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3 Einträge zu ruppel, wilhelm g. [hoechst <frankfurt am main>, prof. dr.] VERF. BEZUGSWERK
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2021-12-04 14:14)


Signatur: EvB/L 253

Bericht an den königlichen Geheimen Ober-Regierungsrat Dr. Otto Naumann / [Emil von Behring]
Berlin. – hs., 21 S. + 21 Beil. (6 fehlen)

Beil. 1 (Dr., 15 S.): "Zur Chemie der Tubercelbacillen" / Wilhelm G. Ruppel

Beil. 2 (Dr. m. eh. Erg. und Stempel "Gottlieb Gistel & Cie. Wien. 9t. Nov. 98", 16 S.): "Allgemeine Therapie der Infectionskrankheiten" / Emil von Behring. Sonderdruck mit eh. Erg. auf S. 1: "Nach einem Vortrag gehalten am Geburtstag Snr. Majestät 1897 [= 27. Januar] in der Aula der Marburger Universität".

Beil. 3 (Dr., 10 S.). : "Mittheilungen aus dem Institut für experimentelle Therapie" / Emil von Behring. 1898. Sonderdruck: "I. Autoreferat von Prof. E. Behring über seinen am 12. April 1898 in der mikrobiologischen Section des Congresses für Hygiene und Demographie in Madrid gehaltenen Vortrag" zur Tuberkulosefrage.

Beil. 4: fehlt

Beil. 5 (masch. m. hs. Korr., 4 S. (Durchschlag)): Br., [Emil von Behring?] an unbekannten Empfänger, Marburg, 21.02.1898: Antwort auf eine Mitteilung vom 18.02.1898, betreffend die Nichtbewilligung von "Geldmitteln zur Ausführung on Pest-Immunisierungsversuchen an grossen Tieren, und zur Gewinnung von Pestantitoxin". Außerhalb Marburgs sei ein Stall eingerichtet worden, in welchem Untersuchungen an Pferden, Rindern und Ziegen durchgeführt würden, Wernicke werde darüber publizieren [nicht erfolgt]. Die Pestversuche würden jedoch zugunsten von Versuchen zugunsten der Tuberkulosebekämpfung aufgegeben mit der Hoffnung, ein Tuberkuloseantitoxin zu gewinnen. Diese Versuche würden von B. "persönlich und im Verein mit den Höchster Farbwerken [= Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning]" aufgewandt. Sowohl die Landwirtschaft als auch der "durch tuberkulöse Rinder gefährdete Mensch" habe Interesse an der Bekämpfung der Rindertuberkulose. B. hoffe auf Zusammenarbeit mit Professor Schütz oder Professor Dieckerhoff in Berlin. Auflistung der entstehenden Kosten für Stall und Versorgung der Tiere [mit Rechenfehler!]. Die "kostspieligen Tuberkulosegifte" stelle B. unentgeltlich zur Verfügung. B. bittet außerdem darum, durch finanzielle Zuschüsse die Abteilung für experimentelle Therapie vom Hygieneinstitut zu trennen (Abrechnung des Gas- und Wasserverbrauchs).

Beil. 6 (fr. Hd. m. eh. Unterschrift, 2 S.): Br., Kurator der Universität Marburg [Steinmetz] an Emil von Behring, Marburg, 08.06.1898. Briefkopf: "Der Königliche Kurator der Universität. Marburg": Antwort auf B.s Gesuch vom 02.04.1898: Für Versuche zur Bekämpfung der Rindertuberkulose erhalte B. aus dem laufenden Etat 9.000 Mark. Eine weitere Förderung sei abhängig vom Erfolg der jetzt durchgeführten Versuche. Der Tierärztlichen Hochschule in Berlin sei "zur Anstellung von Versuchen zur Erprobung der Behringschen Heilmethode an Rindern" ein Betrag von 40.000 Mark zur Verfügung gestellt worden.

