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7 Einträge zu GStA PK
im Register Signaturen

(erzeugt 2022-05-21 02:05)


Signatur: EvB/B 1/1

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Halle, 06.12.1894. – eh., 4 S. (Kopie)

Briefkopf: "Stabarzt Professor Dr. Behring Berlin S.O. Treptower Chanssee 8, I. `Villa Emma", gestrichen

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000005

Original: GStA PK

Zur von Rudolf Virchow öffentlich (vor der "Berliner medicinischen Gesellschaft") geäußerten Kritik an B. und seinem "Comité" [= Comité von Heilserum für Unbemittelte], der sich von Bergmann und Aronson anschließen. Auch Baginsky erkläre gegenüber von Kupffer, dem Chefredakteur des Berliner Lokalanzeigers, seinen Austritt. B. will die Vorgänge "hinter den Coulissen" beleuchten.

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Signatur: EvB/B 1/2

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Paris, 24.12.1894. – hs., 11 S. (Abschr.)

Briefkopf: " Grand Hôtel Boulevard des Capucines, 12 Paris"

Vgl. Br. Behrings. an Althoff vom 14.05.1895

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000006

Original: GStA PK

B. berichtet"folgeschwere Differenz" mit Robert Koch wegen der praktischen und geschäftlichen Verwertung der Serumtherapie. Diesbezüglich Konkurrenz mit Prof. Pfeiffer. B. vertrete auch die Interessen seines Mitarbeiters Dr. Ransom, der "das Cholera-Antitoxin gefunden hat." Koch habe B. nun "'den Weg zum Institut für Infektionskrankheiten für immer abgeschnitten'"; er wolle nun sich und den "treu zu mir haltenden Mitarbeiter[n]" - darunter Wernicke - eine andere Arbeitsstelle sichern. In den Höchster Farbwerken beabsichtige man ihm eine wissenschaftliche Abteilung einzurichten, wo er auch seine Mitarbeiter zu beschäftigen gedenke. Sollte sich die Berufung Prof. Finklers nach Marburg bestätigen, wolle B. sich zwangsläufig nach einer Lehrtätigkeit im Ausland (Ungarn, Budapest, Heilserumgewinnungs-Institut, Generaldirektor Spitz) umsehen. - Bericht über liebenswürdige Aufnahme im Pariser Pasteur-Institut und bei den Fachkollegen, Aussicht auf Ordensverleihung, deshalb Verlängerung des Paris-Aufenthaltes. - Er beabsichtigte Weiterreise nach Cannes und Treffen mit Oskar Borchert, erwähnt wird dessen Kontakt zum Großherzog von Mecklenburg. In Neapel geplante Einschiffung nach Ägypten. Endgültige Entscheidung über die Wahl der neuen Arbeitsstelle nach Rückkehr von der Reise.

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Signatur: EvB/B 1/4

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 14.05.1895. – eh., 12 S. (Kopie)

Antwort auf Behrings Br. vom 02.05.1895

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000010

Original: GStA PK

B. befürwortet das von Koch initiierte Bauprogramm, ein Institut zur Erforschung und Bekämpfung ansteckender und epidemisch auftretender Krankheiten, "in vollem Umfange". B. wirft jedoch die Frage auf, ob vor Ort auch eine "Controlstelle" angesiedelt und - nach dem Vorbild Frankreichs, Italiens, Englands, Russlands und Österreichs - "serumtherapeutische Bestrebungen" verwirklicht werden sollten. Leiste das Institut "bloß wissenschaftliche Vorarbeiten zur Gewinnung von Heilserum für andere Krankheiten" oder übernähme es auch die Kontrolle über die anderen "Heilserumgewinnungsstätten"? Und wolle das neue Institut selbst Heilseren gewinnen? Bezüglich der Frage nach Auswertung und Herstellung von Sera weist B. darauf hin, dass Ehrlich und er "ein sachverständigeres Urtheil" besäßen als Kossel und Wassermann. Verweis auf Umgang mit Zweifelsfällen in Frankreich, wo Roux als Vertrauensmann herangezogen werde. B. schlägt Althoff vor, bei einer Neueinrichtung des Hygienischen Instituts in Marburg eine Verbindung desselben mit einen serumtherapeutischen Institut am gleichen Ort "wohlwollend in Erwägung [zu] ziehen".

