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7 Einträge zu salge, bruno [1872-1924] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-06-30 00:30)


Signatur: EvB/B 62/2

Brief an Emil von Behring / Otto Heubner
Berlin, 07.03.1904. – eh., 7 S.

Briefkopf: "Prof. O. Heubner. Berlin N.W., Kronprinzenufer 12"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000284

Die Formalinmilch von Bolle und Grab habe man etwa 8 Wochen lang bei 12 bzw. 13 Kindern gereicht, teils ununterbrochen, teils mit Zugaben, teils neben der Brusternährung, jedoch keine Vorteile beispielsweise unter dem Aspekt der Gewichtszunahme feststellen können. Diskussion der Versuchsergebnisse und der angefertigten Kurven. Hinweise auf Reizzustände im Urogenitalsystem (im Harn leichte Eiweißtrübungen; im von H. untersuchten Zentrifugat zahlreiche Epithelien, Leukozyten, Erythrozyten sowie "Schleimcylindroide"), Auftreten von Erbrechen nach Formalinmilchgabe, daher Einstellung der Versuche. Angaben (nach Salge) zum Keimgehalt und Säuregrad der Bolle-Milch und der Viktoria-Milch. Auch Dr. Ficker werde diesbezügliche Untersuchungsergebnisse liefern. Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit solle eine "wahrhaft reinlich gewonnene Milch [...] dem oeffentlichen Verbrauch zugänglich gemacht werden". Die Produktion dieser Milch solle nach H. in den Händen des Staates liegen und auf Kosten der Steuerzahler erfolgen.

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Signatur: EvB/B 1/59

Brief an Otto Heubner / Emil von Behring
Marburg, 08.11.1905. – eh., 4 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000279

Äußerungen über Kollegen (Salge, von Bergmann, Henoch, Oertel, Schloßmann), die sich in der "Heilserumangelegenheit" als "Richter" aufgespielt und über den "Werth oder Unwerth des Heilserums" entschieden hätten, was im Falle Bergmanns eine offizielle Boykottierung zur Folge gehabt hätte. Von Althoff wisse B., dass in Heubners Klinik tuberkulosetherapeutische Bestrebungen, "namentlich was die Milchfrage angeht", wohlwollend behandelt würden. Mit keinen Kinderkliniker arbeite er lieber zusammen als mit H. Speziell für die Kinderbehandlung [der Tuberkulose] habe er noch keinen "Vertrauensmann". "Es würde sich zunächst handeln um Verabfolgung des TC-Präparats mit der Milch an Neugeborenen. Demnächst erst um TX-Behandlung."

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Signatur: EvB/B 62/4

Brief an Emil von Behring / Otto Heubner
Berlin, 10.11.1905. – eh., 7 S.

Briefkopf: "Prof. O. Heubner. Berlin N.W., Kronprinzenufer 12"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000286

H. empfiehlt seinen Mitarbeiter Salge, der sich "gerade in den Geburtswehen des Privatdocenten befindet", als Mitarbeiter nach Marburg: "einen technisch [Wort unterstrichen] geschickteren, in Mikroskopie, Biologie, Photographie, physikalischer Chemie praktisch und theoretisch gleich versirten Mann habe ich nicht zur Verfügung". Seine Qualitäten könne auch Ehrlich bezeugen. Salge sei vor der Charité-Gesellschaft für B.s Infektionstheorie eingetreten. H. wolle mit Julius von Michel Rücksprache halten, ob auch dieser einen Assistenten in B.s Marburger Laboratorium schicken wolle. Beteuerung der Loyalität gegenüber B., auch wenn er bezüglich der Formalinmilch zu anderen Ergebnissen und Einschätzungen gekommen sei.

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Signatur: EvB/B 1/11

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 19.11.1905. – eh., 4 S. (Kopie)

Hs. Notiz von Althoff, vermutl. Bleistift ("Exz. von Behring [...] Ganz ergebenst Althoff 3/12".)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000032

