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5 Einträge zu trott zu solz, august [1855-1938] BEHANDELTE PERSON
im Register Personen und Körperschaften

(erzeugt 2022-06-26 12:47)


Signatur: EvB/B 193/6

Marburg; Bremen, 1914-1917. – 43 Dok., 164 S. (gbd.)
[^]. 6.
Protokoll der Aufsichtsratsitzung am 9. und 10 Mai 1914 in Marburg, Behringwerke G. m. b .H. / [Unbekannt]
Marburg; [o.D.]. – masch. m. hs. Unterstr., 5 S. (Durchschlag)

Vgl. EvB/B 192/73

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-10/T-II, m/Nr. 1233

Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 09./10.05.1914. Als Teilnehmer sind neben B. Cremer, Freudenberg, Fritze, Siebert und Söder verzeichnet. Besprochen wurden Fragen der Verkaufsorganisation im In- und Ausland (Generalvertretungen mit Warenlagern von Diphtherie-Heilserum, Angebot von Tuberkulin-Präparaten, Tetanus-Heilserum, Hepin und Bovovaccin), der Einsatz eines "akademisch gebildete[n] Herr[n]" zum Besuch der inländischen Krankenhäuser und Ärzte (evtl. Bruno Friling) und die Fragen der Werbung im Ausland durch die Großabnehmer. Informationen zu den bereits festgelegten Verkaufspreisen für Diphtherie-Heilserum; Preisvorschläge für den Diphtherie-Impfstoff T.A.; Hinweise zum Einsatz von Hepin als blutstillendes Mittel und Informationen über eine demnächst erscheinende Publikation B.s in der Wiener Freien Presse. Weitere Publikationen sollten durch "Druckschriftverteilung" erfolgen, speziell durch die Zeitschrift "Mitteilungen aus den Behringwerken". - Die Eingabe an den Minister [= August von Trott zu Solz] solle bei Aufnahme des Betriebs der Behringwerke gemacht werden. - Verhältnis zu den Konkurrenten (Dr. Enoch, Tod eines Arztes im Eppendorfer Krankenhaus in Hamburg, Informationen Dr. Kisslings, Benennung des Diphtherieserums und Namensrechte, auch für Hepin). - Über die Serumtiere, insbesondere die mit Druse behafteten Pferde, geliefert von Grotkass, Bremen, sowie die Rinder und Ziegen. - Anschaffungen: Anmietung des "Bunter Kitzel" genannten Wohnhauses mit Stallgebäude, Waschküche, Reitplatz und Stallung auf der Tierwiese; Ankauf eines ehemaligen Tetanuspferdes sowie Tetanusheilserums aus B.s Besitz; Installation einer elektrischen Installation für Elsenhöhe. - Anstellungen: Scholz (Hannover), Meyer "von Kaffee HAG", Stenotypistin, Gratifikationen für Sekretär Koch und Inspektor Scholz (Marburg). - Erteilung von Vollmachten für Siebert und Söder. - Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats.

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Signatur: EvB/B 192/109

Brief an das Preußische Kriegsministerium / Carl Siebert
Marburg, 11.08.1914. – masch. m. eh. Unterschrift, 6 S. (Durchschlag)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1526