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Signatur: EvB/B 1/5

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 14.12.1895. – eh., 4 S. (Kopie)

Antwort auf Althoffs Br. vom 13.12.1895

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000014

Original: GStA PK

B. dankt dem Minister für die Grüße und die Verleihung des Titels Geheimer Medizinalrat. Das Preisgeld der Académie von 25.000 Francs wolle B. als Beitrag zur Gründung eines Instituts für experimentelle Therapie dem Staat zur Verfügung stellen. Hier solle besonders die "serumtherapeutische Richtung gepflegt" werden. Wenn mit einem solchen Institut die "Controlstation für neue specifische Heilmittel" (u. a. für Diphtherie-, Tetanus-, Cholera-, Typhus-, Strepotokokken- und Rabiesserum) verbunden wäre, seien der Station sogleich wichtige Aufgaben zugewiesen. Der Staat könne die wissenschaftliche Pflege dieser Aufgaben übernehmen. - Bouchard gelte "als der erste Kliniker Frankreichs", er habe auf dem internationalen Kongress in Berlin (1890) den Hauptvortrag gehalten und sei in Berliner Gelehrtenkreisen bekannt.

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Signatur: EvB/B 1/6

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Capri, 05.04.1896. – eh., 6 S. (Kopie)

Ländercode UNIMARC: XA-IT

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000017

Original: GStA PK

B. erteilt Auskünfte über Roux: Dieser sei 2. Direktor des Institut Pasteur (Duclaux der 1. Dir.); R. sei wie Virchow Commandeur der franz. Ehrenlegion, bevorzugter Mitarbeiter Pasteurs, habe Verdienste um die Erforschung des Milzbrandes und der Züchtung der Tuberkelbazillen, sei Entdecker des Diphtheriegiftes, Wegbereiter der B.schen Arbeiten zur Antitoxingewinnung. Roux sei "die Seele und der eigentliche spiritus rector des Institut Pasteur." Charakteristisch für ihn sei der (Pasteur zugeschriebene) Satz: "Nous avons une passion superieure; c'est la verité." Prof. Strauch in Paris habe B. Mitteilung über Roux' vor zwei Jahren geäußerten Suizidgedanken im Zusammenhang mit Berichten über das Diphtherie-Antitoxin gemacht. B. befürworte deshalb eine deutsche Auszeichnung von Roux und wünscht, dieser nähme dieselbe an. Diesbezüglich sondierende Kontakte sollten über Mecnikov und dessen Frau laufen. - Aus familiären Gründen wünsche Ehrlich "eine Decoration", die seine "Arbeits- und Opferfreudigkeit sehr erhöhen" würde. - Ende April wolle B. seine "Tuberkulosearbeit" im Privat-Institut und in Höchst fortsetzen. - Zur Heilung von Tuberkulosekranken durch "nützliche körperliche [`am besten landwirtschaftliche'] Arbeiten im Freien", eventuell auf dem Monte San Michele in Capri, wo das Klima milder sei als in Deutschland.

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Signatur: EvB/B 1/9

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 23.03.1904. – eh., 1 S. (Kopie)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000027

Original: GStA PK

B. übersendet Brief von Prof. Duisberg. Der Vertragsentwurf der Elberfelder Farbwerke scheint B. keine geeignete Grundlage für eine Gesellschaftsgründung in Marburg, da die Grundsätze für B. nicht ganz annehmbar seien. Sie beanspruchten "von allen Gesellschafts-Präparaten einen bestimmten Procentsatz der Roh-Einnahmen"; die Marburger Präparate sollten den Umweg über Elberfeld machen", bevor sie in den Handel kämen; schließlich trete die Marburger Gesellschaft in ein Abhängigkeitsverhältnis zu den Elberfelder Farbwerken. B. glaube deshalb auf die Mitwirkung der Elberfelder Farbwerke auf den Vertrieb des Diphtherieheilserums verzichten zu müssen. Er wolle damit die Firma Siebert & Ziegenbein betrauen, die seit einem Jahr auch den Vertrieb des Tetanusheilserums organisiert.

