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4 Einträge zu schaefer, ... [mann] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-12-08 20:30)


Signatur: EvB/B 192/246

Protokoll über die Sitzung des Aufsichtsrates der Behringwerke, G.m.b.H. am 24. Mai 1915, nachmittags 5 Uhr im Hause von Exz. v. Behring in Marburg / [Unbekannt]
Marburg, [o.D.]. – masch., 4 S. + 1 Beil.

Beil. (masch. u. eh. Notizen Behrings auf Bl. 2, Rückseite, 4 S.): "Bericht zur Aufsichtsratsitzung vom 24. Mai 1915" [vermutl. Tischvorlage, erstellt von Siebert]: Auflistung des Personals, insgesamt 47 Personen; Beschreibung der Serumpferde (zur Produktion von Tetanusserum 62, von Diphtherieserum 11, Dysenterieserum 3) und der Unterbringungsmöglichkeiten in eigenen und gemieteten Stallungen; Produktionsmengen und Abgabebedingungen für Tetanus-Immunserum an Lazarette; Ausführungen zur Einführung des Diphtherie-Immunserums; zur Herstellung des Dysenterieserums (beauftragt ist Rüther); zur Produktion von Cholera- und Typhus-Impfstoff (im Laboratorium auf Elsenhöhe, Umbaumaßnahmen); zur Produktion von Tuberkulin und Hepin.

Vgl. EvB/B 193/17

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1527

Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 24.05.1915. Anwesend: Behring, Cremer, Strube, Brauer, Siebert, Söder. - Söder solle bei dem Bonner Verlag Marcus & Weber 500 Exemplare von B.s "Gesammelten Abhandlungen" [= Emil von Behring: Gesammelte Abhandlungen, Neue Folge, Bonn, 1915] bestellen und diese an "hervorragende Ärzte" verschicken lassen. - Zur Tetanusserum-Fabrikation: 62 Pferde seien in Behandlung, wovon 25 Tiere Serum lieferten, pro Monat gebe es eine Ausbeute von 62.000 A.E. Das neue Tetanus-Immunserum Behrings werde an diejenigen Lazarette geliefert, die bereit seien, die für die Statistik notwendigen Angaben zu machen. Behring berichtet über die Tagung der Kriegschirurgen in Brüssel, die sich dafür ausgesprochen hätten, "daß zur Bekämpfung des in dem jetzigen Kriege so häufig auftretenden Tetanus die prophylaktische Einspritzung des von Behring'schen Tetanusserums von absolut sicherer Wirkung sei". - Beschluss, die Zementhalle auf fünf Jahre anzumieten; das Wasser werde von B. kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Abdeckerei werde in der Nähe errichtet, aus den Kadavern sollten Bakterien-Nährböden hergestellt, auf den Wiesen Düngemittelversuche angestellt werden. - Der Pferdestall auf Elsenhöhe werde nicht gebaut, das Laboratorium auf dem Schlossberg vergrößert. - Bericht Söders über Umsatzvergrößerung (Vertragsabschluss über zwei Jahre mit 700 Apothekern) der Jahresumsatz werde 100.000 Mark erreichen. Verteilung einer Dividende von 12 %. Verteilung von Gratifikationen an Marburger Beamte und Arbeiter auf Vorschlag Sieberts (Scholz, Schäfer, Naumann, Kühn, Scholz, Müller, Pferdewärter, Hilfsdiener und Packerinnen). - Freudenberg bittet um Entlassung aus dem Aufsichtsrat. - Anschaffung eines Autos für Siebert zur Bewältigung der großen Entfernungen in Marburg. - Die nächste Generalversammlung solle am 09.06.1915 in Bremen stattfinden.

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Signatur: EvB/B 195/44

Brief an Emil von Behring / [Carl Siebert]
Wiesbaden, 09.10.1915. – masch. m. eh. Unterschrift u. eh. Korr., 3 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1527

Über die Beaufsichtigung des Laboratoriums auf dem Bunten Kitzels durch den Mitarbeiter Schaefer, der bisher noch im Haus wohne und auch abends und nachts die Sterilisationsschränke und Eindampfapparate beaufsichtigen könne. Die Räume der Wohnung sollten also nicht für die Abfüllung des Serums genutzt werden; man könne auch ohne diese Räumlichkeiten pro Tag 12.000 Flaschen Serum abfüllen, am 29.089.1915 habe man 10.000 Einheiten erreicht. - Wunsch nach einem Barackenbau auf dem Bunten Kitzel als Aufenthaltsort (nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung) für 55 Arbeiter. - Die Blutentnahme der Ziegeleistall-Pferde könne vor Ort vorgenommen werden, sobald die elektrisch heizbaren Sterilisationsapparate eingetroffen seien. - Mit der Überweisung von 15.000 Mark für das Jägerheim sei Siebert einverstanden; der Brief an Haeuser [vgl. Emil von B. an Adolf Haeuser, Marburg, 05.10.1915] sei "sehr zweckentsprechend". - Nachfrage zu Cremer in Sachen "Lindner'sche[] Fetthefe". - Privates.

