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9 Einträge zu morawitz, paul [1879-1936] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2019-06-26 04:06)


Signatur: EvB/B 1/149

Brief an Ernst von Romberg / Emil von Behring
Marburg, 02.11.1905. – masch., 2 S. (Abschr.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1042/Dok. 0000577

Der "Pariser Trubel" [= B.s Vortrag] ließe nur eine kurze Nachricht zu. - Zur Besetzung der Hygiene-Professur in Tübingen schlage B. Wernicke und Prausnitz aequo loco vor, als Reserve Hahn (München) und von Lingelsheim. - Über den Besuch bei Krehl in Straßburg. Dessen Assistent Morawitz werde "eine Brücke" schlagen zwischen dem Marburger Institut und Krehls Klinik, "wenn es zur Anwendung meiner neuen Tuberkulosebehandlungsmethode beim Menschen kommt". B. bedauert, dass Tübingen "so weit abseits von der bequemen Heerstrasse liege". B. habe fest auf eine Zusammenarbeit mit R. in Marburg gerechnet, doch damals sei das Verhältnis mit Althoff sehr gespannt gewesen. - Angebot, einen Mitarbeiter R.s für drei Monate in Marburg aufzunehmen ("histologisch und in der Färbetechnik gut geschult"), den er mit der tierexperimentellen Prüfung der "tuberkulosetherapeutischen Präparate" bekannt machen würde. - Ob R. für Wien "optieren" wolle? Unter Mitwirkung von H. Meyer könne dann ein Zentrum für Versuche an Menschen aufgebaut werden, wie B. es in Paris "unter Mithilfe mehrerer befreundeter Kollegen in Aussicht habe".

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Signatur: EvB/B 1/107

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 04.11.1905. – masch. m. eh. Korr. u. eh. Unterschrift, 3 S.

Briefentwurf in Sammeljournal - Hauptbuch, W 47, Eintrag vom 26.10.1905

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000496

Über eine neue Tuberkulose-Versuchsreihe mit Kälbern, mit genauen Anweisungen an Vallée in Alfort; den Hauptwert lege B. dabei "auf die Immunisirung mit der Milchnahrung". Nach sechs Monaten sollten die Tiere der Tuberkulinprobe unterworfen und später mit Bovin auf Immunität geprüft werden. Voraussetzung für die "Beweiskraft" des Versuchs sei identische Milchnahrung mit Mischmilch für alle. - Ähnliche Versuchsreihen sollten bei Arloing, in Marburg und in Ungarn laufen. - TC ließe sich unbeschadet transportieren, TX dagegen nicht. Dieses sei im Pariser Institut aber wegen "unendlich viele[r] Zufälligkeiten" noch nicht herstellbar. Doch sollte die TX-Behandlung tuberkulöser Menschen nicht zu lange herausgezögert werden. - Nach seinem Besuch bei von Krehl in Straßburg, der für die Menschenversuche "hervorragend geeignet" sei, wünscht B. ihn für Marburg zu gewinnen. Vorläufig werde von Krehl seinen tüchtigsten Assistenten, Morawitz, nach Marburg senden, "um sich mit den Eigenschaften des TC und TX in Tierversuchen genau bekannt zu machen". - Vielleicht könne auch Professor Denys aus Löwen, Verfasser des Buches "Le bouillon filtré du bacille de la tuberculose" [Louvain, Paris 1905], für einige Tage nach Marburg kommen. Nebst Koch könne Denys B.s Präparate am besten beurteilen. - Wenn M. nach Marburg käme, sollte auch Ehrlich eingeladen werden. Einladung auch an die Ehefrau.

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Signatur: EvB/B 1/11

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 19.11.1905. – eh., 4 S. (Kopie)

Hs. Notiz von Althoff, vermutl. Bleistift ("Exz. von Behring [...] Ganz ergebenst Althoff 3/12".)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000032