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Signatur: EvB/B 1/11

Brief an Friedrich Althoff / Emil von Behring
Marburg, 19.11.1905. – eh., 4 S. (Kopie)

Hs. Notiz von Althoff, vermutl. Bleistift ("Exz. von Behring [...] Ganz ergebenst Althoff 3/12".)

Ländercode UNIMARC: XA-DE

Alte Signatur: 08-01/k-I/Nr. 1031/Dok. 0000032

Original: GStA PK

Herzlichsten Dank für Brief aus Kissingen, der B. Beweis sei "für Ihr mir überaus werthvolles Vertrauen zu meinen tuberkulosetherapeutischen Arbeiten". - B. wünscht A. Gesundheit, auch im Interesse von "Preußens Hochschulen" und "aller aufwärts strebenden Persönlichkeiten innerhalb unserer Naturwiss.- und Medicinalwesens". - Er entfaltet ein "Bouquet" von Wünschen: 1) Da er von seinen experimentellen Arbeiten in Marburg, dem Pariser Pasteur-Institut sowie den veterinärärztlichen Instituten in Alfort (Vallée) und Lyon (Arloing) absorbiert sei und die Zusammenarbeit mit Krehl (Straßburg) intensiviert habe, bittet er um die Besoldung von Dr. Morawitz mit dem Gehalt eines gehobenen Assistenten. Morawitz sei "hervorragend gut auf physiologischen Gebiet"; er bewähre sich so gut, dass B. ihm die Aufgaben eines Instruktors der bei B. angemeldeten "Kursisten" zugedacht habe. - 2) Außer Küttner, Aschoff und Disse finde B. für seine Arbeiten nicht "die so sehr wünschenswerthen ergänzenden Persönlichkeiten". Beim eventuellen Weggang Brauers käme für die medizinische Klinik vielleicht Krehl in Frage, der mit B. zusammenarbeiten würde und in der Fakultät beste Aufnahme fände. - 3) Zum Ausbau seines Programms zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit und der "tuberkulösen Erst-Infektionen" sei die Mitarbeit eines guten Kinderarztes unentbehrlich. Sollte sich Heubners Assistent Salge bewähren, käme er vielleicht als Mitarbeiter in B.s Programm in Betracht. Dadurch würde an die Traditionslinie Rumpf, Fr. Müller, Krehl und Romberg angeknüpft. - 4) Er möchte Ehrlich sehr gerne "für die tuberkulose therapeutischen Arbeiten gewinnen", habe jedoch wegen des alten Streits mit Ehrlichs Mitarbeiter Aronson um das Diphtherieserums davor zurückgeschreckt. A. wünscht ein persönliches Zusammentreffen mit Ehrlich, A. solle nun eine "Brücke schlagen" zwischen beiden wie 1904 in Nordhausen (vgl. Brief B.s an Althoff vom 30.08.1903). - Die Erfüllung der Wünsche dieses "Weihnachts-Wunschzettels" helfe vielleicht bei der "Lösung der wichtigsten medicinischen Probleme". PS (auf S. 1): Das A. gewidmete Heft der "Phthisiologischen Probleme" [= vermutl.: "Moderne phthisiogenetische und phthisiotherapeutische Probleme in historischer Beleuchtung", Marburg: Selbstverlag, 1905] werde von B.s französischen Freunden übersetzt, die französische Ausgabe erscheine womöglich zeitgleich mit der deutschen, die möglicherweise ergänzende Angaben über B.s neue "tuberkulosetherapeutische Methode" enthielte.

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Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 · evb

 
 
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