt und Pasteur. - Fazit: "Also zurück zur richtig gehenden Universität."

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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