Original: GStA PK

Herzlichsten Dank für Brief aus Kissingen, der B. Beweis sei "für Ihr mir überaus werthvolles Vertrauen zu meinen tuberkulosetherapeutischen Arbeiten". - B. wünscht A. Gesundheit, auch im Interesse von "Preußens Hochschulen" und "aller aufwärts strebenden Persönlichkeiten innerhalb unserer Naturwiss.- und Medicinalwesens". - Er entfaltet ein "Bouquet" von Wünschen: 1) Da er von seinen experimentellen Arbeiten in Marburg, dem Pariser Pasteur-Institut sowie den veterinärärztlichen Instituten in Alfort (Vallée) und Lyon (Arloing) absorbiert sei und die Zusammenarbeit mit Krehl (Straßburg) intensiviert habe, bittet er um die Besoldung von Dr. Morawitz mit dem Gehalt eines gehobenen Assistenten. Morawitz sei "hervorragend gut auf physiologischen Gebiet"; er bewähre sich so gut, dass B. ihm die Aufgaben eines Instruktors der bei B. angemeldeten "Kursisten" zugedacht habe. - 2) Außer Küttner, Aschoff und Disse finde B. für seine Arbeiten nicht "die so sehr wünschenswerthen ergänzenden Persönlichkeiten". Beim eventuellen Weggang Brauers käme für die medizinische Klinik vielleicht Krehl in Frage, der mit B. zusammenarbeiten würde und in der Fakultät beste Aufnahme fände. - 3) Zum Ausbau seines Programms zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit und der "tuberkulösen Erst-Infektionen" sei die Mitarbeit eines guten Kinderarztes unentbehrlich. Sollte sich Heubners Assistent Salge bewähren, käme er vielleicht als Mitarbeiter in B.s Programm in Betracht. Dadurch würde an die Traditionslinie Rumpf, Fr. Müller, Krehl und Romberg angeknüpft. - 4) Er möchte Ehrlich sehr gerne "für die tuberkulose therapeutischen Arbeiten gewinnen", habe jedoch wegen des alten Streits mit Ehrlichs Mitarbeiter Aronson um das Diphtherieserums davor zurückgeschreckt. A. wünscht ein persönliches Zusammentreffen mit Ehrlich, A. solle nun eine "Brücke schlagen" zwischen beiden wie 1904 in Nordhausen (vgl. Brief B.s an Althoff vom 30.08.1903). - Die Erfüllung der Wünsche dieses "Weihnachts-Wunschzettels" helfe vielleicht bei der "Lösung der wichtigsten medicinischen Probleme". PS (auf S. 1): Das A. gewidmete Heft der "Phthisiologischen Probleme" [= vermutl.: "Moderne phthisiogenetische und phthisiotherapeutische Probleme in historischer Beleuchtung", Marburg: Selbstverlag, 1905] werde von B.s französischen Freunden übersetzt, die französische Ausgabe erscheine womöglich zeitgleich mit der deutschen, die möglicherweise ergänzende Angaben über B.s neue "tuberkulosetherapeutische Methode" enthielte.

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Signatur: EvB/B 62/5

Brief an Emil von Behring / Otto Heubner
Berlin, 22.11.1905. – eh., 3 S.

Briefkopf: "Prof. O. Heubner. Berlin N.W., Kronprinzenufer 12"

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1036/Dok. 0000287

Julius von Michel besäße keine biologisch gebildeten Assistenten, den er nach Marburg schicke könne. Möglicherweise wolle er von den Kenntnissen und Fertigkeiten, die Salge bei B. erwerbe, Nutzen ziehen. Salge komme nach Abschluss des Habilitationsverfahrens im Januar 1906 nach Marburg.

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Signatur: EvB/B 1/111

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Marburg, 03.02.1906. – Transkr., 1 S.

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000503

B. wartet auf den in Aussicht gestellten Bericht. Der Ausgang der neuen Versuche - mit Morawitz, Salge und anderen - ließe auf eine serumtherapeutische Tuberkulosebehandlung hoffen. Über "Blutplasma, TC-Geschwülste, frisches Fibrin" habe er "gewisse Antikörper ins Serum immunisierter Tiere hineinverfolgen" können. Über das neue Tch-Präparat werde er vor dem Deutschen Landwirtschaftsrat in Berlin berichten [dazu: "Bekämpfung der Tuberkulose beim Rindvieh und hygienische Milcherzeugung", in: Archiv des deutschen Landwirtschaftsrat 1906, 30.] - Über den Versand einer "Tbi-Tuberkulose" an Arloing in Lyon "für eine Kälberserie". - Familiäres.

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Signatur: EvB/B 1/112

Brief an Ilja I. Mecnikov / Emil von Behring
Berlin, 10.02.1906. – eh. Entw., 4 S., Transkr. (3 S.)

hs. Original 1932 im Mecnikov-Museum, Moskau

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1040/Dok. 0000504

B. bedauert Metschnikoffs Verlust der "wertvollen Affen": Das Ergebnis der auswärtigen Nachprüfung der TR- und TC-Präparate sei unbefriedigend. - Über die Marburger Versuche mit TR- und TC-Präparaten an mit Tuberkulose infizierten Meerschweinen unter der Assistenz von Salge, Morawitz, Römer und Much. Bezüglich der Dosierungsverhältnisse Vergleich mit Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden. Beobachtungen über toxische und immunisierende Reaktionen. Zu Schnell-Immunisierung, Allgemein-Immunisierung, Lokalreaktionen wie Geschwülsten, Embolien, Nekrosen, Verkäsungen, Erweichungen. Noch "100 wertvolle Immuntiere" seien übrig, "die ich für weitere Prüfungen und insbesondere für den Fall reserviere, wenn Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter sich entschliessen sollten, aus eigener Anschauung meine Arbeiten in Marburg kennen zu lernen". Die Kaninchen seien nach Pneumokokkenepidemie verendet. - "Das einzige Mittel zur Eliminierung des durch den Zeit-Übelstand bedingten Hindernisses für tuberkulosetherapeutische Fortschritte, nämlich die Geduld, besitze ich nur in sehr geringem Maße, und zwar in einem mit zunehmendem Alter immer geringer werdenden Masse, da ich gern die Anerkennung meiner neuen tuberkulosetherapeutischen Methoden noch selbst miterleben möchte!" Die Sendung des Tuberkulosepräparats sowie die Antwort auf Challiots Anfragen schiebe er auf. Ob M. oder ein Vertreter bald nach Marburg komme? - In der Anlage Manuskript seines Berliner Vortrags ["Über Rindertuberkulosebekämpfung"].

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
Fb. 20 - Medizin

Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin,
Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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