Beil. 7 (masch. m. hs. Korr, 3 S. (Abschr., Durchschlag)): Br., [Emil von Behring] an unbekannter Empfänger ["Geheimrath"], Marburg, 17.07.1898: Brief B.s zur Rindertuberkulose. Über Versuche und Vorversuche mit verschiedenen Präparaten (u.a. Kochs Tuberkulin), die von B. und Ehrlich "sorgfältig [...] geprüft" seien. Die Präparate seien an Hühnern und Gänsen geprüft, die Wirkung auf Pferde und Rinder (gesund und tuberkulös) sei bekannt. Beschreibung der Vorversuche und den Einsatz der Kurvenblätter.

Beil. 8 (eh. m. nachträgl. Anstr., 3 S.): Br., Schütz an Emil von Behring, Berlin, 29.09.1898: Mitteilung über die Ergebnisse der durchgeführten Versuche ("muß ich Ihnen mitteilen, dass die behandelten Thiere besser aussehen als die nicht behandelten Thiere"). Kreistierarzt Niebel sei der ihm übertragenen Aufgabe in jeder Hinsicht gewachsen. Zur "Kuh 10"; Geschäfte mit Bolle.

Beil. 9: Br. von Schütz, 14.12.1898 (fehlt)

Beil. 10 (Dr. m. hs. Anstr., 15 S.): "Über experimentell begründete ätiologische Therapie" / Emil von Behring. Sonderdruck aus: Verhandlungen des XV. Congresses für Innere Medicin zu Berlin. Wiesbaden: Bergmann, 1897: nach einem Vortrag B.s auf dem 15. Kongress für Innere Medizin in Berlin (1897) zur Therapie der Infektionskrankheiten. Bezugnahme auf Hahnemann, Virchow, Bretonneau, Binz und andere

Beil. 11 (masch. m. hs. Korr., 2 S. (Abschr., Durchschlag): Br., Emil von Behring an [Wilhelm Schütz], Marburg, 15.12.1898: B.s letzter Brief hätte Koch nicht vorgelegt werden sollen. B. wolle in den Weihnachtsferien nach Berlin kommen, um die dortigen Rinder in Augenschein zu nehmen ("eigene [Wort unterstrichen] Beobachtungen"). Er wolle Kitashima mitbringen. Der Kultusminister erwarte B.s Bericht über die Heilversuche am 20.01.1899. Falls B. von Schütz kein "plein pouvoir" erhielte, müsse er sich allein auf die Marburger Beobachtungen stützen. Die Prüfung des Rotzgiftes solle in München vorgenommen werden.

Beil. 12 (masch. m. eh. Korr. u. Erg., 2 S. (Durchschlag)): Br., Emil von Behring an unbekannten Empfänger [Robert Koch?], Marburg, 15.12.1898: Bezugnahme auf einen Brief von Schütz (erhalten am 15.12.1898). Das Programm zur Bekämpfung der Rindertuberkulose könne zwar ohne Schütz, nicht jedoch ohne B. zu Ende gebracht werden. "Unbeschadet mancher bestehender Differenzen" wolle B. [von Koch?] eine "von Ihnen zu bestimmende Controle [!] der von mir in den nächsten 4 Wochen in Aussicht genommenen Rinderversuche, und Ihr Superabitrium bei der Beurteilung der Prüfungsergebnisse erbitten". B. sei ab 22.12.1898 in Berlin.

Beil. 13: fehlt

Beil. 13a (eh., 2 S.): Br., Sterneberg an Wilhelm Schütz, Berlin, 09.05.1898: Sterneberg teilt mit, dass B. glaube, "ein wirksames Heilmittel gegen die Rindertuberkulose erfunden zu haben. Er hält es jedoch für rathsam, dieses Mittel nicht eher der Oeffentlichkeit zu übergeben, als bis durch Versuche unter sachverständiger Leitung der heilerfolg in einwandfreier Weise festgestellt ist und die Heilvorgänge an den tuberkulösen Rindern weiter wissenschaftlich erforscht sind." Da Schütz sich bereit erklärt habe, die Leitung der Versuche zu übernehmen, werde ein Sonderfond von 40.000 Mark genehmigt.