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Signatur: EvB/B 195/45

Brief an Carl Siebert / Emil von Behring
Marburg, 11.10.1915. – eh., 4 S.

Briefkopf: "Behringwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Wissenschaftliche Abteilung. Marburg a./ L."

eh. Randbemerkungen Sieberts

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1527

Cremer wünsche ein Zusammentreffen mit B. in Frankfurt. Dort werde B. dem Bildhauer Kraumann für das "Relief-Portrait" sitzen. In Frankfurt wolle B. Siebert davon überzeugen, dass die Räumung der Wohnung Schaefers auf dem Bunten Kitzel notwendig sei, um täglich "12000 bis 15000 Abfüllungen vorzunehmen". Durch Unterlassung oder Verzögerung [durch Siebert, vgl. Br. Carl Siebert an Emil von B. vom 09.10.1915] der Wohnungsräumung drohe ein Verlust von mehreren Tausend Mark. Die Aufsicht des Gebäudes bei Nacht könne stattdessen die Wach- und Schließgesellschaft übernehmen. Schaefer sei in seiner neuen Wohnung im Bürohaus gut erreichbar und wohne zentral. - Ein Barackenbau auf einem Bauplatz des Bunten Kitzels sei ausgeschlossen, das alte Gärtnerhaus stünde jedoch zur Verfügung. - Zur Menge der Abfüllungen pro Tag, insbesondere zur Rekordabfüllung von 10.000 Einheiten am 29.09.1915, die nach Aussage von Fräulein Fittica nur durch übermäßige Anstrengung der Arbeiterinnen, früheren Beginn, Überstunden und Wegfall der Erholungspausen erreicht worden sei. Über Verbesserungsmöglichkeiten zur Steigerung der Abfüllmenge. - Zur "Schwebebahn-Angelegenheit".

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Signatur: EvB/B 193/33

Marburg; Bremen, 1914-1917. – 43 Dok., 164 S. (gbd.)
[^]. 33.
Protokoll über eine Besprechung am 13. September 1916 zwischen Herrn Geheimrat Klingenbiel, Paulsen und Siebert / [Unbekannt]
[Marburg], [o.D.]. – masch. m. eh. Korr. u. eh. Unterschriften, 3 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-10/T-II, m/Nr. 1233

Protokoll über eine Besprechung am 13. September 1916. Teilnehmer: Max Klingenbiel, Hermann Paulsen und Carl Siebert. - Über die Reparaturen am Haus "Bunter Kitzel" (Besprechung mit Architekt Pook [Wilhelm Poock?]). Zur Diphtheriekonvention und der Stellungnahme der Firma Merck als Leiterin der Konventionsverhandlungen, wonach die Verhandlungen wegen der Widerstände der Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning und Dresden [= Sächsisches Serumwerk] gescheitert seien. Zum "Fall Ehlers". Über die inzwischen eingestellte Produktion von Fetthefe, die nur dann wieder aufgenommen würde, wenn die Produktion erfolgreicher werde und "vom Kriegsausschuss hierzu ein Beitrag bewilligt würde" (Bezug auf Kontakte zu Geheimrat Max Delbrück). Zur Klageentgegnung von Rechtsanwalt Danziger auf Söder. Mitteilung Sieberts über die Schwierigkeiten bei der Beschaffung neuer Serumpferde (insgesamt 20 Neuankäufe für Tetanus-, Dysenterie- und Schweinerotlaufserum). Pläne zum Kauf von Rindern und Schafen für die Diphtherieserumproduktion. Umsatzzahlen für April bis August, insgesamt 360.572 Mark. Urlaub Sieberts, Vertretung durch Paulsen, Werkführer Schäfer und Frau Keiser [Kaiser?], letztere leite die Fabrikation der neu aufzunehmenden Präparate.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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