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6 Einträge zu briefe : duisberg
im Register Titel, Stichworte

(erzeugt 2021-12-08 01:14)


Signatur: EvB/B 1/26

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
o.O. [vermtl. Marburg], [1904]. – eh. Entw., 7 S., Transkr. (3 S.)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000162

Bericht über B.s Zukunftspläne und den gegenwärtigen Stand seiner wirtschaftlichen Unternehmungen. - Der geschäftliche Vertrieb des Tuberkulose-Impfstoffs für Rinder, des Diphtherieserums und des Tetanusserums könne problemlos von Marburg aus laufen, doch die Herstellung von Säuglinsmilch und von Tuberkuloseheilkörpern sei komplizierter. Dennoch habe er seit dem Berliner Vortrag (18.01.1904) solche Fortschritte gemacht, dass er 200 Milchkühe unterbringen könne, die Milch für über 100.000 Mark pro Jahr produzieren könnten. Mit der Milch könnten zudem Tuberkuloseheilkörper verabreicht werden, was den Umsatz um das Doppelte steigere. B. Verfahren mache die Milch transportfähig und versorge die Großstädte ohne Vermittlung von Milchhändlern. - Er erwähnt ein Patent für die Herstellung von Dauermilch. - Idee zur Behandlung wohlhabender "tuberkulöser und schwindsuchtbedrohter Patienten" in Sanatorien nahe Marburg und auf Capri, wo er gleichermaßen Terrain besitze. Bezüglich des Milchgeschäfts stehe er mit mecklenburgischen, schlesischen und österreichischen Milchproduzenten sowie mit Milchhändler Bolle in Kontakt. Tuberkulose-immun gemachte Kühe könne er von Erzherzog Friedrich von Österreich, Prinz Ludwig von Bayern und mehreren Grafen von Schwerin beziehen. - Ob D. am Plan einer Gesellschaftsgründung festhalten wolle, und wenn ja, ob er "mit dem Zweimillionen-Projekt oder dem Einmillionen-Projekt den Anfang machen" wolle, weiterhin ob sich noch "Milch-Interessenten als Gesellschafter" beteiligen würden.

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Signatur: EvB/B 1/24

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
Marburg, 13.03.1904. – masch., 3 S. (Negativkopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000157

Über die "geplante Gesellschaftsgründung in Marburg". Bezüglich der "Milchfrage" sei B. in Gemeinschaft mit Dr. Much eine Lösung gelungen. Dies bedeute eine "unabsehbare Tragweite auf milchtherapeutischem Gebiet" und verschiebe die "Vorbedingungen für etwaige von mir abzuschließende Verträge [...] so vollständig, dass er D. momentan keinen Vertragsentwurf zuschicken könne. Das "Milchgeschäft" werde außer dem Tuberkulose-Impfstoff für Rinder demnächst die Hauptrolle spielen, sodass in der neu zu bildenden Gesellschaft auch die Grundstückstücke und Baulichkeiten mit einbezogen werden müssen. Er müsse die Pläne für Neubauten für 200 Milchkühe und Milchverarbeitung ausarbeiten lassen. Die konkurrierenden Berliner "Milchmagnaten" Bolle und Grub ("Victoriapark-Milchkuranstalt") wollten beide mit ihm operieren. B. wolle das Monopol über "die Tuberkulosemittel und die Milch als Hauptartikel für den Betrieb" behalten. Reklame für das Mittel sei nicht nötig, da ein Vortrag oder ähnliches von ihm "alle Welt" mit dem bekannt mache, was er bekannt machen wolle, die vorgeschlagene Provision von 15 % sei [...] deshalb für den Inlandsvertrieb nicht akzeptabel. Er wolle sich im übrigen nicht "für alle Zeit die Hände binden." Im baldigen Bonner Vortrag wolle B. "die neue [Wort unterstrichen] Milchsache" noch nicht erwähnen, Althoff werde er über die veränderte Sachlage erst später informieren.

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Signatur: EvB/B 168

Brief an Henry Theodor von Böttinger / Carl Duisberg
[o.O.], 16.03.1904. – masch. (Kopie der Abschr.), 1 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000159

Duisberg schickt Böttinger Kopie des Behring-Briefes vom 13.03.04 und seine Antwort. Er möchte die Verhandlungen mit Behring am liebsten abbrechen und sich mit ihm nicht in geschäftliche Beziehungen einlassen. Die "Serumsache" interessiere ihn des Prestiges wegen, doch seien seine Hoffnung auf eine Einigung mit Behring "auf dem Nullpunkt".

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Signatur: EvB/B 34/1

Brief an Emil von Behring / Carl Duisberg
[o.O.], 16.03.1904. – masch., 4 S.

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000158

Bezugnahme auf B.s Brief vom 13.03.1904: Die neuen Ereignisse sollten die Verhandlungen und Vertragsabschlüsse nicht stören, das "Milchgeschäft" passe in die "von uns gemachte Organisation nicht hinein". D. schließt die von B. gewünschte eigene Stimmenmehrheit bei den Anteilbesitzern aus, der Vertrag müsse über mindestens 15 Jahre laufen. Zur Klärung dieser Fragen wünsche er ein Zusammentreffen, "damit eine baldige definitive Entscheidung herbeigeführt wird". - Über Dr. Böttinger habe D. erfahren, dass Althoff ihn in Berlin sprechen möchte.

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Signatur: EvB/B 1/25

Brief an Carl Duisberg / Emil von Behring
Marburg, 17.03.1904. – eh. Entw., 4 S., Transkr. (1 S.)

Entwurf auf Briefpapier mit geprägtem Wappen

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000160

Gerade zurück aus Bonn wolle B. noch schreiben, bevor sich D. mit Althoff bespreche. Sein Standpunkt sei unverändert, dass er "die Marburger Unternehmung einheitlich organisieren" müsse. So könne er die "Tuberkulose-Heilkörper, welche ich mit der Milch für den Menschen nutzbar machen will", nicht zum Gegenstand einer geschäftlichen Organisation machen, "die mit der Organisation des Tuberkulose-Impfstoffvertriebs und des Heilserumvertriebs" nichts zu tun habe. B. schlägt vor, mit den definitiven Verträgen bis zum nächsten Jahr zu warten, man könne sich "leicht" verständigen. Den Marburger Vertrieb, für den er das alleinige Risiko trage, besorge er jetzt mit Siebert und Ziegenbein, und Zeit seines Lebens müsse er "die Fäden in der Hand behalten". Über den Auslandsvertrieb ließe sich reden.

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Signatur: EvB/B 34/2

Brief an Emil von Behring / Carl Duisberg
[o.O.], 04.08.1904. – masch. m. eh. Unterschrift u. hs. Zusatz, 4 S. (Kopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1033/Dok. 0000161

D. dankt für Brief vom 30.07.1904 und bedauert, dass B. wegen Krankheit die Reise nach Paris aufgeben musste, freut sich auf Treffen um den 09.08. in Köln. D. sei durch Streik in der Leverkusener Fabrik in Anspruch genommen. Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge für Vertragsentwurf, die Bedingungen der Patent- und Lizenzerteilung und die Rücktrittsfristen betreffend. Die Budde-Gesellschaft solle über B.s Verfügungsrecht über das "Raspe'sche Patent soweit Formaldehyd und Wasserstoffsuperoxyd in Frage kommt", informiert werden. Handschriftlicher Zusatz: D.s Familie sei heute nach Zandvoort abgereist.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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