Beil. 14 (eh., 2 S. (Entw.)): Br., Emil von Behring an Wilhelm Schütz, Marburg, 20.12.1898: Antwort auf Schütz' Brief vom 17.12.1898, wonach Schütz nicht in der Lage sei, "mich nach meinem Ermessen meine Tuberkulosegiftpräparate aussuchen zu lassen. Ich meinerseits kann unter diesen Umständen bloß abwarten, ob ich auch entgegen Ihrem Willen durch Verfügung von maßgebender Stelle aus die Ausführung meines Behandlungs u. Untersuchungsplanes für die tuberkulösen Rinder in Berlin [durchführen] kann." B. bittet darum, von seinen in Berlin befindlichen Präparaten "keinerlei Gebrauch zu machen". Schütz' Aufgabe für die Berliner Versuche ("die ebenso gut nach meinem ersten Antrage auch von Herrn Prof. Diekerhoff übernommen werden konnte") bestehe "einzig und allein darin, ein unparteiisches Urtheil darüber abzugeben, ob die von mit bezw. die mit meinem Tuberkulosegift [...] behandelten Rinder Heilungsvorgänge zeigen".

Beil. 15: fehlt

Beil. 16: (eh., 2 S.): Br., August Laubenheimer an Emil von Behring, Höchst, 20.07.1898. Briefkopf: "Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning Höchst a. M.": Begleitschreiben zur Übersendung eines von Laubenheimer verfassten Textes "Erwiderung auf den Einspruch von Herrn Geh.Rath Koch gegen die Patentanmeldung, betr. Darstellung von hochwertigem Tuberkulose-Gift". Bezugnahme auf einen Brief Laubenheimers vom 02.08.1898 sowie einen Brief Kochs vom 20.07.1898, worin er mitteilt, dass er "gegen die abgeänderte Fassung des Patentanspruches Einwendungen nicht zu machen habe".

Beil. 17: fehlt

Beil. 18: fehlt

Beil. 19: fehlt

Beil. 20 (Typoskript m. hs. Erg., 4 S. (Abschr.)): "Remarks on the Behring Antitoxin Patent" / C. Fish, St. Louis Medical Gazette, Nr. 6, November 1898, engl.: Schilderung der Schönheiten Marburgs nach eigenen Reiseeindrücken, der Behringschen Besitztümer wie dem privaten Laboratorium ("the castlelike laboratory" = Schlossberglaboratorium), den Gehegen und Koppeln für die Versuchstiere etc. Beschreibung der als äußerst modern bezeichneten Einrichtung des Schlossberglaboratoriums und Kritik an der Verschwendung hoher Geldbeträge ("The fact ist hat few people [Behring, Koch] are aware of the enormous sums that often are sunk in a single experiment") und den Patentstreit mit amerikanischen Firmen (Bezugnahme aug den Artikel in Philadelphia Medical Journal, Nr. 15). Über B.s Verdienste um die Entdeckung des Diphtherieantitoxins in Verbindung mit dem Prioritätsstreit mit Roux (they "are very good friends"). Zu Kochs "tuberculin failure". [Vgl dazu die Dokumente unter EvB/S 1a/2.]

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1197

Schilderung der Versuche zur Rindertuberkulose und der Differenzen mit Schütz in Berlin. - Vorgeschichte der Heilversuche an tuberkulösen Rindern für den Zeitraum von 1895 bis 1897 in Marburg und in Höchst. Behandlung von 30 Rindern mit Tuberkulosegiften und lebenden Tuberkulosekulturen, unterstützt von Libbertz und Casper (beide Höchst) sowie von Lingelsheim (Marburg). Behring habe die Erfahrung gemacht, "daß die Lehre Koch's von der ausschließlichen toxischen Wirksamkeit seines Tuberkulins auf tuberkulöse Individuen korrekturbedürftig war". Begründung. Was über die "zwischen dem Geheimrath Koch und mir bestehenden Differenzen in den Tuberkulosenarbeiten" zu sagen sei, wolle Behring am Schluss des Berichts ausführen [fehlt].

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Signatur: EvB/W 49

Tagebuch / [Emil von Behring]
Capri; Marburg, 1899; 1911. – Ms., 41 S. (gbd., e. Kladde m. eingelegten lose Bl.) + 1 Beil.

Beil. 1 (hs. auf Vordr., 11 S.): "Haemolyseversuch mit Katzenplasma Praeparaten und Ser. anderer Tierarten ..." u.a. Tab. mit Zeichn.