Original: GStA PK

Herzlichsten Dank für Brief aus Kissingen, der B. Beweis sei "für Ihr mir überaus werthvolles Vertrauen zu meinen tuberkulosetherapeutischen Arbeiten". - B. wünscht A. Gesundheit, auch im Interesse von "Preußens Hochschulen" und "aller aufwärts strebenden Persönlichkeiten innerhalb unserer Naturwiss.- und Medicinalwesens". - Er entfaltet ein "Bouquet" von Wünschen: 1) Da er von seinen experimentellen Arbeiten in Marburg, dem Pariser Pasteur-Institut sowie den veterinärärztlichen Instituten in Alfort (Vallée) und Lyon (Arloing) absorbiert sei und die Zusammenarbeit mit Krehl (Straßburg) intensiviert habe, bittet er um die Besoldung von Dr. Morawitz mit dem Gehalt eines gehobenen Assistenten. Morawitz sei "hervorragend gut auf physiologischen Gebiet"; er bewähre sich so gut, dass B. ihm die Aufgaben eines Instruktors der bei B. angemeldeten "Kursisten" zugedacht habe. - 2) Außer Küttner, Aschoff und Disse finde B. für seine Arbeiten nicht "die so sehr wünschenswerthen ergänzenden Persönlichkeiten". Beim eventuellen Weggang Brauers käme für die medizinische Klinik vielleicht Krehl in Frage, der mit B. zusammenarbeiten würde und in der Fakultät beste Aufnahme fände. - 3) Zum Ausbau seines Programms zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit und der "tuberkulösen Erst-Infektionen" sei die Mitarbeit eines guten Kinderarztes unentbehrlich. Sollte sich Heubners Assistent Salge bewähren, käme er vielleicht als Mitarbeiter in B.s Programm in Betracht. Dadurch würde an die Traditionslinie Rumpf, Fr. Müller, Krehl und Romberg angeknüpft. - 4) Er möchte Ehrlich sehr gerne "für die tuberkulose therapeutischen Arbeiten gewinnen", habe jedoch wegen des alten Streits mit Ehrlichs Mitarbeiter Aronson um das Diphtherieserums davor zurückgeschreckt. A. wünscht ein persönliches Zusammentreffen mit Ehrlich, A. solle nun eine "Brücke schlagen" zwischen beiden wie 1904 in Nordhausen (vgl. Brief B.s an Althoff vom 30.08.1903). - Die Erfüllung der Wünsche dieses "Weihnachts-Wunschzettels" helfe vielleicht bei der "Lösung der wichtigsten medicinischen Probleme". PS (auf S. 1): Das A. gewidmete Heft der "Phthisiologischen Probleme" [= vermutl.: "Moderne phthisiogenetische und phthisiotherapeutische Probleme in historischer Beleuchtung", Marburg: Selbstverlag, 1905] werde von B.s französischen Freunden übersetzt, die französische Ausgabe erscheine womöglich zeitgleich mit der deutschen, die möglicherweise ergänzende Angaben über B.s neue "tuberkulosetherapeutische Methode" enthielte.

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Signatur: EvB/B 1/111

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 03.02.1906. – Transkr., 1 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000503

B. wartet auf den in Aussicht gestellten Bericht. Der Ausgang der neuen Versuche - mit Morawitz, Salge und anderen - ließe auf eine serumtherapeutische Tuberkulosebehandlung hoffen. Über "Blutplasma, TC-Geschwülste, frisches Fibrin" habe er "gewisse Antikörper ins Serum immunisierter Tiere hineinverfolgen" können. Über das neue Tch-Präparat werde er vor dem Deutschen Landwirtschaftsrat in Berlin berichten [dazu: "Bekämpfung der Tuberkulose beim Rindvieh und hygienische Milcherzeugung", in: Archiv des deutschen Landwirtschaftsrat 1906, 30.] - Über den Versand einer "Tbi-Tuberkulose" an Arloing in Lyon "für eine Kälberserie". - Familiäres.

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Signatur: EvB/B 1/112

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Berlin, 10.02.1906. – eh. Entw., 4 S., Transkr. (3 S.)

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000504

B. bedauert Metschnikoffs Verlust der "wertvollen Affen": Das Ergebnis der auswärtigen Nachprüfung der TR- und TC-Präparate sei unbefriedigend. - Über die Marburger Versuche mit TR- und TC-Präparaten an mit Tuberkulose infizierten Meerschweinen unter der Assistenz von Salge, Morawitz, Römer und Much. Bezüglich der Dosierungsverhältnisse Vergleich mit Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden. Beobachtungen über toxische und immunisierende Reaktionen. Zu Schnell-Immunisierung, Allgemein-Immunisierung, Lokalreaktionen wie Geschwülsten, Embolien, Nekrosen, Verkäsungen, Erweichungen. Noch "100 wertvolle Immuntiere" seien übrig, "die ich für weitere Prüfungen und insbesondere für den Fall reserviere, wenn Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter sich entschliessen sollten, aus eigener Anschauung meine Arbeiten in Marburg kennen zu lernen". Die Kaninchen seien nach Pneumokokkenepidemie verendet. - "Das einzige Mittel zur Eliminierung des durch den Zeit-Übelstand bedingten Hindernisses für tuberkulosetherapeutische Fortschritte, nämlich die Geduld, besitze ich nur in sehr geringem Maße, und zwar in einem mit zunehmendem Alter immer geringer werdenden Masse, da ich gern die Anerkennung meiner neuen tuberkulosetherapeutischen Methoden noch selbst miterleben möchte!" Die Sendung des Tuberkulosepräparats sowie die Antwort auf Challiots Anfragen schiebe er auf. Ob M. oder ein Vertreter bald nach Marburg komme? - In der Anlage Manuskript seines Berliner Vortrags ["Über Rindertuberkulosebekämpfung"].