Bezugnahme auf ein Schreibens des Kriegsministeriums von 08.08.1914 mit Wiedergabe eines daraufhin abgeschickten Telegramms an die Medizinal-Abteilung des Kriegsministeriums: Der Cholera-Impfstoff könne nicht geliefert werden, "weil die erbetene Erlaubnis zur Benutzung des zur Gewinnung von Cholera-Kulturen in grossen Mengen hier einzig und allein geeigneten Pestlaboratoriums vom Kultusministerium noch aussteht". - Im Folgenden Erläuterung der Sachverhalte: Da eine Cholerainfektion unter den Angestellten der Behringwerke zur Schließung der Produktionsstätte geführt hätte, habe man das Pestlaboratorium des Hygienischen Instituts, "in welchem ausschliesslich mit gefährlichen Ansteckungsstoffen gearbeitet wird und welches in allen seinen Einrichtungen für die Aufnahme der Herstellung von Cholera-Impfstoff wie geschaffen erscheint", als Produktionsort vorgeschlagen. Behring habe die Nutzung dieses Labors direkt beim Kultusminister [= August von Trott zu Solz] beantragt und dabei auch mitgeteilt, dass das ganze Personal des Instituts "militärisch einberufen" sei. - Informationen über die Marburger Forschungen zu Infektionskrankheiten ("gerade in der gegenwärtigen Kriegslage vielleicht nicht unwichtige Sachen"), Typhus (Arbeiten [Hugo?] Niepraschks) und Druse. Behring bitte um die Übersendung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters; für geeignet halte er Stabsarzt Dr. Eckert, mit dem er bereits zusammengearbeitet habe. Eckert wäre in der Lage, "die jetzt zum Abschluss gekommenen wissenschaftlichen Untersuchungen über Behring's neues Diphtherie Schutzmittel T A in die grosse Praxis und speziell in die militärärztliche Praxis überzuführen." Zudem solle Eckert die militärärztliche Verwendbarkeit eines Blutstillungsmittels Styptin untersuchen. Auch andere Produkte wie das Wasserstoffsuperoxyd und Hepin zur Wassersterilisation und Milchkonservierung könnten auf ihre "Brauchbarkeit für Kriegszwecke geprüft werden".

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Signatur: EvB/B 192/111

Brief an Carl H. Cremer / [Carl Siebert]
[Marburg], 13.08.1914. – masch., 3 S. (Durchschlag)

Absender nicht genannt, aber eindeutig identifizierbar.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 2293/Dok. 0000962/37

Über Kontakte zum Kriegsministerium betreffend Herstellung und Lieferung verschiedener Impfstoffe (Cholera, Diphtherie). Vom Kultusminister [= August von Trott zu Solz] sei die Erlaubnis für Benutzung des so genannten Pestlaboratoriums eingelaufen. Behring werde die Güte des Choleraimpfstoffs durch entsprechende Publikation in der "Medizinische Wochenschrift" "in's richtige Licht setzen" [nicht erfolgt]. Abnehmer ließen sich durch Vermittlung von Behrings Schwager in Hannover [= Wilhelm Schumburg, Generalarzt und Leiter der Medizinalverwaltung des hannoverschen Armeekorps] sowie durch die Einführung der Schutzimpfung in Kadettenhäusern, beispielsweise dem Karlsruher, in welchem sich Behrings Sohn [= Hans] aufhalte, auftun. Hinweis auf einen Prospekt über Schutzmittel, dessen bunte Tafeln die Impfreaktionen darstellten.

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Signatur: EvB/B 192/373

Brief an Ernst Moro / Behringwerke, [Emil von Behring?]
Marburg, 01.02.1916. – masch., 2 S. (Durchschlag)

Briefkopf: "Behringwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Bremen und Marburg/Lahn"

Absender nicht eindeutig identifizierbar, evtl. Emil von Behring.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1039/Dok. 0000421a

B. [?] dankt für das freundliche Schreiben vom 29.01.1916, aus dem er entnehme, "dass Erscheinungen einer Serumkrankheit nach der Behandlung mit meinem neuen Serum nicht eingetreten sind". - Nachfrage, ob sich unter den Kindern welche mit Pferdeserum vorbehandelte befänden bzw. ob es sich um erstmalige oder wiederholte Seruminjektion handele. Für die Präventivbehandlung empfehle er sein "'TA' Mittel" [= Diphtherie-Schutzmittel] und eine kombinierte Behandlung, wie sie auch Professor Kolle in Serbien anwende. Er lege seinem Brief zwei Abschriften von Berichten an den Kultusminister [= August von Trott zu Solz] und den Minister des Inneren [= Friedrich Wilhelm von Loebell], welche die kombinierte Behandlungsmethode fördern wollen, bei [nicht vorhanden] und hoffe, M. möge "an der so wichtigen Aufgabe der Diphtherietilgung nach dem Muster der Pockenbekämpfung sich aktiv beteiligen".

