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2 Einträge zu schick, bela [1877-1967] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2020-10-22 08:40)


Signatur: EvB/L 242/3

Berlin, 12.11.1912 - 07.06.1913. – 3 Dok., 47 S.
[^]. 3.
Über die Gefahren der Serumkrankheit bei der Schutzimpfung mit Diphtherieserum : [Correferat] / Georg Gaffky
Berlin, 18.11.1912. – masch., 24 S. (Vervielf.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1234

Bericht über die Gefahren der Serumkrankheit bei der Schutzimpfung mit Diphtherieserum. Historisches (Beobachtung der Krankheitssymptome en seit 1894, Mitteilung des Professor Johannessen aus Christiana [= Oslo]), Hinweis auf den Kongressbericht des Internationalen Kongresses für Hygiene und Demographie zu Brüssel (1903) und den Bericht Friedrich Löfflers, der nach einer Ärzteumfrage zu dem Ergebnis kam, dass nach Einimpfung eines Serums zwar Urtikaria und Gelenkschmerzen beobachtet wurden, nicht jedoch Todesfälle. Daher sei es für jeden Arzt "geradezu eine Pflicht [...], bei jedem Fall von Diphtherie die bedrohten Individuen der Umgebung der Schutzimpfung zu unterziehen". Berichte der Professoren [Arnold] Netter aus Frankreich und [Crescenzo] Pavone aus Italien, Dr. [Franz] de Tordays aus Ungarn und Dr. Aasers aus Norwegen. Über die von Arthus durchgeführten experimentellen Forschungen (1903) [Arthus-Phänomen]. Über die "Serumanaphylaxie" (Richet), die Beobachtungen Theobald Smiths (1904) und die Nachprüfungen durch Otto in Ehrlichs Institut für experimentelle Therapie. Über von Pirquets und Schicks "überaus sorgfältige[]" Wiener Untersuchungen über die "krankmachenden Wirkungen des artfremden Serums", insbesondere bei "Reinjizierten". Zum Wesen der erworbenen Überempfindlichkeit (Ernst Friedberger). Auflistung von 22 Fällen von starken Reaktionen bzw. Tod nach Serumeinspritzung (1905 bis 1911, aus der Literatur bzw. mündliche Mitteilung). Im Fazit Hinweis auf die geringere Empfindlichkeit des kindlichen Körpers im Vergleich zum erwachsenen und die Annahme, dass die individuelle Disposition eine "erhebliche Rolle" spiele. Weiterhin Hinweis auf Ernst Friedbergers Vorschlag, "bei Reinjektionen die erforderliche Serummenge dem Körper langsam einzuverleiben", um die Bildung sogenannter "antianaphylaktischer" Körper anzuregen. Insgesamt scheinen nach Gaffky jedoch "die mit den prophylaktischen Injektionen verknüpften Gefahren derart gering, daß sie nicht wesentlich ins Gewicht fallen können".

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Signatur: EvB/B 194/127

Brief an William Söder / [Carl Siebert]
Marburg, 29.07.1914. – masch., 3 S. (Durchschlag)

Briefkopf: "Behringwerk Marburg/Lahn"

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293

Bericht Sieberts über die Unterhaltung mit Behring: Zum noch ausstehenden Antwortbrief an den Minister des Inneren [= Friedrich Wilhelm von Loebell] (über Füllmengen von 100 I. E.); zum Manuskript über TA. Der Bericht über TA solle im Prospekt wohl an zweiter Stelle erscheinen, andritter folge die Gebrauchsanweisung für das TL-Präparat ("Diphtheriegiftlösung") - "nach den Erfahrungen von Schick, Wien" -, an vierter Stelle das Tetanusserum. Behring betonte, "dass er die therapeutische Verwendung des Tuberkulins für 'Schwindel' hielte und dass wir seiner Ansicht nach durch Einführung solcher Präparate unserem Renomé [!] nur schadeten". - Der Direktor der Chirurgischen Klinik [= Fritz König] hingegen habe nach eigener Aussage "bei Gelenktuberkulose einen guten Einfluss der Tuberkulinbehandlung beobachtet". Siebert gibt zu bedenken, dass die Behringwerke G.m.b.H. auch die alten Tuberkulinlösungen nicht verkaufen dürften, wenn Behrings Ansicht, "dass alle Tuberkulintherapie Schwindel ist", zuträfe. In der Beilage schicke Siebert ein Manuskript Römers über Tuberkulin [= "Die Ansteckungswege der Tuberkulose", in: Handbuch der Tuberkulose Bd. 1, 1914, S. 247-299]. Siebert wolle die in Söders letztem Schreiben geäußerten Wünsche schnellstmöglich erledigen: "Wie sich die politischen Verhältnisse zuspitzen, glaube ich freilich kaum, dass in absehbarer Zeit Geschäfte mit Russland zu machen sein werden." - Hinweis auf zu bezahlende Handwerkerrechnungen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin,
Bahnhofstraße 7, D-35037 Marburg Tel. 06421/28-67088, Fax 06421/28-67090, E-Mail: evb@staff.uni-marburg.de

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