Beil. 2 (hs., 3 S.): "Bestimmung des Erythrocytengehaltes des Blutes. 13.7.11, Zeissler."

Beil. 3 (Dr., 2 S.): "Neues Kolorimeter nach Prof. Dr. W. Autenrieth und Prof. Dr. J. Koenigsberger", mit Stempel: "F. Hellige & Co Freiburg i. B."

Ländercode UNIMARC: XA-DE, XA-IT

Alte Signatur: 08-04/T-II, f/Nr. 1144

Einträge Behrings vom 23.03.1899 (Capri) bis 09.09.1899; die Einträge erfolgen nicht fortlaufend chronologisch. - Exzerpte eines Artikels aus den Annales de l'Institut Pasteur von J. Danysz über Meerschweinchenversuche mit Tetanusgift. - Notizen zu "Fermente" und "Enzyme"; "Gährung" [sic!], "Oxydation", "Fäulniss", zur Bildung von Eiweißgiften, über Eiweiß fällende Fermente, Gerinnung, proteolytische Fermente (Réaumur, Spallanzani u.a.), organische Fermente nach Schwann, Liebig, Berzelius, E. Fischer und Ruppel. - Versuchsanordnungen (26.03.1899): Versuche mit Tetanusgift, Infektionsmaterial aus Ziegenkörpern, Wernickes Milzbrandimmunisierungsversuche. Versuchsplan (28.04.1899, Marburg) zu Milzbrand. - Notizen zu Malaria, zu Tuberkulose, Stichworte "Rotz" und "Hundswuth" [= Tollwut, Rabies]. - Ausführungen zu Tetanusexperimenten. Immunisierungsversuche an weißen Mäusen und Kaninchen (16.05.1899). Diphtherieexperimente (02.05.1899). Milzbrandversuche (02.05.1899). - Stoffsammlung und Entwurf zum Thema Tetanusgiftmodifikation mit Gliederung (08.07.1899). - "Correcturen, Ergänzungen u. Resultate für die Tetanusarbeit" (29.05.1899). - Notizen zu zytologischen Studien Michel Siedleckis, Sätze aus Hans Drieschs Schrift "Die Lokalisation morphogenetischer Vorgänge" (Leipzig 1899). - Briefentwurf: 20.06.1899 an den Kurator der Universität Marburg [Heinrich Steinmetz], betreffend die Behandlung von Rindern mit Tuberkulosegiftpräparaten. Behring behandle in Marburg momentan sechs Rinder, die Versuche müssten bis zu einem günstigen Abschluss etwa fünf Jahre durchgeführt werden.

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Signatur: EvB/L 250

Brief an den Kurator der Universität Marburg, [Heinrich Steinmetz] / Emil von Behring
Marburg, 25.01.1900. – eh. Unterstr. u. Erg., 20 S. + 5 Beil.

Briefkopf: "Institut für Hygiene und Experimentelle Therapie der Universität. Marburg"

Beil. 1 (hs., 1 durchgehende Seite): Kurvendiagramm "Kuh Nr. 21. Juli 1898 bis 30.12.1899 (ohne Ort [Marburg], 21.07.1898: Kurvenblatt zur Dokumentation einer mit "TD" und "TR Koch" behandelten Kuh ab 09.07.1898. Tod durch Tötung am 30.12.1899, Sektionsbefund (Pleura pulmonalois, Lunge).

Beil. 2 (hs. m. nachtr. Unterstr. und datierten eh. Erg. B.s [25.01.1900], 10 S. (Abschr.)): Bericht für den Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten: "Betrifft Versuche zur Bekämpfung der Tuberkulose" / Emil von Behring, Marburg, 02.04.1898: Gesuch, weitere Versuche zur Bekämpfung der Tuberkulose "im Interesse der Tuberkulosebekämpfung wohlwollend [zu] berücksichtigen"; B. sei der Überzeugung. "daß man Rinder dauernd von der Tuberkulose befreien kann". Im Gegensatz zu Koch wende B. Präparate an, "welche auf andere Weise als das Koch'sche Tuberkulin, sowohl das alte wie auch das neue, gewonnen sind, und welche sich dadurch auszeichnen, daß ihr Wirkungswerth an gesunden Versuchsthieren genau festgestellt werden kann". Die Ergebnisse seien nicht nur wissenschaftlich, sondern auch praktisch interessant (Vermeidung finanzieller Schäden, Schutz der menschlichen Gesundheit). Bezugnahme auf den ermutigenden Besuch des Ministerialdirektors Germar und des Geheimen Ober-Regierungsrates Otto Naumann am 01.02. 1898 in Marburg. Bitte um Bewilligung finanzieller Unterstützung von 9000 Mark jährlich für die Dauer von fünf Jahren, wovon auch von Lingelsheim bezahlt werden solle.