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Signatur: EvB/L 243

Brief an Otto von Schjerning / Emil von Behring
Marburg, 03.02.1916. – masch, 1 S. (Abschr.) + 2 Beil.

Beil. 1 (Dr., 2 S. (Abschr.)): Begleitschreiben zu einem beiliegenden Bericht über B.s neue vorbeugende Diphtheriebekämpfungsmethode, die nur durch Unterstützung durch die Medizinalabteilung des Ministeriums des Inneren zum Erfolg führen könne. Unterweisung in die Technik biete Bs. früherer Mitarbeiter Kleinschmidt, jetzt Assistent an der Kinderklinik der Charité unter [Adalbert] Czerny, an [vgl. Brief Kleinschmidts an B. vom 25.11.1915, EvB/B 73/2]. Bericht über eine mehrstündige Konferenz mit Stadt-Medizinalrat Weber und den Direktoren städtischer Krankenhäuser, Baginsky und Klemperer mit dem Ergebnis, dass nur ein Eingreifen des Ministeriums des Innern die Schwierigkeiten bei der Einführung der neuen Methode der Diphtheriebekämpfung beheben könnte. Zur unentgeltlichen Abgabe seines Impfstoffes "T.A." sei B. bereit.

Beil. 2 (Dr., 3 S. (Abschr.)): Vorbeugende Diphtheriebekämpfung: Darstellung der von B. entwickelten neuen Methode der Diphtherieverhütung. Diese ermögliche ähnliche Erfolge wie Jenners Pockenschutzimpfung und die antitoxische Tetanusprophylaxe "seit ihrer zielbewußten Handhabung durch die Medizinalabteilung des Kriegsministeriums im jetzigen Kriege". Nach B.s Empfehlung werde das von deutschen Serumproduzenten gelieferte Tetanusserum in erster Linie "für die prophylaktische Behandlung" verwandt. Die befürchtete Anaphylaxiegefahr sei gering, da die "Proteïndosis vom Diphtherieserum viel kleiner ist, wie [sic!] die in 10 bis 20 Antitoxineinheiten enthaltene Proteïnmenge vom Tetanusserum". Für die Überprüfung des prophylaktischen Wertes des Diphtherieschutzmittels biete die gegenwärtig in Berlin herrschende Diphtherie-Edpidemie eine gute Gelegenheit. - Ausführliche Beschreibung der Zusammensetzung des Impfstoffes "T.A." [= Diphtherie-Toxin und Diphtherie-Antitoxin], der Methode und der zum Einsatz kommenden Dosis. Die Statistik biete den Beweis für die Wirksamkeit. Leider seien die Versuche in Hamburg und Magdeburg sowie in Norwegen und Holland durch den Krieg unterbrochen worden. Aus verschiedenen Gründen setze die "T.A."-Schutzimpfung zwar die prozentuale Morbiditätsziffer herab, annulliere jedoch nicht die Morbidität. Wenn, wie B. vorschlage, "die Schulkinder bis zu 14 Jahren einigermaßen lückenlos nach meiner kombinierten Methode schutzgeimpft werden, [und die Morbidität] um das Fünffache herabgedrückt wird", dann werde das Ergebnis "zu ausgedehnterer Anwendung ermuntern und schließlich vielleicht zur obligatorischen Durchführung gebracht".

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-07/T-II, j/Nr. 1271

Zur Diphtherieschutzimpfung. B. dankt für die in Aussicht gestellte Unterstützung bei seinem Plan, "die Diphtherie als Volkskrankheit nach dem Vorbild der Pockenimpfung präventiv zu bekämpfen". Von Ministerialdirektor Kirchner habe er trotz der Befürwortung durch den Kultusminister [= August von Trott zu Solz] und Unterstützung vonseiten Baginskis und Klemperers keine Hilfe zu erwarten.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
Fb. 20 - Medizin

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