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Signatur: EvB/B 1/150

Brief an Ernst von Romberg / Emil von Behring
Marburg, 04.03.1906. – Transkr. 1 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1042/Dok. 0000578

Über das tierexperimentell geprüfte Tuberkulosemittel "Tuberkulase" zur Präventivbehandlung und "TX" für tuberkulöse Individueen: Da Morawitz zu Krehl zurück kehre, sei ein Arbeitsplatz frei geworden, den möglicherweise ein Mitarbeiter R.s einnehmen wolle. - Mecnikov sei in Marburg gewesen, um sich "aus eigener Anschauung" ein Urteil über die tierexperimentellen Tuberkulosearbeiten zu fällen. B. freue sich, dass das Pasteur-Institut mit ihm zusammenarbeite.

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Signatur: EvB/B 1/151

Brief an Ernst von Romberg / Emil von Behring
Marburg, 08.03.1906. – masch., 1 S. ( Abschr.)

Zusatz: "Vertraulich!"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1042/Dok. 0000579

Offizielle Anfrage, die durch die Rückkehr Morawitz' nach Straßburg frei werdende Stelle durch einen von R. bestimmten Nachfolger aus Tübingen zu besetzen. Das Gehalt betrüge 100 Mark monatlich. Ähnlich wie mit Krehl wolle B. auch mit R. "bei der Bekämpfung der menschlichen Tuberkulose" zusammenarbeiten.

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Signatur: EvB/B 1/61

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Montreux, 25.04.1906. – eh., 1 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000281

Im bald erscheinenden 11. Heft der B.schen Beiträge (bei Hirschwald) fänden sich Angaben zum neuen Tuberkulosemittel [= "Beiträge zur experimentellen Therapie, darin "Phthisiogenetische Probleme", "Phthisiotherapeutische Probleme" und "Phthisiogenetische und phthisiothereapeutische Aphorismen"]. Die im Tierversuch aufgetretenen fieberhaften Prozesse habe Krehls Straßburger Assistent Morawitz am Menschen untersucht. Tulon, ein Teilpräparat der in Rinderversuchen therapeutisch schon vielfach erprobten Präparate, wirke nach B.s Beobachtung durch "Vermehrung der Fibrinbildung". - Schloßmann empfehle Pfaundler (München) für die Tulase-Prüfung und habe sich inzwischen zu B.s Lehre bekehrt und plane eine Publikation.

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Signatur: EvB/B 210/2/2

Tuberkulosetherapie mit Tulase : Affaire Bernheim / Emil von Behring ; Ludolf von Krehl
Marburg; Straßburg, 08.09.1906-10.10.1906. – 5 Br., 3 Zeitungsauschnitte
[^]. 2.
Brief an Ludolf von Krehl / Emil von Behring
Marburg, 09.09.1906. – masch. m. eh. Erg. u. masch. Nachschrift, 2 S.

Briefkopf: "Behringwerk Marburg/Lahn, Marburg"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Zur "Bernheim-Angelegenheit", Antwort auf Krehls Brief vom 08.09.1906. - K. solle einen offenen Brief an Bernheim mit von B. vorgeschlagenem Inhalt schreiben (B. wolle wegen des tendenziös entstellenden und diskreditierenden Artikels Bernheims seine Tulase-Lieferung an Krehls Klinik einstellen. Weder Krehl noch Morawitz seien während Bernheims Besuch in der Klinik anwesend gewesen). Der offene Brief solle an sechs Adressen, u. a. an Mr. Arapu, Redakteur des Matin sowie "an ein medizinisches Ihnen nahe stehendes Fachorgan", geschickt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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