Beil. 3 (Dr., 11 S.): "Mittheilungen aus dem Institut für experimentelle Therapie" / Emil von Behring. Sonderdruck aus: Deutsche medizinischen Wochenschrift 1898, Nr. 19 (1898): "I. Autoreferat von Prof. E. Behring über seinen am 12. April 1898 in der mikrobiologischen Section des Congresses für Hygiene und Demographie in Madrid gehaltenen Vortrag" zur Tuberkulosefrage. - "II. Untersuchungen Ransom's über den Antitoxinbedarf zur Unschädlichmachung solchen Toxins, welches im Blut gelöst ist." - "III. Untersuchungen über die Agglutinationsfähigkeit der Choleravibionen durch Choleraserum. Von Ransom und Kitashima."

Beil. 4 (Dr., 16 S.): "Zur Chemie der Tubercelbacillen" / Wilhelm G. Ruppel. Sonderdruck aus: Hoppe-Seyler's Zeitschrift für physiologische Chemie, 1898, Bd. 26, H. 3/4, S. 218-232.

Beil. 5 (Dr., 10 S.): "Ueber die specifisch giftigen Eigenschaften der Tuberculinsäure" / Emil von Behring. Sonderdruck aus: Berliner klinische Wochenschrift, 1899, Nr. 25, 9 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Nach der Aufforderung des Universitätskurators [Heinrich Steinmetz] vom 20.01.1900 liefert B. einen "Bericht über die bisherigen Versuche mit Tuberkulose-Giftpräparaten gegen die Rindertuberkulose". Die Gründe, weshalb eine weitere "gedeihliche" Zusammenarbeit mit Professor Schütz in Berlin "unmöglich" sei, habe er bereits im Bericht vom 20.01.1899 dargelegt. Zur Behandlung verschiedener Kühe und zur Sektion der Kuh Nr. 21 durch Professor Marchand und Kreistierarzt Melde. - Zu den Kosten der Tuberkuloseuntersuchungen, für die 40.000 Mark seitens des Finanzministers bewilligt worden waren ("Bewilligung von Mitteln für Versuche zur Bekämpfung der Tuberkulose" vom 02.04.1898). Aufzählung der von B. erbrachten Leistungen inklusive der "kostspieligen Präparate" und "pecuniären Arbeitsopfer". Diskussion der Fragen, ob die Rindertuberkulose heilbar sei. Zum Konflikt mit Schütz (und Robert Koch) bezüglich der Rindertuberkulosebehandlung. Zu B.s eigenen Motiven (die Versuche zur Rindertuberkulose seien ihm "nur Mittel zum Zweck [...], durch das Studium der Rundetuberkulose [Wort unterstrichen] meine Heilbestrebungen auf dem Gebiete der menschlichen Tuberkulose [zwei Worte unterstrichen] zu fördern"). Bitte um weitere Förderung. B. erkläre sich bereit "große Quantitäten von Tuberkulosegiftvorräten [...] unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, wenn die Werthbestimmung der von mir gelieferten Tuberkulosegifte im Königlichen Institut für experimentelle Therapie zu Frankfurt a/M. ausgeführt, und wenn die Prüfung des diagnostischen Werthes der staatlich controllierten Präparate nach einem von mir zu entwerfenden Plan in der Praxis an Rindern vorgenommen" werde. - Ausführungen zur Eindämmung der Rindertuberkulose, auch in Amerika und Belgien sowie in Dänemark (Versuche Bangs).

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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