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Ein Eintrag zu miessner, hermann [1870-1949] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-07-01 19:00)


Signatur: EvB/B 1/12

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 21.03.1907. – eh., 4 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000034

B. übersendet A. auf Veranlassung von Elise Spinola und Dr. Rothmann den Bericht über seinen Vortrag vom 14. März 1907 [veröffentlicht unter dem Titel "Die Bekämpfung der Rindertuberkulose mit Bovovaccin und Tauruman", Sonderdruck aus: Archiv des Deutschen Landwirtschaftsrats, 31. Jg., 1907] vor dem deutschen Landwirtschaftsrat und das zweite Heft der "Behringwerk-Mitteilungen" [= "Die Bovovakzination in der landwirtschaftlichen Praxis nebst einer polemisierenden Kritik der Herren Schütz, Miessner, Moussu, Thomassen", Behringwerk-Mitteilungen, Heft 2, Stuttgart, Leipzig: Deutsche Verlagsanstalt, 1907]. - In der menschenärztlichen Praxis werde nun neben Tulaselactin auch ein "Tulasuloseserum (Antitulase)" geprüft. Beide Präparate gedenke B. solange unentgeltlich zu liefern, bis deren Unschädlichkeit und Heilkraft klinisch bewiesen sei. - Sehr viel Mühe bereite ihm die kritische Verarbeitung der jeden Monat "zu Hunderten einlaufenden Krankengeschichten". Besonders wertvoll seien diese aus den Tuberkuloseheilstätten und aus der von Michel'schen Augenklinik. - Als Ersatz für den nach Argentinien abreisenden Prof. Römer wünscht B. den Tübinger Kliniker und Privatdozenten Dr. Sick. Veterinärärztlicher Berater möge nach B.s Wünschen Dr. Sticker von den Bergmann'schen Kliniken werden, der an die Stelle von Much, ein "vielseitig und weit über das Mittelmaß begabte[r] Mensch", treten solle. B. suche weniger "geniale" wie Much, sondern vielmehr "gewissenhafte und spezialistisch gut geschulte menschenärztliche und tierärztliche Kliniker"; insofern seien Sick und Sticker für das Marburger Institut für experimentelle Therapie "prädestinirt". Sick ließe sich durch die Ernennung zum Professor gewinnen, Sticker komme deshalb, weil er sich davon überzeugt habe, dass die von B. "neuerschlossenen tuberkulosetherapeutischen Methoden auch in der Krebsbekämpfung zum Ziele führen werden." - Am 08.04.1907 breche B. mit seiner Frau zu einer Reise nach Konstantinopel auf, um dort die Arbeitsergebnisse des Hamburger Arztes Deycke (der Nachfolger von Rieder) auf dem Lepragebiet zu studieren. Deycke sei bei seinen Leprastudien auf dieselbe Heilkörperklasse gestoßen, die B. in seinem Pariser Vortrag als TC charakterisiert habe und über die er im Schlussbericht und im Nachtrag des zweiten Heftes seiner "Mittheilungen" ausführlich gesprochen habe. - Mitte Mai werde er, nach einem Umweg über Florenz, wieder in Marburg sein.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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